Umfrage „Chefsache Business Travel 2018“

An- und Abreise bei Geschäftsanlässen werden zu einem Drittel produktiv genutzt

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Während der An- und Abreise sowie im Hotel setzen Geschäftsreisende ein Drittel ihrer Zeit für die Arbeit ein. Es könnte sogar noch mehr sein laut der aktuellen Umfrage „Chefsache Business Travel 2018“ des DRV (Deutscher Reiseverband).

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Der Umfrage zufolge sind gute Arbeitsbedingungen – wie etwa stabiles Internet und ein vernünftiger Arbeitsplatz – für jeden zweiten Geschäftsreisenden entscheidend, um unterwegs produktiv arbeiten zu können:

57% der Mitarbeiter zwischen 18 und 34 Jahren gaben an, dass die Ausstattung mit Technologien wie Reise-Apps und Laptops eine wichtige Rolle spiele. Wenn die technische Ausstattung und die Rahmenbedingungen stimmen, würden sie ihre Produktivität während der Reise im Vergleich zum derzeitigen Status um 3 Prozentpunkte steigern können, gaben sie in der Umfrage an. Gerade die Jüngeren glauben, dass gute Arbeitsbedingungen zu mehr produktiver Zeit führen: Sie schätzen, dass sie 43% ihrer Zeit im Zug oder im Flugzeug nutzen könnten – und im Hotel nochmal 40%.

Vorsicht: Augen und Ohren sind überall

„Bei aller Produktivität ist Vorsicht vor Datenklau und Spionage geboten. Viele Geschäftsreisende sind potenzielle Geheimnisträger, plaudern jedoch am Telefon im Großraumabteil unüberlegt brisante Informationen für die Konkurrenz aus oder lassen E-Mails mitlesen, die für Kriminelle unter Umständen von großem Interesse sind“, betont Christoph Zilt, General Manager bei FIRST Business Travel. Spezielle Blickschutzfolien für Laptops seien hier hilfreich. Besonders wichtig sei es allerdings, eine sichere Internetverbindung zu wählen. Das gelte nicht nur auf der Reise, sondern auch beim Umsteigen, auf der Messe oder im Hotel. Kostenlose Hotspots im öffentlichen Raum würden Risiken bergen, da sie oft nur recht einfach verschlüsselt seien. Spezialisten könnten so an berufliche und private Daten sowie Passwörter gelangen. „Einen Zugang für sichere und gekennzeichnete Hotspots zu kaufen, lohnt sich. Wer dennoch im offenen Hotspot surft, sollte in dieser Zeit keine Passwörter eingeben“, rät Zilt: „Ratsam ist zudem, die Bluetooth-Schnittstelle zu deaktivieren.“ Denn Kriminelle nutzen diese Option gern, um sich Zugang auf Smartphones zu verschaffen.

Niedrige Produktivität in den Umsteigezeiten

Ganze 33% glauben, dass die Auswahl spezieller Businesshotels mit optimalen Arbeitsbedingungen ihre Produktivität stark erhöht. Dieser Punkt wird von Geschäftsführern und Mitarbeitern, die häufiger auf Reisen sind, stärker bewertet. Hier in der Unterkunft sind die Arbeitsbedingungen bereits nah am Idealzustand und lassen sich nach Einschätzung der Befragten auch mit besserer Technik nur noch um einen Prozentpunkt steigern. Die größten Zugewinne an Produktivität lassen sich laut Umfrage zwischendurch erzielen. Die Umsteigezeiten sind dabei aus Sicht der Geschäftsreisenden bisher am wenigsten produktiv: Nur 17% der Zeit kann hier für effizientes Arbeiten genutzt werden, während es nach Ansicht der Befragten unter idealen Bedingungen 23% sein könnten. Kostenpflichtige Lounges, also Wartebereiche, in denen ungestört gearbeitet werden kann, sind eine Möglichkeit, diese Zeiten am Flughafen oder am Bahnhof zu überbrücken. Sie haben für 36% der Befragten einen sehr großen und für weitere 45% einen eher großen Nutzen. Vor allem für Geschäftsführer (47%) und Frauen (40%) ist der Mehrwert sehr hoch.

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