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Weltweite Reisewarnung soll aufgehoben werden

Urlaubs- & Geschäftsreisen ins EU-Ausland bald wieder möglich

Weltkugel(Bild: Valentin Antonucci - Pexels)Das Bundeskabinett hat beschlossen, die wegen der Corona-Pandemie geltende Reisewarnung ab dem 15. Juni wieder aufzuheben. Diese Regelung gelte für alle EU-Staaten sowie für Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Für diese Länder werde die Reisewarnung durch Reisehinweise ersetzt, die bei Bedarf jeweils tagesaktuell überarbeitet würden. Die Aufhebung richtet sich zwar in erster Linie an Urlauber, macht zudem aber auch Hoffnung für dienstlich motivierte Anlässe.

Voraussetzung für den Besuch anderer Nationen ist wohlbemerkt, dass dort keine Einreiseverbote und großflächigen Ausgangssperren gelten. Zugleich seien die Reisehinweise nicht als Einladung zu verstehen, so Außenminister Heiko Maas. Stattdessen könnten sie auch von Reisen abraten wie z. B. nach Großbritannien, wo auch über den 15. Juni hinaus für Einreisende eine 14-tägige Quarantäneregelung gelten soll. Auch müsse vermieden werden, dass eine Wiederaufnahme des Tourismus zu einer zweiten Infektionswelle führe, so Maas weiter. Auf keinen Fall würde es eine erneute Rückholaktion geben, sollten Touristen aufgrund von Veränderungen der Infektionslage im Ausland festsitzen. Bei unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen vor Ort gemäß der EU-Richtlinien und/oder einer gefährlichen Infektionsentwicklung wolle sich die Bundesregierung vorbehalten, wieder eine Reisewarnung auszusprechen. Bei Letzterem werde man sich nach der für Deutschland geltenden Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen orientieren.

Lichtblick für Touristiker

„Das ist ein richtiger und ganz wichtiger Schritt für die Reisenden und natürlich die Reisewirtschaft mit ihren hunderttausenden Beschäftigten“, freut sich Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), über den Kabinettsentschluss, der wieder ein Stück Planungssicherheit gebe. Nun könne der Motor für die Wiederaufnahme des Reisens anlaufen, denn auch der Neustart benötige eine gewisse Vorbereitungszeit. Natürlich habe die Gesundheit oberste Priorität und doch sei die Aufhebung der generellen Reisewarnung ein Lichtblick für die Unternehmen in der Touristik, die seit Monaten keine Einnahmen verzeichnen würden. Unter Beachtung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln könne der Tourismus für beliebte Urlaubsländer wieder starten, insofern die jeweiligen Länder ihre Einreisebestimmungen entsprechend einer sicheren Ein- und Ausreise angepasst hätten. Abhängig von den Infektionszahlen und der Aufstellung des Gesundheitssystems, könne es auch für beliebte Urlaubsregionen außerhalb Europas wieder zu Öffnungen kommen, so Fiebig weiter.

DRV kritisiert Konjunkturprogramm

Kritisch zeigt sich der DRV wiederum gegenüber des gestern beschlossenen Konjunkturpakets im Gesamtvolumen von 120 Mrd. Euro. Das branchenübergreifende Programm gelte zwar auch für Reisebüros, Reiseveranstalter und alle anderen Unternehmen der touristischen Wertschöpfungskette, reiche aber bei weitem nicht aus, um deren Überleben zu sichern, fasst Fiebig zusammen.


Einzelheiten zum Konjunkturpaket lesen Sie im Artikel „Ernüchterndes FAMAB-Statement zum Konjunkturpaket


Seine Kritik begründet Fiebig wie folgt: „Drei Monate Laufzeit sind zu kurz, die Krise der Reisewirtschaft wird im August definitiv nicht überwunden sein. Maximal 9.000 Euro für kleinere Unternehmen sind ein Tropfen auf den heißen Stein, maximal 50.000 Euro pro Monat für einen größeren Mittelständler nicht ausreichend. Darüber hinaus wird die Deckelung der insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel dazu führen, dass nur ein Teil der Anträge bedient werden kann.“

Besonders enttäuschend sei, dass das durch die notwendigen Stornierungen unverschuldet hervorgerufene Liquiditätsproblem nicht einmal adressiert werde. „Es hilft nicht, dem Ertrinkenden ein Glas Wasser zu reichen. Die politisch Verantwortlichen haben offenkundig noch immer nicht Ausmaß und Dramatik der Krise in der Reisewirtschaft verstanden“, erklärt Fiebig.

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