Produkt: events Magazine 01/2019
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Das bisher stärkste Jahr und große Zukunftspläne

Koelnmesse erzielte Rekordumsatz in 2019

Koelnmesse_Eingang Nord(Bild: Koelnemesse GmbH)Die Koelnmesse beendete das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von mehr als 400 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von über 30 Mio. Euro. Man hatte sich für 2019 Großes vorgenommen und viel erreicht, folgert Messechef Gerald Böse. Es ist also anzunehmen, dass die langfristig ausgelegte Konzernstrategie mit den Kernpunkten Internationalisierung, Digitalisierung und Standortentwicklung zum Erfolg maßgeblich beigetragen hat.

Mit dieser Zahl übertraf die Koelnmesse sogar das bis dato beste Jahresergebnis von 2017 um rund zwölf Prozent und lag damit über Plan. Seit 2009 war der Umsatz durchschnittlich um rund sechs Prozent gestiegen, was einer absoluten Umsatzsteigerung von ca. 170 Mio. Euro innerhalb dieses Zeitraums entspricht. In 2019 hatten sich nun sowohl das Auslandsgeschäft als auch die Gastveranstaltungen der Koelnmesse Ausstellungen GmbH deutlich besser entwickelt als erwartet.

Weitere Rekorde in 2019: Mitarbeiter & Aussteller

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Belegschaft der Koelnmesse wider: 2019 waren in Köln und den Tochtergesellschaften im Ausland 910 Mitarbeiter beschäftigt, über 100 mehr als im Vergleichsjahr 2017. Nach abgeschlossener Fusion wird die neue Tochtergesellschaft Koelncongress GmbH, ein Zusammenschluss aus der Koelnmesse Ausstellungen GmbH und der KölnKongress GmbH, weitere 130 Mitarbeiter ins Unternehmen einbringen. Insgesamt werden dann über 1.000 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt sein und davon allein 830 am Standort Köln. Durch die geplante gemeinsame Marktbearbeitung und die Bündelung der Vertriebsaktivitäten soll das Gastveranstaltungs- und Kongressgeschäft deutlich gestärkt werden.

An den weltweit 76 Messen und Ausstellungen in 2019 hatten sich rund 45.000 ausstellende Unternehmen aus 120 Ländern und ca. 2,3 Mio. Besucher aus 218 Staaten beteiligt. Hinzu kamen etwa 125.000 Kongress-Teilnehmer außerhalb der Messezeiten.

Deutliches Plus für internationales Geschäft

Die Koelnmesse konnte in 2019 ihr internationales Geschäft mit 25 Auslandsveranstaltungen weiter ausbauen, im Schnitt fand alle zwei Wochen eine Messe im Ausland statt. Im Vergleich zu 2018 stieg der Auslandsumsatz mit Messen, Ausstellungen und Beteiligungen um knapp zehn Prozent, im Vergleich zu 2017 sogar um über 35 Prozent und lag 2019 somit bei über 40 Mio. Euro. In Anbetracht der Vorjahre konnte man jedoch auch ein Umsatzplus von durchschnittlich sechs Prozent bei den Inlandsmessen feststellen.

Zukunftspläne

Im Fokus der kommenden Jahre stehe jetzt vor allem die Stärkung der vorhandenen und die Etablierung neuer Messen. Eine Aufgabe, der sich der neue Chief Operating Officer Oliver Frese annehmen wird. Er komplettiert seit Anfang Januar die Geschäftsführung der Koelnmesse. Auch möchte man das Thema Nachhaltigkeit weiter voranbringen und in 2020 verschiedene, bereits laufende Projekte strategisch zusammenführen. Wichtige Schritte sind u. a. das Streben nach Klimaneutralität und die Optimierung aller Verkehre mittels Digitalisierung als Beitrag zum Luftreinhalteplan der Stadt Köln. Auch soll es für alle Kunden ein emissionsreduzierendes Routing und einen Mobility Hub geben, der den Individualverkehr mit umweltfreundlichen Verkehrsträgern vernetzt. Mitte 2020 startet zudem ein digitales Slot-Management für die Logistik des Auf- und Abbauverkehrs. Die Koelnmesse versteht Nachhaltigkeit des Weiteren als integralen Bestandteil ihrer Bauprojekte. Weiterhin möchte das Messeunternehmen in den nächsten vier Jahren 50 Mio. Euro in die Digitalisierung stecken. Mit „Business-Matchmaking-as-a-Service“ erweitert man das Prinzip des Marktplatzes ins digitale Zeitalter. Für die ersten Messen startete ein neuer, responsiver Ticket-Shop, wodurch der Kartenkauf für Besucher deutlich intuitiver und moderner wird. Auf dem Messegelände wurden zusätzlich neue Screens des gemeinsam mit Samsung SDS ins Leben gerufenen Digital Signage in Betrieb genommen. Außerdem investierte die Koelnmesse mehrere Mio. Euro in die Erneuerung der WLAN-, LAN- und Telekommunikationstechnik auf dem Gelände.

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