Positive Zahlen und ein stabiler Anstieg

World Travel Monitor Forum prognostiziert starkes Jahr für europäische Quellmärkte

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Bisher war 2017 ein gutes Jahr für die Reisebranche in Europa mit spürbarem Wachstum von Auslandsreisen und erfreulichen Zahlen für die meisten Zielgebiete der Region in den ersten acht Monaten des Jahres. Zu diesem Ergebnis kommt das 25. World Travel Monitor Forum in Pisa, dessen Ergebnisse die  ITB Berlin nun veröffentlicht hat.

Demnach boomen Städtereisen weiterhin und auch Strand- und Badeurlaube legten deutlicher zu als in 2016. Das Wachstum bei Fernreisen aus Europa ist jedoch unterdurchschnittlich, was unter anderem auf einen Rückgang an Reisen in die USA aus einigen europäischen Quellmärkten zurückzuführen ist. Der Blick auf das kommende Jahr ist ebenfalls positiv.

Gemäß der Zahlen des World Travel Monitors, erhoben von IPK International, legten Auslandsreisen bei Europäern um insgesamt 5,5 Prozent innerhalb der ersten acht Monate dieses Jahres zu. Damit übertreffen die Ergebnisse den dreiprozentigen Anstieg im Jahr 2016 ebenso wie das für 2017 prognostizierte Wachstum von vier Prozent. Europa bleibe damit einer der stärksten Treiber für das weltweite Reisewachstum, so Rolf Freitag, CEO von IPK International.

Der Quellmarkt, der in diesem Jahr am meisten herausstach, war Russland, wo Auslandsreisen gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2016 um 18 Prozent zulegten. Weitere wachstumsstarke Auslandsreisemärkte waren unter anderem Polen, die Niederlande sowie Frankreich.

Was die Wahl der Reiseziele angeht, blieben die Europäer auch in diesem Jahr erneut gerne relativ nah an ihren Heimatländern und sorgten somit für einen sechsprozentigen Anstieg von Reisen in Destinationen innerhalb des eigenen Kontinents, so die Ergebnisse des World Travel Monitors. Betrachtet man die Fernreisen von Europäern, setzte sich der Trend aus dem Vorjahr fort. Reisen in Richtung Asien verzeichneten einen dreiprozentigen Anstieg, während Reisen nach Amerika – inklusive der USA – um drei Prozent zurückgingen. Laut IPK Consultant Madeleine Bullinger könnte dies den sogenannten Trump-Effekt widerspiegeln, der dazu führe, dass einige europäische Quellmärkte von Besuchen in den USA zunehmend absehen.

In puncto Beweggrund für Auslandsreisen stieg die Anzahl von Urlaubsreisen der Europäer um sechs Prozentpunkte, ein deutliches Plus gegenüber den zwei Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Reisenden zog es insbesondere zurück an die Strände – mit sieben Prozent Zuwachs legten Strand- und Badeurlaube kräftig zu – verglichen mit einer Stagnation in 2016. Städtereisen präsentierten sich ebenfalls sehr beliebt mit einem stolzen Zuwachs von 20 Prozent verglichen mit einem Plus von 15 Prozent im Jahr davor. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Reise legten um vier Prozent auf 945 Euro zu.

Was die Reisen nach Europa betrifft, konnten viele Destinationen in der Region mehr internationale Besucher begrüßen, so die Zahlen des World Travel Monitors. Top-Destinationen mit Wachstumsraten über dem europäischen Durchschnitt umfassen dabei Länder wie etwa Island, die Niederlande, Bulgarien, Spanien, Portugal oder Kroatien.

Die positive Entwicklung spiegelt sich in den jüngsten Zahlen der Welttourismus Organisation UNWTO wider, die mit acht Prozent einen starken Anstieg internationaler Ankünfte in Europas Ländern zwischen Januar und August zeigt. Der Zuwachs in diesem Jahr liegt demnach deutlich über denen der letzten Jahre. Reisende aus dem Ausland wendeten sich wieder stark dem südlichen bzw. mediterranen Europa zu, belegt durch einen Anstieg von zwölf Prozent, gefolgt von Westeuropa mit einer Zuwachsrate von sieben Prozent, nachdem diese 2016 deutlich darunter lagen. Für Nordeuropa legten die Ankünfte um sechs Prozent zu – Zentral- und Osteuropa konnten in den ersten acht Monaten um vier Prozent wachsen.

Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel & Logistics bei der Messe Berlin:

Europa kann bisher eindeutig auf ein gutes Jahr zurückblicken, was Reisen und Tourismus angeht. Europäische Auslandreisen haben bisher sogar die ursprünglichen Prognosen deutlich übertroffen und Reisende unternahmen insbesondere mehr Städtereisen und Strandurlaube. Dies verheißt gute Prognosen für 2018.

Mit Blick nach vorne prognostiziert IPK International, dass es 2018 einen Zuwachs bei Auslandsreisen aus Europa von vier Prozent geben wird. Besonders starkes Wachstum ist trotz des schwachen Pfunds mit sechs Prozent für Großbritannien zu erwarten, ebenso für Russland, was den Trend zum „Comeback“ in diesem Jahr untermauern würde. Eine positive Nachfrage sagt IPK International zudem für Belgien, Frankreich, die Niederlande, Norwegen sowie die Schweiz voraus. Gleichzeitig wird auch aus Deutschland, Europas größtem Outbound-Markt, ein solides Wachstum von zwei Prozent erwartet.

Die Prognosen wurden auf Grundlage des IPK World Travel Confidence Index erstellt, der jedes Jahr basierend auf den Aussagen von Umfrageteilnehmern zu deren Reiseabsichten für die kommenden zwölf Monate erstellt wird.

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