BCD Travel-Umfrage

Travel Manager waren für Krise gewappnet

Flugzeug_Geschäftsreisen(Bild: pexels.com)Obwohl die Beschränkungen rund um COVID-19 den Geschäftsreiseverkehr stark beeinträchtigen, fühlten sich die Reiseverantwortlichen in Unternehmen mehrheitlich vorbereitet, um auf die unmittelbaren Folgen der Pandemie reagieren zu können. Zu diesem Ergebnis kam eine kürzlich durchgeführte Studie von BCD Travel, einem Anbieter für Geschäftsreisemanagement, an der vom 06. bis zum 16. April 125 Travel Manager teilnahmen, die weltweit Geschäftsreiseprogramme betreuen.

Zwei Drittel der Befragten gab an, auf die Störungen vorbereitet gewesen zu sein, während nur 13% vom Gegenteil sprachen. 41% berichteten, dass alle Geschäftsreisen ihres Unternehmens wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt wurden. In den Betrieben der übrigen Teilnehmer finden lediglich unbedingt notwendige Dienstwege statt. Insgesamt wurden im März nur 6% der geplanten Geschäftsreisen unternommen, mehr als die Hälfte wurde storniert und ein Viertel durch virtuelle Meetings getauscht. Sechs von zehn der Befragten gehen davon aus, dass die Häufigkeit der Business-Trips generell abnehmen und die Anzahl der digitalen Treffen zunehmen wird.

  • 78% nehmen an, dass interne Besprechungen häufiger virtuell stattfinden werden
  • 57% nehmen an, dass externe Besprechungen häufiger virtuell stattfinden werden
  • 49% erwarten einen Anstieg der von virtuellen Konferenzen und Veranstaltungen

Bei der Frage nach der höchsten Priorität ihres Geschäftsreiseprogramms stuften 95% die Fürsorgepflicht als extrem wichtig oder sehr wichtig ein. Das sind acht Punkte mehr als bei einer im Januar 2020 durchgeführten Umfrage.

Laut Umfrage rechnen acht von zehn Personen damit, dass spätestens bis Q3 dieses Jahres wieder eine gewisse Anzahl von Geschäftsreisen stattfinden wird. Die Prognose, wann das Geschäftsreiseniveau von vor der Pandemie wieder erreicht sein wird, fällt jedoch vorsichtiger aus:

  • 62% erwarten, dass dies bis zum Ende des Jahres geschehen wird
  • 25% schätzen, dass dies bis Ende 2021 dauern wird
  • 10% glauben, dass es noch länger dauern wird

„Wenn Reiseverbote aufgehoben werden und Gesundheitsorganisationen ihre Reisewarnungen zurücknehmen, sind Unternehmen gefragt, die Sicherheit ihrer Reisenden zu gewährleisten“, erklärt Mike Janssen, Global Chief Operating Officer und Chief Commercial Officer bei BCD Travel. „Obwohl Firmen einen neuen Blick auf Strategien zur virtuellen Zusammenarbeit werfen werden, stellen Reisen weiterhin eine entscheidende Komponente zur Erreichung der Unternehmensziele dar. Beispielsweise um Produktionslinien und Rohmaterialien zu kontrollieren, um zu lehren und zu lernen, um Kundenbeziehungen zu pflegen und Geschäfte abzuschließen.“ Daher sollten Travel Manager schon jetzt darüber nachdenken, wie sie ihr Geschäftsreiseprogramm für zwingend erforderliche Reise verbessern können. Zu beachten sind hierbei Maßnahmen wie spezifische Reisehinweise, persönliche Schutzausrüstungen, zusätzliche Services wie etwa der Zugang zu einer Lounge, die Implementierung zusätzlicher Genehmigungen vor der Reise, Mitarbeiter-Tracking, In-App-Messaging, um Reisende auf dem Laufenden zu halten sowie die Anpassung des Kreditkartenlimits, falls Reisen anders verlaufen als geplant.

Hier geht’s zur Infografik der Umfrage.

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