Sechstes Wachstumsjahr in Folge

Gastgewerbe: stärkstes Umsatzplus seit mehr als zwei Jahrzehnten

Restaurant

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erzielten die Betriebe des Gastgewerbes 2015 ein Umsatzplus von nominal 4,2 Prozent (real +1,7 Prozent). Das ist nicht nur das sechste Wachstumsjahr in Folge. Laut amtlicher Statistik ist das auch die höchste nominale Zuwachsrate seit 1994.

Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), ist sich sicher, dass die Branche von der stabilen Konjunktur und der guten Konsumstimmung profitiert. Die Zahlen seien erfreulich, doch steigende Umsätze seien noch kein Garant für bessere Betriebsergebnisse. Der Mindestlohn habe der Branche höhere Personalkosten, erhebliche bürokratische Mehrbelastungen und damit Ertragseinbußen beschert. Auch die starren Arbeitszeitvorschriften würden die Betriebe belasten.

Die Gastronomie verbuchte im vergangenen Jahr einen nominalen Umsatzanstieg von 4,0 Prozent (real +1,3 Prozent). Hier setzten sich die Caterer und sonstigen Verpflegungsdienstleister mit einem Umsatzplus von nominal 5,3 Prozent (real +3,4 Prozent) positiv vom Branchendurchschnitt ab. Der Umsatz in der Beherbergungsbranche kletterte um 4,3 Prozent nach oben (real +2,1 Prozent). Besonders stark legte das Gastgewerbe in den Sommermonaten Juni (nominal +7,5 Prozent) und Juli (nominal +6,2 Prozent) zu. Als Grund dafür nannte der DEHOGA insbesondere das schöne Sommerwetter.

Auch der Aufwärtstrend bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung setzte sich fort: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben die gastgewerblichen Betriebe 61.300 Menschen mehr beschäftigt (Stand November 2015) als im Vorjahreszeitraum. Das ist ein Plus von 6,7 Prozent. Im September 2015 hatte die Branche mit 1.013.300 Beschäftigten erstmals die Millionengrenze durchbrochen und ein historisches Allzeithoch erreicht.

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