Kulturelle Integration von hoher Bedeutung

So unterstützt Live-Kommunikation bei Fusionen und Übernahmen

Handschlag-Business-Deal-Vertrag-Vereinbarung(Bild: Pexels)

Das M&A-Geschäft läuft in diesem Jahr so schwungvoll wie noch nie: In der ersten Jahreshälfte 2018 ist das Volumen der Fusionen und Übernahmen (M&A) auf weltweit 2,5 Billionen Dollar gewachsen. Dabei kann die Bedeutung der kulturellen Integration als ein entscheidender Faktor für gelungene M&A-Prozesse angesehen werden. Durch persönliche Kommunikation im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungsformaten erhöhen Firmen die Chance auf erfolgreiche Fusionen deutlich, ist sich René Proske, Geschäftsführer der Eventagentur Proske GmbH, sicher.

„Mit Fusionen sind für Unternehmen große Chancen verbunden – gleichzeitig aber auch erhebliche Risiken: Durch Probleme bei der Zusammenführung drohen finanzielle Einbußen. Studien unterstreichen die Bedeutung einer starken Führungskultur. Mit dem gezielten Einsatz von Meetings und Veranstaltungen wird eine Grundlage für Vertrauen geschaffen“, betont Proske.

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Nach seiner Einschätzung kann eine Fusion ökonomisch nur erfolgreich sein, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter beider Seiten den Change mittragen. Dies können Firmen durch transparente und persönliche Kommunikation erheblich unterstützen. Unterstrichen wird dies durch die Studie „M&A Integration: Choreographing great performance” von PWC: Demnach tragen Unternehmen der Bedeutung von Integration heute Rechnung und der Fokus wird wesentlich früher als bislang auf die kulturelle Zusammenführung gelegt.

Für eine erfolgreiche Fusion im Hinblick auf die Unternehmenskultur gibt Proske folgende Empfehlungen:

1. Integration ist Führungsaufgabe

Die Zusammenführung von zwei Unternehmen ist auf Top-Management-Ebene angesiedelt und bedarf einer starken Führung. Vorstand und Geschäftsführung sollten als Botschafter auftreten. Sie besuchen nach Möglichkeit alle neuen Standorte und erklären Pläne sowie Strategien vor Ort.

2. Kontakt und Austausch zu einem frühen Zeitpunkt

Intensive Kommunikation und Austausch sind entscheidend, um Informationen zu vermitteln und Synergien zu nutzen. Persönliche Treffen zwischen Mitarbeitern und Führungskräften aus beiden fusionierenden Unternehmen sollten daher im Rahmen von Events und Meetings so früh wie möglich organisiert werden. Es ist zu empfehlen, Mitarbeiter aktiv an Veränderungsprozessen zu beteiligen.

3. Live- und digitale Kommunikation verbinden

Unterschiedliche Kommunikationsformate greifen heute stark ineinander. Aus virtuellen Meetings und Konferenzen resultiert die Möglichkeit, ohne Reiseaufwand in Kontakt zu treten und Informationen auszutauschen. Darüber hinaus unterstützen Plattformen bei der Vernetzung und beim Austausch von Informationen. Diese können auch mit Veranstaltungen und Meetings kombiniert werden.

4. Dialog als Grundlage für Vertrauenskultur

Um eine Vertrauenskultur zu stärken, sollten Unternehmen einen Dialog mit Führungskräften und Mitarbeitern ermöglichen. Wenn der CEO auf einem Town Hall Meeting etwa Fragen live beantwortet und dabei auch auf mögliche Kritik eingeht, hilft das, Mitarbeiter für den Change zu motivieren.

5. Angepasste Geschwindigkeit und Durchführung von Erfolgskontrollen

Das Management zielt in der Regel auf zügige Prozesse im Zuge des Mergers ab. Tatsächlich ist jedoch häufig mehr Zeit erforderlich. Regelmäßige Erfolgskontrollen schaffen ein Verständnis für den Status quo und ermöglichen es, die Strategie für die Integration bei Bedarf anzupassen.

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