Halbjahresbilanz des Statistischen Bundesamts

Gastgewerbeumsatz wächst weiter

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Deutsche Restaurants und Hotels bleiben auf Wachstumskurs. Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, setzten Gastronomie und Hotellerie im ersten Halbjahr 2017 nominal 2,2 Prozent mehr um als in den ersten sechs Monaten 2016. Real bedeutete das ein Plus von 0,3 Prozent.

Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), erklärt:

Die stabile Konjunktur, die gute Arbeitsmarktsituation und die weiter niedrigen Zinsen kurbeln den privaten Konsum an. Die Reise- und Ausgehfreude der Menschen ist ungebrochen, das zeigen die Umsatz- und Übernachtungszahlen einmal mehr.

In der vergangenen Woche hatte das Statistische Bundesamt 205,1 Millionen Übernachtungen in den deutschen Beherbergungsbetrieben für das erste Halbjahr 2017 vermeldet – drei Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2016 und so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Man steuere, so Zöllick, auf das achte Rekordjahr in Folge für den Deutschlandtourismus zu und die Zeichen ständen bislang gut, dass sich dies auch im Umsatz widerspiegele.

Von Januar bis Juni setzten die Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Campingplätze 2,4 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum (preisbereinigt +0,7 Prozent). Die Gastronomen inkl. Caterern erwirtschafteten im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 2,1 Prozent (preisbereinigt +0,1 Prozent).

Auch in den Beschäftigtenzahlen schlägt sich die positive Umsatzentwicklung nieder: Im Mai gab es 1.058.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Dies bedeutete ein Plus von 3,5 Prozent bzw. 36.200 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat.

Der Relevanz des Gastgewerbes als Wirtschaftskraft und Arbeitgeber muss aus Sicht des DEHOGA künftig stärker mit politischer Wertschätzung und Korrekturen der politischen Rahmenbedingungen begegnet werden. Denn trotz steigender Gäste- und Umsatzzahlen wird der Unternehmerfrust größer.

Guido Zöllick:

Die bürokratischen Belastungen bringen viele Unternehmer an ihre Schmerzgrenze, steigende Kosten lassen die Erträge sinken und das starre Arbeitszeitgesetz verhindert notwendige, flexible Reaktionsmöglichkeiten im Betriebsalltag. Es ist höchste Zeit, dass von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umgestellt wird, der seit langem versprochene Bürokratieabbau sich endlich auch in der Praxis niederschlägt und Essen steuerlich gleichbehandelt wird!

Der DEHOGA bleibt bei seiner Umsatzprognose und geht für das Jahr 2017 von einem nominalen Plus im Gastgewerbe von zwei Prozent aus.

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