Studie "Chefsache Business Travel" zeigt:

Nachhaltigkeit steht nicht an erster Stelle

Kompass zeigt in Richtung Nachhaltigkeit(Bild: © Robert Kneschke - Fotolia)

Weniger als die Hälfte der Firmen achtet in ihren Reiserichtlinien auf Nachhaltigkeit bei dienstlichen Trips, obwohl sie dem Großteil der Geschäftsreisenden wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kam die vom DRV initiierte Umfrage “Chefsache Business Travel 2018”. Außerdem ergab die Befragung, dass das Umweltbewusstsein auf Geschäftsreisen bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern.

Obwohl 81 Prozent der Studienteilnehmer aussagten, es sei wichtig, bei Dienstreisen auf die Umwelt zu achten, werde nur in 47 Prozent der Unternehmen immer oder zumindest meistens darauf geachtet. Firmen sollen das Thema in den Fokus rücken, indem sie ihre Mitarbeiter besser über umweltschonende Reisemöglichkeiten informierten, fordert Mark Tantz, Geschäftsführer DER Business Travel.

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Der Erhebung nach hätten Frauen ein stärkeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit als Männer: So hielten 86 Prozent der weiblichen Befragten die Nachhaltigkeit von Geschäftsreisen für wichtig, bei den Männern seien es lediglich 76 Prozent. Frauen nutzten außerdem den Zug häufiger als ihre männlichen Kollegen und am Zielort zudem häufiger öffentliche Verkehrsmittel, so die Studie. 58 Prozent der Frauen, aber nur 49 Prozent der Männer ziehen die Bahn dem Flugzeug vor.

Nach eigenen Angaben steigen nur 30 Prozent der Befragten häufig in öffentliche Verkehrsmittel, 44 Prozent nehmen lieber ein Taxi. Die Nutzung von Leihfahrrädern bleibt allgemein eher die Ausnahme. Nur sieben Prozent der Befragten nutzten diese Möglichkeit.

Bei der Wahl der Unterkunft, des Restaurants oder des Reisedienstleisters spielt Nachhaltigkeit ebenfalls eine eher untergeordnete Rolle. Ein knappes Drittel der Teilnehmer achtet darauf, umweltfreundliche Angebote auszuwählen. Befragt wurden im Rahmen der Studie “Chefsache Business Travel”, 100 regelmäßig reisende Geschäftsführer, sowie 102 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern über ein Online-Panel.

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