Flüchtlingskrise

Auswirkungen für den Tourismus in Europa

Weltreise

Die Flüchtlingskrise wirkt sich negativ auf den europäischen Tourismus aus. Das ist das Ergebnis einer online Umfrage unter 164 Entscheidern der Reiseindustrie durch den Travel Industry Club zum Start der Reisemesse ITB-Berlin. Trotzdem erwartet die Manager insgesamt auch für 2016 erneut ein “gutes Jahr” für die Branche.

67 Prozent der befragten Manager sind der Meinung, der europäische Kontinent werde aufgrund der weltweiten Berichterstattung über den Flüchtlingsstrom an Attraktivität verlieren. Gerade der Tourismus in den Ländern der sogenannten Balkanroute  – von Mazedonien über Serbien, Kroatien, Slowenien bis nach Österreich – und in der Türkei wird nach Meinung von rund 80 Prozent der Befragten leiden.

Besonders ausgeprägt ist die Haltung der Reiseindustrie gegen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb der EU. 75 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass eine solche Maßnahme den Tourismus innerhalb der EU hemmen würde. Welche Bedeutung das Thema Flüchtlingspolitik für die Reisebranche hat, wird außerdem in der Bewertung der aktuellen Situation durch die Branchenvertreter deutlich. So glauben 76 Prozent der zwischen dem  23. und 28. Februar 2016 befragten Manager, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik durchaus das Potenzial hat, “die Europäische Union zu zerstören”.

Positiv nehmen die Experten jedoch den Tourismus in Deutschland wahr: 59 Prozent der Befragten Manager sind der Meinung, dass sich die deutschen Bürger von der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion nicht verunsichern lassen und ins europäische Ausland verreisen werden. 77 Prozent gehen außerdem davon aus, dass der Deutschland-Tourismus von der aktuellen Situation überproportional profitieren wird, da so mancher Tourist seinen Urlaub im eigenen Land verbringen wird.

(via travelindustryclub.de)

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