Interview

Thomas Wüthrich komplettiert neues Führungsduo bei MCI Deutschland

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MCI Deutschland
Das neue Geschäftsführer-Duo von MCI Deutschland: Thomas Wüthrich und Andreas Laube

MCI Deutschland fährt weiterhin auf der Erfolgsspur und verbessert Jahr für Jahr seine Performance. Rund sechs Prozent der bald 2.000 MCI-Mitarbeiter/innen rund um den Globus arbeiten an den vier Standorten Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München. Das langjährige Management-Team hat allen Grund stolz zu sein auf seine Arbeit und nun verdient kürzer zu treten. Nach Frank Wimmer, der MCI bereits im August letzten Jahres verließ, übergeben zum Jahresende auch Gunda Stickan und Gerrit Jessen ihre Geschäftsführungsposten an ein neues Führungsduo.

Andreas Laube, 54, seit 2007 Mitglied des Management- Boards für die Corporate Division von MCI Deutschland, war bereits zum Jahresbeginn in die Geschäftsführung berufen worden und führt nun einen zweiten MD ein, Thomas Wüthrich. Der 42-jährige Schweizer bringt lange MCI-Erfahrung mit, führte schon MCI Zürich und während der letzten fünf Jahre von Stockholm aus MCI Nordic Countries. Mit Wüthrichs Ankunft in Berlin geht ein lange geplanter Transitionsprozess zu Ende, mit dem MCI Deutschland sich bestens für die Zukunft gerüstet sieht. Kurz vor Wüthrichs Amtsantritt an der Spree spricht events mit dem neuen Führungsduo über seine ambitionierten Ziele und Ideen.

 

events: Wer sind Sie?

Thomas Wüthrich: Ein Kind aus den Bergen, das aufgebrochen ist, die Welt zu entdecken. Sei es während der langen Jahre in Zürich, auch als Swissair-Flugbegleiter, oder danach in Belgien und Schweden. Ein „gwundriger“ Mensch, der noch lange nicht am Ziel angekommen ist. Berlin kommt also gerade recht.

Andreas Laube: Was uns verbindet, ist die langjährige Zugehörigkeit zur MCI Group. Wir beide leben den internationalen Spirit, den Ehrgeiz, die Leidenschaft und den hohen Qualitätsanspruch, der MCI weltweit ausmacht. Im Headquarter und an den verschiedenen Standorten haben wir maßgeblich zum Wachstum der Gruppe beigetragen und dabei wichtige Lektionen gelernt. Das Beste aus geballten 40 Jahren Erfahrung wollen wir nun gemeinsam in die Weiterentwicklung von MCI Deutschland einbringen.

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events: Thomas Wüthrich, Sie bringen einen internationalen Background mit. Wird dies Auswirkungen auf den Führungsstil oder die zukünftige Ausrichtung von MCI Deutschland haben?

Thomas Wüthrich: Die MCIGruppe mit Hauptsitz in Genf ist ein globales Unternehmen und entsprechend wird untereinander kommuniziert. Daher werden auch Gruppenberichte und strategische Papiere nicht nur in Genf, sondern auch in Zürich oder Stockholm in englischer Sprache produziert. In Deutschland ist das in dieser Konsequenz noch nicht der Fall. Globale Unternehmen müssen aber global denken und vorgehen, gerade auch im direkten Kundenkontakt. Daher ist es ein klares Ziel von mir, unsere Organisation internationaler zu machen. Zum Nutzen unserer Kundschaft, zu der viele internationale oder global agierende Konzerne gehören.

Andreas Laube: Für das Genfer Headquarter verantworte ich bereits seit 2009 das strategische Account- Management für wichtige internationale Kunden aus dem Bereich ICT und Energy. Durch den Ausbau internationaler Accounts treibe ich die internationale Ausrichtung von MCI Deutschland persönlich gezielt voran. Hierin liegen große Chancen, denn welche Agentur kann schon von sich behaupten, im Bedarfsfall lokales Know-how in nahezu allen wichtigen Veranstaltungsorten der Welt anbieten zu können?

Zitat-Laube

events: Jetzt kommt es bei MCI Deutschland also zu einem Führungswechsel; von einem 3er-Management zu einem Führungsduo. Das dürfte schon anspruchsvoll werden, nicht wahr?

Andreas Laube: Der Führungswechsel wurde langfristig geplant und strategisch vorbereitet. Seit meinem Einstieg in die Geschäftsführung habe ich in enger Abstimmung mit Thomas und gemeinsam mit den scheidenden Geschäftsführern wesentliche Schritte unternommen und wichtige Weichen gestellt, damit der Führungswechsel reibungslos und erfolgreich verläuft: In unserer für MCI Deutschland entwickelten „Vision 2020“ haben wir gemeinsam mit der gesamten Management-Ebene ambitionierte Maßnahmen und Ziele defi niert, um den Wachstumstrend der Agentur bis Ende 2020 kontinuierlich fortzusetzen und die Positionierung von MCI Deutschland als Innovationstreiber unter den größten deutschen Agenturen für Live Communication zu festigen.

Thomas Wüthrich: Die dreiköpfi ge Führung war gewissermaßen ein Relikt aus der Historie von MCI Deutschland: Alle drei scheidenden Geschäftsführer haben vor Jahren ihre eigenen Unternehmen mit den Spezialausrichtungen „Meetings & Events“, „HealthCare“ und „Verbände & Kongresse“ in die Agentur eingebracht. Die Trennung dieser Spezial-Units ist nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr wollen wir positive Synergieeffekte, die sich aus dem einzigartig breiten Service-Portfolio von MCI Deutschland ergeben, systematisch zum Nutzen unserer Kunden einsetzen. Dafür gilt es die Trennung der Units noch mehr aufzubrechen und eine stärkere Zusammenarbeit, Vernetzung und interdisziplinäre Nutzung des vorhandenen Know-hows und Spezialwissens zu erzielen. Das Stichwort lautet „One MCI“ – national wie international.

Daten-MCI

events: MCI Deutschland besteht also aus drei fast unabhängig voneinander arbeitenden Abteilungen an vier Standorten in Deutschland. Funktioniert das?

Andreas Laube: Was die drei Pfeiler Gesundheitswesen, Firmenveranstaltungen und Kongresse betrifft, so ist diese Kombination ein klares Alleinstellungsmerkmal (USP) unseres Unternehmens. HealthCare und Verbandswesen sind im Gegensatz zum Corporate-Sektor zwar recht konservative Geschäftsfelder, dafür aber stabil und mit langfristiger Planungssicherheit. In Summe verfügen wir bei MCI Deutschland über ein breites Portfolio an Expertisen, die wir zum maximalen Nutzen unserer Kunden einsetzen können – verstärkt auch interdisziplinär und standortübergreifend. Darüber hinaus gibt es innerhalb der Gruppe herausragende Industryund Subject Matter Experts, auf die wir gezielt zugreifen, um Mehrwerte für unsere Kunden zu erzielen, etwa in den Bereichen Sustainability oder ICT.

Thomas Wüthrich: Gleichsam, und das ist kein Widerspruch zur Globalisierung, müssen wir möglichst nahe beim Kunden sein. Sei es in der Nähe der Autoindustrie und des Maschinenbaus rund um Stuttgart und München, oder bei den Gesundheitsfirmen im Großraum München und Düsseldorf. Wo genau der Einzelne unserer rund 180 Mitarbeiter/ innen effektiv sitzt, ist uns weniger wichtig; die Arbeitsplatzkonzeption ist im vollen Umbau und absolute Flexibilität ist geboten. Was wir bei MCI Deutschland aber optimieren wollen, ist das maximale Nutzen unserer eigenen Kapazitäten. Unsere drei Geschäftsbereiche arbeiteten früher autonom – das zu ändern und eine stärkere Vernetzung zu erreichen, ist eines unserer wichtigsten Ziele. Damit wir bei MCI nicht nur schneller „cross-selling“ anbieten können, sondern auch bewusster „cross-operation“. Das heißt, intern von Büro zu Büro oder von Fachgebiet zu Fachgebiet, austauschen, mithelfen, zusammen arbeiten. Flexibilität, Geschwindigkeit und vielleicht sogar Rotation. Und das bedeutet auch, bei Aufträgen die internen Möglichkeiten zu maximieren und externe Unterstützung (zum Beispiel Freelance-Mitarbeiter/innen) zu minimieren.

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