Corporate Fashion:

Neues Siegel für fair produzierte Textilien & textile Give aways

Faire Kleidung_Grafik_Statista

Laut Statista ist die Nachfrage an fair produzierten Kleidungsstücken in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Wurden 2012 noch ca. 2,6 Millionen Kleidungsstücke mit dem Fairtrade-Siegel verkauft, waren es zwei Jahre später schon rund 7,9 Millionen. Trans Fair schätzte, dass sich die Abnahme der fair produzierten Kleidung bis 2018 fast noch einmal verdoppelt haben wird. Im September 2019 wurde mit dem sogenannten “Grünen Knopf” eine neue Zertifizierung eingeführt, die zunächst einmal bis zum 30. Juni 2021 laufen wird.

Der “Grüne Knopf” baut auf guten Prüfsiegeln auf, wie z. B. Fairtrade, Oeko-Tex oder Global Organic Textile Standard (GOTS), geht aber mit über zusätzlichen 20 Kriterien noch sehr viel weiter. Das neue Siegel steht für:

  1. Die Bedingungen und Kriterien werden von der Regierung festgelegt.
  2. Die Kleidungsstücke müssen hohe Sozial- und Umweltstandards erfüllen.
  3. Der Hersteller wird komplett auf den Prüfstand gestellt, an allen Standorten müssen die Kriterien erfüllt werden.
  4. Um die Einhaltung kümmern sich unabhängige Prüfer.

Das noch relativ neue staatliche Textilsiegel könnte Einkäufern aus dem MICE-Bereich vielfach mehr Sicherheit geben: So z. B. darüber, ob die neue Corporate Fashion oder das textile Give away unter sozialen und ökologischen Mindeststandards produziert wurde (durch die Zahlung von Mindestlöhnen, ausreichende Sicherheitsstandard und einen Ausschluss von Kinderarbeit).

Obwohl der “Grüne Kopf” ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist, kritisiert “Brot für die Welt”, ein Hilfswerk der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland, dass die Kriterien noch weiterentwickelt werden müssen, um alle Abschnitte der Lieferkette zu erfassen.

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