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7 Tipps & Tricks rund um das Münchner Oktoberfest

Oktoberfest-Collage

Bald heißt es wieder “O’zapft is” – vom 17. September bis 3. Oktober 2016 wird die Theresienwiese in München erneut zum Schauplatz des größten Volksfestes der Welt. Für einen gelungenen Oktoberfestbesuch mit der richtigen Mischung aus Achterbahnabenteuer, Bierzeltgaudi und kulinarischen Schmankerln finden Sie hier 6 nützliche Tipps und Tricks, zusammengestellt von der Europäische Reiseversicherung.

1. Auf geht’s zur Wiesn 

Am besten ist die Wiesn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Vom Hauptbahnhof aus fahren die U-Bahn-Linien U4 und U5 in wenigen Minuten zur Haltestelle Theresienwiese. Mit der U6 erreicht man die Festwiese vom Goetheplatz aus zu Fuß in zehn Minuten. Wer trotzdem mit dem PKW anreist, sollte das Auto an den Park & Ride-Parkplätzen am Stadtrand stehen lassen, denn Parkplätze rund um das Festgelände sind rar und vor allem teuer.

Auch in diesem Jahr geht die Sicherheit vor und an den Eingängen werden Personen- und Taschenkontrollen durchgeführt. Für einen zügigen Durchgang sollten Wiesn-Besucher das Rucksackverbot berücksichtigen und die maximale Taschengröße von 20x15x10 Zentimetern oder ein Volumen von maximal drei Litern nicht überschreiten. Die Mitnahme von Glasflaschen, Sprühdosen und spitzen Gegenständen ist ebenfalls verboten. Außerdem sollten Besucher bei der Terminabstimmung mit Freunden und Familie, die sich bereits auf dem Gelände befinden, genügend Zeit für den Einlass einrechnen.

Oktoberfest-Zelt

2. Die Bierzelt-Frage

Tatsache ist, dass in jedem Wiesn-Zelt eine ausgelassene Stimmung herrscht. Welches davon welchen Geschmack trifft, ist wieder eine andere Sache. Die jungen Feierwütigen treffen bevorzugt im Hacker-Zelt oder Schottenhamel aufeinander. In Letzterem findet übrigens auch der Auftakt des Oktoberfestes mit dem traditionellen Anstich durch den Oberbürgermeister statt. Uriges Flair gibt es in der Augustiner Festhalle. Dort kommt das Bier stilecht aus 200 Liter-Holzfässern, die von Wiesn-Kennern auch “Hirschen” genannt werden. Der Hunger auf Ochsenfleisch wird – wie der Name bereits vermuten lässt – in der Ochsenbraterei (Spatenbräu Festhalle) gestillt. Das Festzelt zeigt sich in diesem Jahr mit neuer Außenfassade. Stars und Sternchen geben sich im hippen Käfer oder im Weinzelt die Klinke in die Hand.  Auch wer keine Maß Bier mag, ist in diesem Zelt genau richtig. Neben der Halben Weißbier, finden Biermuffel auch Wein und verschiedene Sekt- und Champagnersorten. Das Hofbräu-Zelt gilt als Schmelztiegel der Nationen.

3. Kulinarische Schmankerl made in Bavaria

Wiesn-Besucher genießen auf dem Oktoberfest die ganze Palette der bayerischen Küche. Neben traditionellen Gerichten wie Schweinebraten, Weißwürsten, Obatzda, Hendl und Co. haben sich einige Festzelte auf ganz besondere Leckereien spezialisiert. Gourmets probieren geräucherten Steckerlfisch und frische Fischspezialitäten in der “Fischer Vroni”, testen den knusprigen Ochsenbraten und deftige Fleischgerichte in der gleichnamigen Ochsenbraterei oder schlemmen ein bayerisches Brotzeitbrettel und hochwertige Menüs im Feinkost Käfer.

Doch auch Vegetarier und Veganer müssen auf bayerische Leckerbissen nicht verzichten. Als schmackhafte Alternativen bieten sich etwa ein kräftiges Paradeiser-Brot, eine Kartoffelsuppe oder der Kürbisaufstrich mit Holzofenbrot an. Bei den Hauptgerichten haben die Vegetarier von Käsespätzle über Rahmschwammerl bis hin zu Schupfnudeln und leckeren Gemüse-Gerichten die Qual der Wahl.

oktoberfest-steckerlfisch

Auch süße Leckermäulchen kommen auf dem Oktoberfest nicht zu kurz, da in den Bierzelten und an den unzähligen Buden verschiedene warme Hauptgerichte, wie beispielsweise Dampfnudeln oder Kaiserschmarrn angeboten werden. Süße Snacks wie Zuckerwatte, Schokofrüchte, Lebkuchen und gebrannte Nüsse sind nicht nur ein nettes Mitbringsel, sondern auch eine verlockende Wegzehrung für den Heimweg.

4. “Eine neue Runde, eine neue Fahrt”

Höher, schneller, wilder – mit high speed werden Adrenalin-Junkies im Karussell “Techno Power” fest in ihren Sitz gedrückt, rasen im “Höllenblitz” knapp 800 Meter durch eine Goldmine und erleben am “Power Tower II” den “freien Fall” aus 70 Metern Höhe mit einer Geschwindigkeit von unglaublichen 80 Kilometern pro Stunde.

Neben actionreichem Achterbahnabenteuer und Nervenkitzel beherbergt das Oktoberfest auch viele historische Fahrgeschäfte, die für eingefleischte Volksfestgänger zur festen Tradition gehören und auch für Neulinge auf die To-do-Liste gehören. Im Karussell “Krinoline” drehen sich die Besucher nun schon seit 92 Jahren zur guten alten Volksmusik im Kreis. Getreu dem Motto “der Stärkere gewinnt” beweisen Männer und Frauen seit Jahrzehnten beim “Hau den Lukas” ihre Muskelkraft und erholen sich anschließend im 50 Meter hohen Riesenrad mit bestem Ausblick über ganz München bis zum Alpenrand.

Oktoberfest

Ein Dauerbrenner mit Spaßfaktor für Jung und Alt ist auch das Teufelsrad. Mutige geben dort ihr Bestes, damit sie nicht durch einen Treffer der Schaumstoffbälle von der sich drehenden Scheibe geworfen werden.

Extra-Tipp: Auf jeden Fall in den Abendstunden dort vorbeischauen, auch wenn man sich selbst nicht auf das drehende Rad traut. Dank zünftiger Sprüche und bissigem Humor des legendären Moderators ist das Teufelsrad auch für die Zuschauer eine riesen Gaudi.

5. Trachten-Knigge

Auf dem Oktoberfest wird auch in diesem Jahr wieder der neueste Schrei in punkto Dirndl und Lederhos’n zu sehen sein. Neben der Grundfrage “knielang oder doch lieber bis zum Knöchel?” sollten Frauen darauf achten, welche Botschaft sie mit der gebundenen Schleife an ihrer Dirndl-Schürze senden möchten:

erv_dirndlschleife
Europäische Reiseversicherung
  • Schleife auf der rechten Seite: das „Madl“ hat ihren „Bursch‘n“ bereits gefunden.
  • Schleife auf der linken Seite: Flirten erlaubt, die Dame ist noch zu haben!
  • Schleife in der Mitte: Aufgepasst! Weitläufig und doch fälschlich angenommen ist der Beziehungsstatus der Trägerin kompliziert. Doch traditionell bedeutet die Schleife in der Mitte Jungfräulichkeit.

6. Die „Oide Wiesn“

Die alte oder auch „Oide Wiesn“ genannt, stellt den nostalgischen Teil des Oktoberfestes dar. Brauchtumfans flanieren hier vorbei an Fahrgeschäften und Volksfestattraktionen aus Gründerzeiten, fiebern mit beim historischen Pferderennen und trinken Bier aus traditionellen Steinkrügen. Wenn auch etwas ruhiger, geht es hier mit bayerischer Volksmusik und Trachtenpracht mindestens genauso zünftig zu wie auf dem Rest der Theresienwiese. Die Alte Wiesn kostet einen geringen Eintritt (rund 3 Euro), ist nicht ganz so überfüllt und eignet sich daher besonders für Familien mit Kindern.

Oktoberfest-Mitbringsel

 

7. Mitbringsel & Souvenirs

Ein Lebkuchenherz fürs “Spatzl”, ein schöner Bierkrug mit Zinndeckel, eine Holz-Wäscheklammer mit Namens-Gravur oder ein Trachtenhut mit Feder – diese traditionellen Klassiker verschenken sogar die Münchner selbst. Ebenfalls beliebt als kleines Geschenk sind Rosen und Stofftiere, die Volksfestliebhaber beim Dosenwerfen und Luftgewehrschießen mit viel Herzblut für ihre Liebsten ergattern. Da ist es egal, ob Trostpreis oder Hauptgewinn – Hauptsache man hat sich für die bessere Hälfte so richtig ins Zeug gelegt.

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