Der Tag an dem sich die wilden Vögel das erste Mal paarten...?

Valentinstag

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Geschenke, Blumen, Küsse – all das gehört in Deutschland zum Valentinstag. events hat nachgeforscht und einige historische Ereignisse gefunden, die auf die Entstehung des Valentinstages hinweisen und wie man in anderen Ländern den Tag der Liebenden feiert…!

Am bekanntesten ist wohl die Geschichte um den italienischen Bischof Valentin. Im 14. Jahrhundert soll er Paare nach christlichem Glauben getraut haben, obwohl dies vom römischen Kaiser Claudius II verboten war. Auch wenn Valentins Ehen unter einem besonders guten Stern gestanden haben sollen, musste der Bischof für seinen Glauben und die illegalen Eheschließungen bezahlen: Am 14. Februar 296 wurde er von Claudius hingerichtet.

Andere Überlieferungen sehen den Ursprung des Valentinstags im 4. Jahrhundert. Im antiken Rom wurde am 14. Februar der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, gedacht. Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt.

Am wahrscheinlichsten stammt die Valetins-Tradition jedoch aus England: Seit dem 15. Jahrhundert wurden im angelsächsischen Raum Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schickten. Der 14. Februar wurde als Datum festgelegt, weil sich an diesem Tag angeblich die wilden Vögel zum erste Mal paarten. Die Liebespaare wurden an diesem Feiertag durch Lose am Vorabend gebildet oder durch den ersten Kontakt am Morgen des 14. Februar.

Außerhalb von England wurde die Valentins-Tradition erst durch britische Auswanderer bekannt, die den Brauch mit in die USA nahmen. Von da aus gelangte der Valentinstag mit den US-amerikanische Besatzungs-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg auch nach Deutschland. Bereits 1950 wurde in Nürnberg der erste Valentinsball veranstaltet. Wirklich populär und bekannt wurde der Tag der Liebenden jedoch erst durch die vor dem 14. Februar verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.

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Internationale Bräuche rund um den Valentinstag

Liebesschlösser
Der Brauch, am Valentinstag Liebesschlösser an Brückengeländer anzubringen, stammt aus Italien, erfreut sich aber auch im Rest der Welt mittlerweile großer Beliebtheit (sehr zum Leidwesen vieler Städte). Liebespärchen schenken sich gegenseitig ein Schloss, auf das die Initialen geschrieben, Fotos geklebt oder auch Name und Datum eingraviert werden. Die Schlösser werden anschließend an einem Brückengeländer befestigt oder die Schlüssel ins Wasser geworfen.

Freundschaftstag
Die Finnen zelebrieren am 14. Februar nicht den Tag der Liebenden, sondern den Freundschaftstag. Dabei werden – meist anonym – Karten oder kleine Geschenke an diejenigen verschenkt, die man gerne hat.

Moralapostel
In Thailand wird der Valentinstag sehr kritisch betrachtet. Denn obwohl er nicht illegal ist, gilt in Thailand ein Verbot des Austauschs von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit. Viele Jugendliche feiern dennoch diesen Tag, auch deshalb gilt in Bangkok ab 22 Uhr eine Ausgangssperre für Minderjährige.

Noch strikter ist es in Saudi-Arabien. Dort steht der Valentinstag auf der Verbotsliste des islamischen Rechts. Einige Tage vor dem 14. Februar wird deshalb auch der Verkauf von Dingen, die sich als Valentinstaggeschenk eignen, verboten.

Schokolade, Schokolade, Schokolade …
In Japan, Südkorea und mittlerweile auch in China profitiert vor allem die Süßwarenindustrie vom Valentinstag. Am sogenannten Black Day beschenken Frauen den Partner, aber auch männliche Freunde, Verwandte und Kollegen mit dunkler Schokolade. Einen Monat später am 14. März sind dann die Frauen mit dem White Day, an dem helle Schokolade verschenkt wird, an der Reihe.

Qixi
Traditionell gilt in China jedoch Qixi, das auf den Abend des siebten Tages des siebten Monats nach dem chinesischen Mondkalender fällt, als Fest der Liebenden. Der Legende nach können nur an diesem Datum die zwei Sterne, der Hirtenjunge (Altair) und das Webermädchen (Wega), die durch die Milchstraße getrennt sind, für eine Nacht zusammen sein. Unter dem Namen Tanabata wird das Fest auch in Japan gefeiert.

Drachentöter
In Katalonien wird statt des Valentinstags der Diada de Sant Jordi am 23. April gefeiert. An diesem Tag wird dem heiligen Jordi (Georg), der u. a. als Drachentöter bekannt ist, gedacht. 1931 wurde der Feiertag mit dem damals frisch etablierten Welttag des Buches fusioniert. Männer überreichen am Diada de Sant Jordi ihrer Angebeteten in Erinnerung an den heiligen Georg eine einzelne rote Rose, Frauen sind angehalten ihren Liebsten ein Buch zu schenken.

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