Produkt: Kostenloser Download: MICE ON WATER: Inspirationen für außergewöhnliche Erlebnisse
Kostenloser Download: MICE ON WATER: Inspirationen für außergewöhnliche Erlebnisse
Aus zahlreichen Kolumnen und Berichten hat events ein eBook erstellt als Inspiration und Leitfaden für MICE-Veranstaltungen auf Kreuzfahrtschiffen und Yachten.
Existenzbedrohung in der Reisebranche

Touristiker fordern staatliche Beihilfen in Coronazeiten

Airbus_Lufthansa
Auch die Lufthansa kann sich aus eigener Kraft nicht mehr finanzieren. (Bild: code83 - pixabay)

Touristiker und Reisende dürften mehr Geduld benötigen, denn die weltweite Reisewarnung gilt mindestens noch bis zum 14. Juni. Mit dieser Entscheidung folgte das Bundeskabinett einer Empfehlung des Auswärtigen Amtes. Auf diese Weise soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus minimiert und vermieden werden, dass deutsche Reisende erneut massenhaft im Ausland stranden. Durch die Grenzschließungen verschlimmert sich jedoch die existenzbedrohende Situation für die gesamte Reisebranche und wann Auslandsaufenthalte wieder möglich sind, bleibt offen. 

Laut Norbert Fiebig, Präsident Deutscher Reiserverband (DRV), sei das Geschäft der Reisebüros und Reiseveranstalter durch die staatliche Anordnung fast vollständig zum Erliegen gekommen. Mit der Verlängerung der weltweiten Reisewarnung auf Mitte Juni sei eine Besserung derzeit nicht in Sicht und vor Ende der Pfingstferien in Deutschland würden keine Auslandsreisen möglich sein. „Bis dahin hat die Reisewirtschaft Umsatzeinbußen in Höhe von mindestens 10,8 Mrd. Euro zu verkraften. Hinzu kommen die enormen Belastungen für die Branche durch die Rückabwicklung gebuchter Reisen“, erklärt Fiebig. Reisen ins Ausland seien das Rückgrat der deutschen Reisewirtschaft und sicherten hunderttausende Arbeitsplätze bei Reisebüros, Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften und vielen anderen Anbietern von Dienstleistungen im Bereich der Reise. „Damit dies auch so bleibt, brauchen wir dringend ein Soforthilfeprogramm“, fordert Fiebig. Zwei von drei Unternehmen der Branche seien nach eigenen Angaben bereits unmittelbar von der Insolvenz bedroht. „Wir müssen die überwiegend mittelständisch geprägte touristische Infrastruktur retten – die Politik kann nicht länger völlig tatenlos hinnehmen, wie Reisebüros und Reiseveranstalter ihre Existenz verlieren. Jetzt müssen endlich zielgenaue Hilfsprogramme mit nicht rückzahlbaren Beihilfen für das weggebrochene Geschäft her. Der Branche geht ansonsten ganz schnell die Luft aus“, folgert Fiebig.

Deutschlandtourismus hofft auf Rettungsschirm

Auch der Deutsche Tourismusverband (DTV) weist auf fehlende Perspektiven für den Inlandstourismus hin. Er fordert eine eigene TaskForce auf Bundesebene in Zusammenarbeit mit den Ländern und den Spitzenverbänden des Tourismus, um Konzepte und Standards zu erarbeiten. „Eine Abstimmung zwischen Bund und Ländern hätte schon längst erfolgen müssen. Für die gesamte Tourismusbranche mit ihren drei Mio. Beschäftigten besteht damit weiter enorme Unsicherheit“, so DTV- Geschäftsführer Norbert Kunz. Es müsse einen Fahrplan für den Neustart des Deutschlandtourismus geben und einen entsprechenden Rettungsschirm. Andernfalls stünden zahlreiche Akteure des Deutschlandtourismus bis zu den Sommerferien vor dem Aus.

„Es ist mittlerweile allen klar, dass der Sommerurlaub 2020 ganz anders aussehen wird, als wir uns das jemals vorgestellt haben“, so Kunz. In einem Perspektivpapier beschreibt der Verband, wie die erste Phase der Öffnung aussehen und wie man notwendige Abstands- und Hygienestandards u. a. in Hotels einhalten könnte. Auch für den MICE-Sektor sollten kleinere Tagungen unter bestimmten Voraussetzungen wie einer begrenzten Teilnehmerzahl, Abstandsregelungen und Hygienekonzepten wieder erlaubt sein.

Außenminister reagiert mit Vorsicht

Außenminister Heiko Maas warnte vor „Schnellschüssen“. Eine Aufhebung der weltweiten Reisewarnung sei erst dann möglich, wenn die Corona-Pandemie soweit unter Kontrolle sei, dass Einreise- und Quarantäneregeln gelockert werden könnten, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Klar sei jedoch auch, dass die Grenzen in Europa keinen Tag länger als nötig geschlossen bleiben dürften.

Produkt: events Jahresabonnement Digital
events Jahresabonnement Digital
Entdecken Sie das Fachmagazin events als digitale Ausgabe auf Ihrem Smartphone, Tablet und PC.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren