9 Fragen an Agnieszka Zwiefka

So tickt der Vorstand der Roadtrack AG

Agnieszka-Zwiefka

Für Agnieszka Zwiefka, alleiniger Vorstand der Roadtrack AG, einer Eventagentur, die Einzelveranstaltungen und komplexe Roadshows konzipiert und umsetzt, zählt vor allem der professionelle Anspruch. Lesen Sie hier das Kurzinterview mit ihr!

Agnieszka Zwiefka ist diplomierte Anglistin mit Fachrichtung BWL und der Fremdsprache Russisch, als sie 2003 bei der LocationCinema GmbH, der ersten Deutschen Spezialagentur für Veranstaltungen in Kinos, als Geschäftsführerin beginnt. Hier professionalisiert sie Firmen-Kino-Events und deren Abläufe auf deutschen und internationalen Märkten und holt damit für LocationCinema 2005 die Auszeichnung „Deutscher Servicepreis“. 2007 wird sie Mitgründerin der Roadtrack AG. Seit 2011 steht die gebürtige Breslauerin der Roadtrack AG als alleiniger Vorstand vor und fokussierte sich seither speziell auch auf die internationale Ausrichtung der Projekte.

1. Was war Ihr „schönstes“ Projekt?
Ich hoffe sehr, dass das „schönste Projekt“ noch vor mir liegt. Jedes Event ist besonders und die Kunden, mit denen man dabei zusammenarbeitet, ebenfalls. Für mich ist diese Konstellation sehr wichtig. Wir haben einmal eine private Geburtstagsfeier mit Heiratsantrag für zwei Jungverliebte ausgerichtet und waren dabei mit unserem ganzen Team sehr engagiert. Auch eine mehrtägige Konferenz für 60 internationale Gäste in Namibia mit privat konzipierter Safari und diversen Gourmet- Erlebnissen war eine besonders runde Sache. Oder eine Mitarbeiterfeier in einer Westernstadt mit „Entführung“, „Bankraub“ und verschiedenen Teamaufgaben. Am schönsten finde ich Veranstaltungen mit aktiven, sportlichen und integrativen Elementen. Diese Events und Erlebnisse bleiben oft allen unvergesslich – schließlich ist das das Ziel, was sich jeder Veranstalter erhofft. Für mich persönlich war unser firmeneigenes Incentive in New York definitiv eines der Highlights des letzten Jahres.

2. Was ist Ihre beste Location?
In unserer firmeneigenen Datenbank verwalten wir Tausende von etablierten, aber auch neuen Event-Locations, und es kommen ständig weitere dazu. Eine der besten Locations war für mich die Stadt Lingelcreek. Sie wurde naturgetreu einer Stadt in den USA nachgebaut und vom Verein mit viel Herzblut geführt. Hier konnten wir uns richtig bei der Veranstaltungsplanung austoben und unseren Ideen waren keine Grenzen gesetzt. Andererseits gibt es so viele tolle Locations, Deluxe-Kinos, Fabriken, Anwesen, Schlösser oder Boutique-Hotels. Für mich persönlich sind es aber eher die, die erst auf den zweiten Blick und mit der eigenen Vorstellungskraft für die Veranstaltung oder ein Erlebnis zu einer tollen Location oder Kulisse geschaffen werden.

3. Wo liegt die Destination Ihrer Träume?
Ich kann mich für jede Destination begeistern. Die meisten Menschen träumen von der Karibik, den Seychellen oder den Malediven. Es sind wunderschöne Flecken der Erde, keine Frage. Für mich braucht es etwas mehr – eine Fahrt, ähnlich wie die Reise des jungen Che, durch verschiedene Länder Südamerikas stünde da ziemlich an erster Stelle. Einen Trip nach Australien, Japan und Teile Russlands fände ich ebenfalls sehr attraktiv. Ich will nichts ausschließen.

4. Ihr Lieblingshotel?
Je nach Event – es gibt wunderbare Boutique-Hotels weltweit, die sich für kleinere Tagungen oder Seminare eignen. Aber
auch die größeren Häuser, wie etwa die „Pentahotels“ oder exklusive Traditionshäuser, wie etwa das „Louis C. Jacob“ in Hamburg, gehören zu meinen Top-Favoriten. Es kommt eben auf den Anlass an. Im November habe ich das Glück u. a. im „legendären“ Emirates Palace in Abu Dhabi zu wohnen, darauf freue ich mich schon.

5. Wer ist der Zulieferer Ihres Vertrauens?
Bei den Zulieferern ist uns nicht die Größe oder deren Name wichtig, sondern ihr professioneller Anspruch. Wir arbeiten eng mit einem vertrauenswürdigen Stab von Zulieferern, die wir je nach Event und deren Anforderungen anfragen.

6. Wie informieren Sie sich?
Ich gehe vor allem mit offenen Augen durchs Leben. Im Ernst, ich finde den Input z. B. auf FAM-Trips, Destinationsschulungen, Tourismusmessen, wie die IMEX Las Vegas oder ibtm world in Barcelona. Am spannendsten und intensivsten sind jedoch die persönliche Erfahrung und der Austausch mit meinem Team, Fachkollegen und Kunden.

7. Welche Idee möchten Sie verwirklichen?
Ich möchte gerne eine Roadshow auf allen Kontinenten machen. In Zeiten der Globalisierung dürfte das keine große Sache sein, sozusagen in 80 Tagen mit den Kunden um die Welt. Danach kann ich dann den wohlverdienten Ruhestand antreten …

8. Wie sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?
Im Jahr 2009 hätte ich mir nicht einmal vorstellen können, die alleinige und erfolgreiche Agenturinhaberin zu sein. Wir werden unsere Kompetenzen im Kinobereich, Tagungs- und Roadshowgeschäft sowie Ideen bei Messestand- Konzeption und -Design auf dem deutschsprachigen Raum weiterhin stärken, uns noch internationaler ausrichten und unser Portfolio weiterhin mit besonderen Leistungen ergänzen. Ich bin eine Verfechterin des gesunden Wachstums und einer soliden Basis. Die Kunden, die mit uns vor fünf Jahren zusammengearbeitet haben, können sich darauf verlassen, dass es unsere Agentur auch in fünf Jahren in der gewohnten Form für sie geben wird.

9. Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Ich liebe es zu reisen und aktiv zu sein und brauche ständig neue Impulse. Aber – es kann auch mal gemäßigter zugehen mit Golf- und Klavierspielen, Lesen, Freunde treffen oder einem Theaterbesuch.

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