Stabiles Wintergeschäft erwartet

DEHOGA-Konjunkturumfrage Herbst 2016

Hotel

Gastronomie und Hotellerie ziehen ein grundsätzlich positives Fazit der Sommersaison 2016. Auch die Geschäftserwartungen beurteilt die Branche optimistisch. Das belegen die Zahlen der DEHOGA-Konjunkturumfrage 2016.

Die positiven Ergebnisse spiegeln auch die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider. Danach setzten die Betriebe im Gastgewerbe von Januar bis September nominal 3,3 Prozent mehr um (real 1,2 Prozent). Der DEHOGA Bundesverband hatte für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzplus von 2,5 Prozent prognostiziert. Für Frust in der Branche sorgen dennoch die stetig steigenden Betriebskosten, bürokratische Auflagen und Dokumentationspflichten sowie das starre Arbeitszeitgesetz. So sind trotz steigender Umsätze die Erträge bei 41,0 Prozent der gastronomischen Betriebe gesunken.

Geschäftslage Sommer
Die Mehrheit der Gastronomen blickt trotz des eher durchschnittlichen Wetters grundsätzlich positiv auf den Sommer 2016 zurück. Wichtigster Impulsgeber hierfür war weiterhin die Konsumfreude der Deutschen. Die Hotellerie bewertet ihre Geschäftslage zudem positiver als in der Vorjahressaison. So berichten 68,6 Prozent (Vorjahr 61,2 Prozent) der Befragten von einer guten und 26,1 Prozent (Vorjahr 31,2 Prozent) von einer befriedigenden Geschäftslage. 80,7 Prozent (Vorjahr 77,9 Prozent) der Betriebe konnten ihren Umsatz außerdem erhöhen bzw. stabil halten.

Geschäftserwartungen
Insgesamt prognostizieren 43,5 Prozent (Vorjahr 37,8 Prozent) der Befragten in der Gastronomie für den Winter 2016/17 bessere Geschäfte. 12,9 Prozent (Vorjahr 15,1 Prozent) erwarten schlechtere Geschäfte. Wachstumsimpulse erhoffen sich die Betriebe durch ein gutes Weihnachts- und Jahresendgeschäft.

Die Erwartungen der Hotellerie hinsichtlich der Geschäftsentwicklung für den Winter 2016/17 gestalten sich deutlich besser als im Vorjahr. 43,3 Prozent (Vorjahr 34,3 Prozent) der Befragten erwarten bessere Geschäfte. Lediglich 15,1 Prozent (Vorjahr 15,0 Prozent) gehen von schlechteren Geschäften aus.

Größte Herausforderungen
Die Mitarbeitergewinnung steht für rund 60 Prozent der Unternehmer in Gastronomie und Hotellerie an vorderster Stelle bei den Problemfeldern, gefolgt von der bürokratischen Arbeitszeitdokumentation und steigenden Betriebskosten mit deutlich mehr als 40 Prozent.

Die ausführliche Konjunkturumfrage finden Sie hier.


DEHOGA-Konjunkturumfrage: Grundlage sind Antworten von 3000 Hoteliers und Gastronomen in ganz Deutschland. Die Beurteilung der Konjunkturentwicklung bezieht sich auf die Geschäftslage im Zeitraum April bis September 2016 sowie die Geschäftserwartungen für die Monate Oktober 2016 bis März 2017. Die Daten wurden im Zeitraum vom 12. September bis 14. Oktober 2016 erhoben.

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