Nach ersten Aufhebungen der COVID-19-Beschränkungen

HRS-Umfrage zeigt: Viele Unternehmen streben nach niedrigeren Hotelraten

Taschenrechner_Lupe_Geld(Bild: loufre - pixabay)HRS, der führende Anbieter von Hotellösungen im Bereich Geschäftsreisen, gab kürzlich die Ergebnisse seiner jüngsten Blitz-Umfrage unter Travel Managern und Einkaufsleitern bekannt. Vom 30. April bis zum 04. Mai wurde dabei das Verhältnis zwischen Hotels und Unternehmen mit verwalteten Reiseprogrammen in Hinblick auf das Wiederaufleben des Hotelbetriebs im Kontext von COVID-19 untersucht.

Laut HRS sehen 62 Prozent der Befragten für den Rest des Jahres 2020 und darüber hinaus die Möglichkeit, mit Hotels niedrigere Zimmerpreise und flexiblere Buchungskonditionen zu verhandeln. 51 Prozent gaben an, dass sie entsprechende Ausschreibungen unter Hotels starten werden, um dieses Ziel zu erreichen. Als Gegenleistung sei laut HRS eine große Mehrheit der Unternehmen bereit, sich zu langfristigen Vereinbarungen mit einer Laufzeit von 15 bis 18 Monaten bei den Hotels zu verpflichten. 81 Prozent der befragten Entscheider im Reisebereich würden auch so weit entgegenkommen, Verträge für den Rest des Jahres 2020 und das gesamte Kalenderjahr 2021 auszuhandeln. Jedoch gehen 58 Prozent der Studienteilnehmer davon aus, in Zukunft die Gesamtzahl der Hotelpartner zu reduzieren, um gleichzeitig bevorzugten Partnern ein höheres Volumen in Aussicht stellen zu können. 86 Prozent werden Hotels bevorzugen, die spezifische COVID-19-Hygienemaßnahmen getroffen bzw. überarbeitet haben.

Laut HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge durchlebe die gesamte Branche momentan eine harte Zeit, in der Zulieferer und andere Partner aufgrund von Entlassungen und Beurlaubungen unter Ressourcenengpässen litten. Die Führungskräfte im Einkauf hätten sich auf diese neue Realität eingestellt, würden jedoch auch von ihren Finanzvorständen beauftragt, Verträge neu und mit Fokus auf möglichst niedrige Kosten zu verhandeln und präzise Finanzpläne für die zweite Hälfte des Jahres 2020 zu entwickeln. Dies gelte insbesondere für Konzerne der Fortune 500 Unternehmen. „Sobald die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in den Hotels komplett umgesetzt werden, werden die Unternehmen ihren Mitarbeitern wieder die notwendigen Reisen zu Kunden und Interessenten genehmigen“, ergänzt Ragge und stellt fest: „Diese Umfrageergebnisse decken sich mit dem, was wir von Kunden aus allen Märkten und Branchen hören.“

Markt wandelt sich vom Verkäufer- zum Käufermarkt

Außerdem beobachte man, wie die Regeln eines dynamischen Marktes wirkten: „Hotels haben seit mehr als einem Jahrzehnt von einer hohen Auslastung und wachsenden Raten profitiert. Jetzt, wo Reiseströme zum Erliegen gekommen sind, sehen Reiseverantwortliche in Unternehmen zu Recht wieder Einsparmöglichkeiten.“ Der Markt wandele sich von einem Verkäufer- hin zu einem Käufermarkt und Geschäftsreisende seien gerade in diesen Zeiten eine gefragte Klientel, da sie in Kerndestinationen zu überschaubaren Distributionskosten eine gute Auslastung unter der Woche garantieren würden. Außerdem würde die inländische Nachfrage von Unternehmen auf dem Weg zur Erholung eine entscheidende Rolle spielen, so Ragge.

„Unternehmen sind bereit, ihre Reiseprogramme zu konsolidieren und den Anteil mit einzelnen strategischen Partnern zu erhöhen. Pro-aktive Hoteliers sollten jetzt diese Chance nutzen und können anschließend von steigenden Umsätzen sowohl bei Übernachtungen als auch im Bereich Meetings und Groups profitieren“, sagt Ragge. Schließlich beobachte man, wie erfahrene Einkaufsleiter sich unter diesen Marktbedingungen für Neuverhandlungen entschieden, um ihren Wert und den Wert des verwalteten Reiseprogramms zu demonstrieren. „Wie wir nach anderen Krisen in diesem Jahrhundert (9/11, SARS) gesehen haben, werden aggressive Online-Reisebüros (OTAs) Marktanteile ausbauen, indem sie die veralteten verhandelten Firmenraten unterbieten. Instinktiv vergleichen Reisende in Unternehmen mehr als zuvor die verschiedenen Raten und werden dazu verlockt, außerhalb des Reiseprogramms zu buchen. Es ist jetzt erfolgsentscheidend, dass Reiseverantwortliche mit den besten Raten ihre Reisenden im eigenen Programm halten, um ihrer Fürsorgepflicht nachkommen zu können“, so Ragge.

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