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„Letzte Chance für die Veranstaltungswirtschaft“

VPLT fordert Hilfsfonds für Veranstaltungsbranche

Ausrufezeichen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier möchte einem Eckpunktepapier zufolge mittelständische Betriebe in den kommenden Monaten mit einer “Überbrückungshilfe” noch stärker in der Krise unterstützen. Dem Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e. V. (VPLT) liegen inzwischen die Details des Programms vor. Nach intensiven Gesprächen mit unterschiedlichen Ministerien auf Landes- und Bundesebene richtet er jetzt erneut seine, nochmals überarbeiteten Forderungen an die Bundesregierung.

Die Politik sehe, so der VPLT, in ihren Eckpunkten vor, fortlaufende fixe Betriebskosten einschließlich des unabdingbaren Personalaufwands (insbesondere für krisenbedingte Stornierungstätigkeit) für KMU aus allen Wirtschaftsbereichen bis zu 80 Prozent zu übernehmen. Dabei würden allerdings nicht die Unternehmerlöhne berücksichtigt. Auch würden die Maßnahmen nicht auf die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige fokussiert und die Regierung differenziere ebenfalls nicht zwischen Unternehmen im produzierenden Gewerbe und Dienstleistern.

Der VPLT bemängelt auch, dass die Regierung keine Prognose für das Wiederhochfahren der Veranstaltungswirtschaft wage, aber von den betroffenen Unternehmen erwarte, Risiken wie Kredite auf sich zu nehmen, damit sie beim Neustart schnell Kapazitäten und Fachkräfte zur Verfügung stellen können. Die Branche verdiene jedoch als einer der größten Wirtschaftszweige eine echte Chance und daher fordere man einen sofortigen Hilfsfonds, um die Kapazitäten tatsächlich zu erhalten.

Wenn die Veranstaltungswirtschaft auch nach der Coronakrise in Deutschland noch existieren soll, müsse es zusätzlich zum Kurzarbeitergeld und KfW-Krediten demnach direkte Zahlungen an die Unternehmen geben. Andernfalls werde der gesamte Sektor – mit 65,979 Mrd. Euro BIP und 997.000 Arbeitsplätzen – unweigerlich bis Ende 2020 in die Insolvenz gehen. Außerdem fordert der VPLT eine Erwerbsausfallverordnung für Selbstständige Einzelunternehmer/Solo-Selbstständige in der Branche, um deren Lebensunterhalt zu sichern.

Mehr Infos entnehmen Sie dem VPLT-Forderungspapier.

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