Gastronomie und Tourismus schneiden am besten ab

Kunden erwarten mobil optimierte Homepages

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Nur etwa 40 Prozent der Webseiten von Restaurants und Unterkünften sind für mobile Endgeräte optimiert. Das hat eine neue Studie des Berliner Digitalunternehmens 7leads ergeben, das die Internetauftritte von 434 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auf Mobil-Freundlichkeit untersucht hat.

Demnach präsentieren sich über die Hälfte der Webseiten mit verschobenen Bildern oder zu kleinen Schriften – damit können die Seiten weder auf dem Smartphone noch auf dem Tablet richtig angezeigt werden. Das ist einerseits störend für den Seitenbesucher und andererseits schlecht für das Ranking in den Google-Suchergebnissen, da die Mobil-Freundlichkeit bereits seit zwei Jahren fester Bestandteil des Google-Algorithmus ist. Damit verschenkt der deutsche Mittelstand enormes Potenzial in der Neukundengewinnung.

Die Studie hat außerdem analysiert, dass die Mehrheit der Internetauftritte von Freelancern oder Agenturen auf Basis eines frei verfügbaren Content-Management-Systems wie Drupal, Typo3 oder WordPress erstellt wurde. Davon sind über die Hälfte nicht für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert. Einen klaren Vorteil haben KMU, die bei der Erstellung ihres Internetauftritts einen Homepage-Baukasten gewählt haben. Im Durchschnitt schnitten diese Webseiten um 22 Prozent besser ab, was die Faktoren mobile Nutzerfreundlichkeit, Ladezeiten und anpassungsfähiges Layout betrifft.

Branchenspezifische Unterschiede

Die Studie hat die Mobil-Freundlichkeit auch nach verschiedenen Branchen untersucht. Dabei zeigte sich, dass Webseiten von Restaurants und Unterkünften am besten abschneiden, wobei auch davon nur etwa 40 Prozent für mobile Endgeräte optimiert sind. Über die Hälfte der Internetauftritte aus den Branchen Medizin, Handwerk, Hausbau, Rechtsfragen und Automobil sind nur auf dem Computer darstellbar.

Die Studie zeigt, dass auch branchenübergreifend viele KMU dem Trend Mobile noch nicht gefolgt und ihre Webseiten nicht mobil optimiert sind. Eine Erklärung für das Ungleichgewicht zwischen den Branchen ist, dass Gastronomie- und Tourismusbetriebe stärker von Online-Reservierungen über mobile Endgeräte profitieren als die anderen Bereiche.

Dreiviertel der Internetnutzer kaufen auf mobil optimierten Webseiten

Die Mobil-Freundlichkeit von Webseiten wird nicht nur im Suchranking belohnt. Google hat bereits 2012 herausgefunden, dass 67 Prozent der mobil Surfenden eher bereit sind, die Dienstleistung oder das Produkt zu kaufen, wenn die Seite für das Smartphone oder Tablet optimiert wurde.

Kann der Internetauftritt nicht mobil dargestellt werden, wandern 81 Prozent zur Konkurrenz über. Das eruierte das Internetunternehmen Netbiscuits 2014. Damit entgehen dem Mittelstand – insbesondere im E-Commerce-Bereich – wichtige Kunden.

Die gesamte Studie können Sie sich hier kostenlos herunterladen.

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