Produkt: Kostenloser Download: Der Hosted Buyer – Steinzeit- oder Zukunfts-Modell?
Kostenloser Download: Der Hosted Buyer – Steinzeit- oder Zukunfts-Modell?
Regelmäßig wird über die Sinnhaftigkeit von Hosted Buyer Programmen diskutiert. Wie steht es um das Prinzip Hosted Buyer und wie zukunftsfähig ist es?
Laut VPLT stehen für die Branche verschiedene wirtschaftspolitische Instrumente in Aussicht

Neuer Termin für Prolight + Sound 2020 & VPLT-Verhandlungen

prolight+sound 2019
Prolight + Sound 2019 (Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jochen Günther)

Die 25. Jubiläumsausgabe der Global Entertainment Technology Show, die ursprünglich vom 31. März bis zum 03. April über die Bühne gehen sollte, wird nun vom 26. bis zum 29. Mai stattfinden. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Covid-19 in Europa hat sich die Messe Frankfurt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt für die Verschiebung der Messe entschieden. Die Gesundheit der Aussteller, Besucher, Partner und Mitarbeiter habe oberste Priorität.

Die Prolight + Sound ist der bedeutendste internationale Branchentreffpunkt für Technologien und Services rund um Entertainment, Show, Event, audiovisuelle Systemintegration und Content Creation. Gründe für den nun bekannten Ausweichtermin seien die notwendige gesundheitliche Überprüfung von Teilnehmern aus Risikogebieten, die von der Messe Frankfurt nicht realisiert werden könne. Hinzu kämen vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern und Ausstellern erschwerten, an der Messe teilzunehmen.

„Wir bedauern, dass die 25-jährige Jubiläumsausgabe der Prolight + Sound nicht zum geplanten Termin stattfinden kann. Gleichzeitig freuen wir uns, dass bereits jetzt zahlreiche Unternehmen der Industrie die hohe Relevanz eines zeitnahen Nachholtermins betont haben, um die Show noch in diesem Jahr für ihre Produktpräsentation und geschäftliche Weiterentwicklung zu nutzen“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH.

Auch der VPLT – Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e. V. äußerte sich zu den derzeitigen Entwicklungen bzgl. Covid-19:

Die aktuelle Situation stelle die gesamte Veranstaltungsbranche vor eine große Herausforderung und bedeute erhebliche, wirtschaftliche Verluste. Die damit einhergehenden Handlungsempfehlungen zur Durchführung von Events und die begründeten wie auch irrationalen Sorgen von Veranstaltern, Besuchern und Mitarbeitern sorgen für Unsicherheit. Grundsätzlich empfehle man die Einschätzungen von Experten zu beachten (WHO, Bundesregierung und Robert-Koch-Institut). Wichtig sei dem VPLT zudem der Umgang seitens der Messe Frankfurt mit der Branche:

„Der besondere Fall bedarf auch einer besonderen Handhabung. Wir stehen seit gestern Abend in Gesprächen mit der Messe Frankfurt, um die rechtliche Handhabung dieser Verschiebung im Sinne unsere Mitglieder zu klären,” so Linda Residovic, Geschäftsführerin VPLT e.V., am 04.03.2020. Weiter sagte sie: „Die Branche für Medien- und Veranstaltungstechnik agiert in einem Markt, der von vielen Teilmärkten und von äußerst heterogenen Teilnehmern geprägt ist. Hersteller entwickeln außergewöhnliche Produkte, die weltweit agierenden Unternehmen, Mittelständlern und selbstständigen Einzelunternehmern erlauben, Messen, Kongresse, Corporate Events, Public Events, Theateraufführungen, Musik- und Sportveranstaltungen durch Technik in Szene zu setzen. Sie sorgen für hervorragende Beschallungs-, Licht- und AV-Konzepte in Versammlungsstätten in der ganzen Welt. Sie sind überall dort, wo Menschen zusammenkommen. Deshalb sind die Auswirkungen dieser globalen Krise für unsere Branche so verheerend.“

Aktuell führe der VPLT Gespräche in Brüssel und Berlin, um die aus seiner Sicht notwendigen Unterstützungsmaßnahmen für die Branche anzufordern. Dabei spreche man sich mit den anderen Branchenverbänden und der IGVW (Interessensgemeinschaft Veranstaltungswirtschaft) ab, um eine gemeinsame Strategie und Stimme gegenüber der Politik zu formulieren. In Aussicht stehen laut VPLT speziell für die Branche wirtschaftspolitische Instrumente wie:

1. Kurzarbeitergeld

  • Schaffung eines leichteren Zugangs zum Kurzarbeitergeld
  • Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 24 Monate
  • Erleichterter Zugang zur Kurzarbeit über ein Absenken des Quorums
  • Eine erleichterte erneute Antragstellung nach kurzer Unterbrechung der Kurzarbeit
  • Zugang zum Kurzarbeitergeld für Beschäftigte in der Zeitarbeit

2. Förderprogramme

  • Zugang zu zinslosen öffentlichen Kreditmöglichkeiten für die Überbrückung von Verdienstausfällen
  • Bürgschaften für die Bedienung von Verbindlichkeiten
  • Zusätzliche Förderungen von Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen

3. Rettungsbeihilfen

  • Zuwendungen wie in der Finanzkrise im Jahr 2008; der Staat kann in Ausnahmesituationen (beruhend auf Art. 107 Abs. 3 AEU-Vertrag), zur Abwendung einer Krise in einer bestimmten Branche, einmalige Zahlungen an Unternehmen leisten.

4. Investitionsprogramme

  • Zuwendung von staatlichen Mitteln für Veranstaltungen, um die durch die Krise entstandenen Umsatzeinbrüche abzufedern

Bei den Verhandlungen unterstütze man alle Unternehmensformen der Branche für Medien- und Veranstaltungstechnik, von den Herstellern bis zu den selbstständigen Einzelunternehmern. Damit übt der VPLT seine Funktionen der Interessenanhäufung und -benennung für die Branche gegenüber Politik und Öffentlichkeit in einer Krisensituation aus.

Produkt: events Magazine 01/2019 Digital
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