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München hat entschieden:

Kein Oktoberfest 2020

Oktoberfest(Bild: motointermedia - Pixabay)In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bekannt, dass das größte Volksfest der Welt in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie nicht stattfinden wird. Unter normalen Umständen hätte die Wiesn vom 19. September bis zum 04. Oktober womöglich wieder sechs Mio. Besucher aus aller Welt angezogen.

„Es tut uns weh. Es ist unglaublich schade“, betonte Söder. Das Risiko der weiteren Verbreitung des Virus im Zuge der Veranstaltung sei jedoch einfach zu hoch. „Mit Corona zu leben, heißt vorsichtig zu leben“, erklärte der Ministerpräsident die Entscheidung. Ein Fest dieser Größenordnung und Internationalität bedeute unter den aktuellen Bedingungen eine zu hohe Gefahr und solange es weder einen Impfstoff noch Medikamente gäbe, müsse besonders aufgepasst werden. Nicht einzuhalten sei der vorgegebene Mindestabstand und auch mit Mundschutz könne man bei solch einer Veranstaltung nicht arbeiten. Ein Bierzelt lebe schließlich von der Nähe, man würde zusammen trinken und singen. Eine Durchführung hätte nicht nur die Gesundheit hierzulande und in vielen anderen Ländern aufs Spiel gesetzt, sondern auch den Ruf des Bundeslandes, der Stadt und der Wiesn auf lange Zeit geprägt sowie geschädigt.

Oberbürgermeister Reiter ergänzt, es sei „ein emotional schwieriger Moment und es ist auch ein ökonomisch schwieriger Moment für unsere Stadt“. Die Absage habe negative wirtschaftliche Auswirkungen auf die am Fest beteiligten Dienstleister, Hotels, Gastronomien und all jene Unternehmen, die für gewöhnlich an der Wiesn und dem hohen Besucheraufkommen verdienen. Das Oktoberfest 2019 hatte nach Angaben der Stadt einen Wirtschaftswert von rund 1,23 Mrd. Euro. Von der Krise stark betroffene Betriebe können weiterhin die staatlichen Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern in Anspruch nehmen. In Bayern würde man zudem Schausteller des Festes mit umfangreichen Kreditprogrammen unterstützen, so Söder.

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