So beeinflusst der Brexit die Incentive Industrie

Was bedeutet der Brexit für das Incentive Geschäft?

Brexit

Der Ausgang des Brexit-Referendums hat viel Unsicherheit bezüglich der langfristigen Auswirkungen auf das Incentive Reisegeschäft ausgelöst. Einige Mitglieder der Gesellschaft für Social Incentive Travel Excellence (SITE) haben zu den möglichen Perspektiven Stellung genommen und überlegt, wie der Brexit die Incentive Industrie zukünftig beeinflussen könnte.

„Wichtig ist, dass sich die Branche zunächst einmal ruhig verhält, um jede mögliche Auswirkung auf Incentive-Reisen und andere Geschäftsereignisse zu minimieren.“, warnt der ehemalige SITE-Präsident und Geschäftsführer der Spectra DMC mit Sitz in London. Er geht aber davon aus, dass Großbritannien weiterhin einen guten Weg zur Zusammenarbeit mit der EU und umgekehrt finden wird.

Travel-Experten sagen zudem voraus, dass sich die Buchungslage bei Reisen von Europa nach Großbritannien voraussichtlich nicht ändern wird, zumindest bis die Auflösung formell über die nächsten zwei Jahre ausgehandelt sein wird.

Im vergangenen Jahr konnte Großbritannien einen Anstieg der internationalen Besucher verzeichnen, vor allem aus den USA und Kanada. Branchenexperten gehen aufgrund von aktuellen Erhebungen davon aus, dass durch die Schwächung des Pfunds die internationalen Ankünfte steigen werden, da sich die Attraktivität und die Erschwinglichkeit des Landes im Vergleich zu anderen Destinationen erhöht hat.

Das Vereinigte Königreich ist ein bedeutender Quellmarkt für viele asiatische Länder und das Ergebnis des Referendums hat zweifellos auch ein Maß an Unsicherheit für den asiatischen Raum geschaffen, konstatiert SITE Präsident Rajeev Kohli, CIS. Die Bedenken beziehen sich auf eine mögliche Potentialverschiebung von britischen Outbound-Gruppen weg von den Langstreckenzielen aufgrund der starken Abwertung des Britischen Pfunds. Er geht aber auch davon aus, dass nach einer Phase der Anpassung britische Reisende und Incentive Gruppen wieder wie gewohnt Großbritannien ansteuern werden.

SITE Vorstandsmitglied Jennifer Glynn, Geschäftsführerin der Meeting Encore Ltd. in Kanada, sieht im Brexit die Chance, für einige Gruppen Incentive Programme aufgrund des Wechselkurses werthaltiger zu gestalten. Die Brexit-Entscheidung stelle nicht Londons Position als herausragendes Ziel für geschäftliche Anlässe in Frage. London sei eine der beliebtesten Städte der Welt für internationale Events mit einem großem kulturellen Angebot und hervorragenden Hotels und Locations.

Quelle: Pressemitteilung SITE (in Auszügen)

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte Sie auch interessieren: