Ausbildungsneuordnung

Hotelberufe: Die Ausbildung wird sich verändern

Koch-Gastgewerbe-Ausbildung

„Vor allem die fortgeschrittene Digitalisierung, aber auch die moderne Küchentechnik, neue Richtlinien im Verbraucherschutz oder kulinarische Vorlieben der Gäste erfordern eine Aktualisierung unserer Ausbildungsordnung. Sie wird sich in vielen Bereichen verändern“, ist sich Sascha Dalig, Vice President Operations Franchise ibis Family Central Europe, sicher.

Er vertritt AccorHotels in einer Expertenkommission, die sich unter Federführung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA Bundesverband) aus Vertretern der Betriebe zusammensetzt.

“Wir wollen stark aufrüsten”

Für die Geschäftsführerin Berufsbildung des DEHOGA, Sandra Warden, stehen in den Hotelberufen vor allem Buchungssysteme, Revenue Management, Bewertungsportale und Vertrieb im Fokus:

Hier wollen wir stark aufrüsten. Bei den Köchen werden Kalkulation und Kostenkontrolle eine größere Rolle spielen. Die bestehende Ausbildungsordnung ist von 1998 – seitdem hat sich in der Branche vieles verändert. Nicht alles davon lässt sich in den ersten drei Jahren Erstausbildung vermitteln, aber was elementar ist für den Arbeitsalltag, müssen alle Fachkräfte lernen.

Das Hotel- und Gaststättengewerbe besteht aus den Berufsbildern Hotelfach, Hotelkaufmann, Restaurantfach, Koch, Systemgastronomie und der zweijährigen Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe.

“Der Bereich Social Media ist ein Riesenthema”

Sascha Dalig sieht eine große Herausforderung darin, die interdisziplinären Inhalte in die Abschlussprüfung einfließen zu lassen, da sich die digitalen Technologien rasant entwickeln.

Der Bereich Social Media hätte zum Beispiel vor wenigen Jahren noch gar keine Rolle gespielt, sei heute für die Branche aber ein Riesenthema.

Die nächsten Schritte bei der Ausbildungsneuordnung kündigt der gelernte Hotelfachmann für diesen Sommer an. Dann steht die Abstimmung mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) auf der Tagesordnung.

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