Produkt: Kostenloser Download: Arbeitsschutz in Versammlungs- und Veranstaltungsstätten
Kostenloser Download: Arbeitsschutz in Versammlungs- und Veranstaltungsstätten
Ein Sicherheitskonzept muss Teilnehmer und Personal gleichermaßen schützen. Erfahren Sie, warum Eventsicherheit daher immer auch Arbeitssicherheit beinhaltet.
Wege aus der Krise

Positionspapier vom EVVC: So können stufenweise Veranstaltungen wieder hochfahren

Corona_Abstandsregeln(Bild: congerdesign - pixabay)Seit Mitte März 2020 beherrscht die Coronakrise unseren Alltag und die ganze Welt. Die Eventbranche ist zum Stillstand gekommen – mit gravierenden Auswirkungen. Um der Politik einen Lösungsweg zum Umgang mit Corona bei Veranstaltungen darzulegen, hat der EVVC – Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. – gemeinsam mit Experten der Veranstaltungsbranche und unter Federführung von EVVC-Kooperationsanwalt Volker Löhr ein Positionspapier erarbeitet, das Möglichkeiten für ein stufenweises Anfahren der Veranstaltungstätigkeit aufzeigt.

„Als Vertreter der Veranstaltungshäuser und Experten der Branche ist es an uns, der Politik Lösungen aufzuzeigen, wie ein Weg aus der Krise machbar und möglich ist, ohne die Gesundheit der Anwesenden zu gefährden“, so EVVC Präsidentin Ilona Jarabek. „Uns ist es wichtig, dass die neuen Regelungen einen einheitlichen Rahmen und damit Orientierung bieten, aber in den Ländern angepasst werden können und Einzelfallbetrachtungen zulassen. Eine bundeseinheitliche Lösung nach dem Prinzip „One fits all“ ist weder realistisch noch sinnvoll.“

Zu erwarten sei, so der EVVC, dass die Pandemie in Deutschland unterschiedlich und dynamisch verlaufen werde, so dass differenzierte Bewertungen und Anpassungen möglich sein müssten. Darauf gebe das vorliegende Positionspapier Antworten, indem die Häuser und Veranstalter selbst die Maßnahmen in ihrem Sicherheitskonzept verankern. Grundlage des Dokuments ist eine Anpassung der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen des Baurechts, die sich konkret in der Versammlungsstättenverordnung wiederfinden und in der Hoheit der Landesregierungen liegen.

Im ersten Schritt könnten geschäftliche Veranstaltungen, also Formate wie Meetings, Seminare, Tagungen und Ausstellungen im Bereich B2B, stattfinden. Sie seien i. d. R. sehr gut zu steuern, der Teilnehmerkreis sei nachvollziehbar. In einem zweiten Schritt sollen die Erfahrungen als Blaupause für öffentliche Veranstaltungen z. B. in den Bereichen Gesellschaft, Kultur und Sport dienen.

Weniger Besucher pro Quadratmeter, mehr Organisation

Um ohne Risiko für Besucher und Mitarbeiter wieder den Veranstaltungsbetrieb aufzunehmen, empfehlen die Experten eine stufenweise Bewertung der Risiken. Die zentralen Punkte des Positionspapiers lauten wie folgt:

  • die Reduzierung der Personendichte auf maximal 1 Person pro 4 m²
  • die Erhöhung der Abstände von Besucherplätzen auf mindestens 1,5 m in alle Richtungen
  • die Erweiterung der mobilen Gangbreiten von 1,2 m auf 2,4 m
  • die Einhaltung der einschlägigen Hygienemaßnahmen
  • ein qualifiziertes Einlass- und Auslassmanagement sowie entsprechende Besuchersteuerung

Messeplätze, Kongresshäuser, Kongresshotels, Multifunktions- und Stadthallen in Deutschland seien im internationalen Vergleich die modernsten und auf höchstem technischem Niveau, so der EVVC. Notwendige Hygienestandards könnten hier durchweg problemlos umgesetzt werden.

Veranstaltungshäuser als Katalysatoren zum Wiedererstarken des gesellschaftlichen Lebens

Veranstaltungen aller Art seien immer ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region und Garant zahlloser Arbeitsplätze. Umso wichtiger seien Veranstaltungshäuser für die Städte und Gemeinden. Über 80 % der EVVC-Häuser befänden sich in kommunaler Trägerschaft, viele hätten zum jetzigen Zeitpunkt bereits Kurzarbeit angemeldet. Nach aktuellen Umfragen unter den EVVC-Mitgliedshäusern sei bundesweit mit einem Mehrbedarf aufgrund der Coronakrise von rund einer Mrd. Euro zu rechnen, um die kommunalen Häuser in diesem Jahr finanzieren zu können. Sollten bis Ende des Jahres keine Veranstaltungen möglich sein, würde diese Zahl noch steigen.

„Es sind enorme Belastungen, die hier auf die Kommunen zukommen und die nur durch ein Investitionsprogramm des Bundes für Bürgerhäuser, Stadthallen und Kongresszentren abgefedert werden können. Weniger Besucher in den Häusern bedeuten auch weniger Einnahmen, verbunden mit höheren Kosten durch Investitionen in Hygiene, Sicherheit und Besuchersteuerung“, erklärt Jarabek. „Gerade Veranstaltungen können jedoch ein wichtiger Bestandteil sein, um die Wirtschaft und unser Zusammenleben wieder hochzufahren. Wir sind Teil der Lösung und möchten unseren Beitrag auch leisten können.“ Die persönliche Begegnung sei ein wichtiger Teil unserer menschlichen Natur und daher Veranstaltungen systemrelevant.

Über den EVVC:

Der  Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. repräsentiert rund 750 Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Arenen und Special Event Locations in Europa. Veranstaltungsplaner und Zulieferbetriebe ergänzen das Spektrum und machen den EVVC zu einem vielseitigen Netzwerk der Branche.

Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
Managementpraxis: Die fünf wichtigsten Trends der Event-Branche +++ Agenturen: 30 Jahre Planworx +++ Destinationen: Schmelztiegel Jamaika +++

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren