Produkt: events Magazin 04/2019
events Magazin 04/2019
Kongresse: Anziehungskraft steigern in der digitalen Welt +++ Destinationen: Neue Tourismus-Strategie für Wien +++ Messen: Interaktive Installationen auf dem Vormarsch +++ Virtual Reality: Digitale Klone machen Raumkonzepte erlebbar +++ Video-Walls: Technische Innovationen steigern die Wirkung
Von Social-Media-Walls bis hin zu riesigen LED-Flächen

Video Wall-Innovationen sorgen für Aufmerksamkeits-Plus bei Events

Just White 2017_Pierre Johne
Immer größer, immer besser, immer innovativer – so lassen sich die aktuellen Entwicklungen der LED-Videowände auf Festivals und Veranstaltungen beschreiben. (Bild: Pierre Johne)

Während vor wenigen Jahren klassische Bildübertragungen noch ausreichten, haben sich heute die Ansprüche verändert. Die Besucher wollen mehr Unterhaltung, mehr Inszenierung, und vor allem selbst Teil der Show sein. Wie reagiert die LED-Branche auf diese Entwicklungen und welche Trends werden die Event-Branche zukünftig beschäftigen?

In einem Alltag mit wachsender Informationsflut, Home-Entertainment und LED-Screens in jedem Wohnzimmer müssen Veranstaltungen den Besuchern immer mehr bieten, um deren Aufmerksamkeit zu erreichen und sie zu begeistern. Als Reaktion auf die veränderten Anforderungen bei Veranstaltungen bietet die LED-Branche eine Vielzahl an Innovationen: von Social-Media-Walls, über interaktive Tools bis hin zum Einsatz von mehreren tausend Quadratmetern LED-Fläche auf einer Veranstaltung. Die LED-Branche folgt dabei den aktuell größten Trends, die in ganz verschiedenen Branchen erkennbar sind: Digitalisierung und Individualisierung.

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Huawei LED-Cube München 2019
Der aufmerksamkeitsstarke LED-Cube besitzt vier bespielbare LED-Screen-Seiten. (Bild: Sandra Sommerkamp)

Nicht nur bei Events, sondern auch im Einzelhandel und im öffentlichen Raum spielen Digitalisierung und Individualisierung eine immer größere Rolle. Angefangen vom digitalen Schaufenster bis hin zur digitalen Litfaßsäule als temporäre Installation zur Steigerung von Attraktivität, Aufmerksamkeit und Kontaktgröße. Die digitale Bildfläche ist mittlerweile ein wichtiger Kommunikationsbaustein geworden.

Schaufensterinstalltion Wittwer Suttgart 2017
Digitale Schaufensterwerbung: Visuelles Highlight ist ein LED-Display mit 2,8 mm Pixel Pitch. (Bild: Marcel Katz | www.marcelkatz.de)

Multifunktionaler Einsatz von kleinen & großen Installationen

LED-Technologie lässt sich bei großen Veranstaltungen und Festivals nicht mehr wegdenken. Dabei werden die LED-Screens nicht mehr nur für die Bildübertragung, sondern auch für die Besucherinformation und Werbeeinspielungen genutzt. Was sich früher nur die großen Events leisten konnten, zeigt sich heute selbst bei kleinen Events mit kleineren Besucherzahlen als fester Bestandteil. Denn ob fünf qm oder 500 qm – für alle Anwendungsformen gibt es eine technische Lösung.

Eine weitere Entwicklung, insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen, zeigt die zunehmende Größe der eingesetzten LED-Flächen. Waren es vor einigen Jahren bei Festivals wie Rock am Ring noch zwei 40 qm große Screens an beiden Seiten der Bühne, werden heute bereits mehrere tausend Quadratmeter LED-Fläche bei Festivalbühnen und architektonischen Großfassaden eingesetzt. Der technologische Fortschritt im LED-Bereich und die immer günstigeren Mietpreise machen es möglich. Als Vorreiter der Branche setzt Screen Visions, Anbieter von LED-Lösungen aus Stuttgart, seit diesem Jahr die weltgrößte transportable LED-Videowand mit 144 qm auf Veranstaltungen ein, u. a. beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring. Die große Bildfläche ermöglicht den Besuchern ein noch besseres Live-Erlebnis.

Formel 1 Hockenheimring 2019
Die große LED-Bildfläche auf dem Hockenheimring ermöglichte den Besuchern ein noch besseres Live-Erlebnis vom Rennen. (Bild: Marcel Katz | www.marcelkatz.de)

Besseres Live-Erlebnis vom Rennen

Dennoch bringen immer größere LED-Flächen auch neue Herausforderungen mit sich: Neben dem Gerüstbau und den Anforderungen für fliegende Bauten an sich, nehmen auch die statischen Herausforderungen zu. Roger Rinke, Geschäftsführer von Screen Visions und seit 30 Jahren in der LED-Branche, erklärt:

„Es ist ein großer Unterschied, ob eine 20-qm-LED-Fläche oder eine mit 200 qm eingesetzt wird. Nicht jedes Material eignet sich gleichermaßen für unterschiedlich große Bildflächen. Je größer die Installation, umso mehr steigt die technische Verantwortung. Und die diversen Unfälle der Vergangenheit haben gezeigt, dass hier ein Handlungsbedarf besteht. Daher sollten qualifizierte und zertifizierte Befähigungsnachweise für Techniker und Qualitätsnachweise für Material zu einem verpflichtenden Standard in unserer Branche werden.“

Interaktive Einbindung der Besucher

Neben den Anforderungen an die Größe der LED-Wände verändern sich darüber hinaus die Anforderungen an die Inhalte auf den Screens: Individualisierung und Interaktion gewinnen bei innovativen Event-Formaten immer mehr an Bedeutung, der individuelle Besucher rückt immer mehr in den Fokus. Videowände eignen sich besonders gut, um auch bei großen Veranstaltungen mit den Besuchern zu interagieren und ihnen damit das Gefühl zu geben, das Event aktiv mitzugestalten. Ein gutes Beispiel für Interaktion bei Events ist der Viditower, den Screen Visions unter anderem auf der Silvester-Veranstaltung 2018/19 in Berlin einsetzte. Hier konnten die Besucher Bilder und selbst kreierte Texte an den Tower senden, die dann, neben weiteren Informationen rund um die Veranstaltung, gezeigt wurden. Das Ganze lässt sich erweitern hin zu noch mehr Interaktivität. Die Besucher können beispielsweise über APP-Steuerung Bildinhalte auf dem Viditower bestimmen, oder sich zu einem digitalen Spiel davor treffen, das mittels Bewegungsgestik gesteuert wird.

Die Zukunft digitaler LED-Flächen

Trends wie Digitalisierung und Individualisierung werden die Event-Branche auch in Zukunft weiter beschäftigen. Für die LED-Branche bedeutet das, dass sie sich auf neue und andere Formen der bisher klassischen Präsentationsformate einstellen und mit den heutigen verfügbaren Technologien kreative Vorschläge unterbreiten muss. Beispiele dafür finden wir bereits bei großen Messen, Konzerten und Shows. Zukünftig könnten aber auch bei kleineren Events digitale Flächen eine zunehmende Rolle spielen.

Produkt: events Magazin 04/2019
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Kongresse: Anziehungskraft steigern in der digitalen Welt +++ Destinationen: Neue Tourismus-Strategie für Wien +++ Messen: Interaktive Installationen auf dem Vormarsch +++ Virtual Reality: Digitale Klone machen Raumkonzepte erlebbar +++ Video-Walls: Technische Innovationen steigern die Wirkung

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