„Nicht schon wieder!“

So vermeiden Sie Verdruss über Teambuildings und Strategietage

Teamwork-Teambuilding-gemeinsam-Gruppe-zusammenarbeiten-büro-business(Bild: Pexels)

In der Theorie sorgen Teambuildings und Strategietage, die Kollegen in ungezwungener Atmosphäre zusammenbringen, für nachhaltige Effizienzsteigerungen im Unternehmensalltag. In der Praxis sehen viele Mitarbeiter jedoch den Nutzen dieser Veranstaltungen nicht und empfinden sie eher als Belastung – das muss nicht sein. Ian Sanders von der Financial Times/IE Business School Corporate Learning Alliance erklärt, wie Teambuildings und Strategie-Workshops gelingen.

Kommt es im Büroalltag immer wieder zu Spannungen unter Kollegen, leidet das ganze Team darunter. Immer mehr Unternehmen nutzen daher Teambuildings, um, so die Idee, ihre Mitarbeiter außerhalb der gewohnten Umgebung näher zusammenzubringen und Konflikte aus dem Weg zu räumen. Oft fehlt bei solchen Veranstaltungen jedoch eine klare Zielsetzung und Mitarbeiter empfinden das Off-Site Meeting eher als Zwangsveranstaltung, das Zeit kostet, aber keinen bleibenden Nutzen stiftet.

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Ian Sanders merkt an:

„Zu erfolgreichen Teambildungstagen gehören mehr als irgendwelche Workshops in einem Hotel bei kostenlosen alkoholischen Getränken. Richtig organisiert können Team-Exkursionen zum Teamgefühl beitragen, Konflikte lösen und die Motivation steigern. Sie bieten Gelegenheit zur Reflektion der eigenen Leistung und Standortbestimmung auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel. […] Gelungene Teambildungstage vertiefen das gegenseitige Verständnis unter Kollegen und liefern die Grundlage für ein dauerhaft vertrauensvolles Arbeitsverhältnis. Voraussetzung dafür ist die sorgfältige inhaltliche Vorbereitung, einschließlich einer klaren Zielsetzung und der Kommunikation dieser Ziele an die Teilnehmer – bevor es losgeht.“

Diese Checkliste hilft bei der Planung und Durchführung erfolgreicher Teambuildings und Strategietage:

Ein klar formuliertes Ziel – vor dem Beginn des Events

Geht es darum, die Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie auszurichten? Oder stehen Kennenlernen, Mannschaftsgeist und Feierlichkeiten im Mittelpunkt? Ersteres empfiehlt sich für Unternehmen, die grundlegende Veränderungen durchmachen, letzteres für Teambuildings oder als Dankeschön für gemeinsame Erfolge. In jedem Fall: Vor der Anreise sollte jedem Teilnehmer das Ziel unmissverständlich klar sein.

Der richtige Veranstaltungsort

Wird der Teambildungstag in der gewohnten Büroumgebung durchgeführt, fühlt sich die gut gemeinte Initiative schnell nach Überstunden an. Daher sollte wenigstens ein Hotel oder Landgasthof als neutraler Ort ohne Ablenkungen für die Veranstaltung genutzt werden. Es gibt aber auch wesentlich kreativere Locations, die gleich passende Rahmenprogramme mit anbieten. Hier finden Sie eine Liste mit Inspirationen.

Genug Raum für Freizeit und Kennenlernen

Ein Teambuilding ist kein Fachkongress. Daher das Programm nicht mit Gastrednern und Seminaren überladen, sondern Zeit für Spiel, Sport und Kennenlernen lassen. Und mit dem Alkohol bis zum Abendessen warten.

Aufenthalt über Nacht

Wenn die Teilnehmer nicht am gleichen Tag abreisen müssen, entspannt sich der Zeitplan. Es bleibt mehr Gelegenheit zum Kennenlernen und beim gemeinsamen Abendessen können auch mal harte Brocken durchgekaut werden.

Bestandsaufnahme vor der Abreise

Damit die Lernerfahrungen des gemeinsamen Ausflugs den Weg zurück in den Alltag schaffen, unbedingt die Ergebnisse festhalten, und zwar so, dass sie gleich danach im Büro als klare Aufgabenbeschreibung und To-Do-Liste eingesetzt werden können.

Ein Blick von außen

Gastredner bringen neue Perspektiven in die Diskussionsrunde und sehen Probleme mit anderen Augen. Wenn die Diskussion stockt, sorgen Motivationstrainer für frischen Wind. Und wer Kunden einlädt, zeigt seinen Mitarbeitern die Customer Experience aus erster Hand.

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