Produkt: events Magazin Digital 04/2015
events Magazin Digital 04/2015
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Erste Signale für Messeneustart

Länder entscheiden über Durchführung von Messen & Business-Events

Biofach_NürnbergMesse(Bild: NuernbergMesse/Erich Malter)Ab sofort übernehmen die Bundesländer mehr Verantwortung für die weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Anhand von Hygiene- und Abstandsregeln werden sie auch über die Durchführung von Messen und Businessveranstaltungen bestimmen. Entsprechend der Vereinbarungen von Bund und Ländern am 06. Mai 2020 werden Messen nun nicht mehr als Teil der Kategorie „Großveranstaltungen“ betrachtet, die weiterhin bis zum 31. August untersagt bleiben.

AUMA und FAMAB begrüßen die Entscheidungen

Jörn Huber, Vorstandsvorsitzender des FAMAB Kommunikationsverband e.V.: „Wir sind bereits seit Beginn des Lockdowns in einem fachlichen Austausch mit den Entscheidungsträgern in Bund und Ländern. Messen und Businessveranstaltungen werden damit als das gesehen, was sie tatsächlich sind: Professionelle und sehr gut steuerbare Veranstaltungen, die mit einem Minimum an Risiko durchgeführt werden können. Sie sind, gerade bei dem, was nun vor uns liegt, dringend notwendige Bestandteile der Unternehmenskommunikation.“ Gemeinsam mit dem Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) hat der FAMAB bereits einen Stufenplan mit Handlungsempfehlungen entwickelt und den politischen Entscheidungsträgern vorgelegt.

Auch Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des AUMA (Verband der deutschen Messewirtschaft), kommentierte die neuesten Entscheidungen: „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Neustart der Messewirtschaft, denn Messen werden als Innovations- und Kooperationsplattformen für die Erholung der deutschen Wirtschaft kurz- und mittelfristig wichtige Impulse geben.“ Man stehe den zuständigen Behörden mit der eigenen Expertise und Erfahrung in der Durchführung von Messen beratend zur Verfügung und habe bereits Vorschläge dazu ausgearbeitet, die auch hohe Anforderungen für Hygiene- und Abstandsregeln erfüllten.

Ein wichtiges Signal für die Messen sei, so Holtmeier, auch die von den Ländern geplante schrittweise Öffnung der Hotel- und Gastronomiebetriebe. Die Wirtschaftsminister der Länder hatten empfohlen, das Gastgewerbe zwischen dem 09. und 22. Mai bundesweit wieder zu öffnen.

Entscheidend für den Erfolg von Messen im zweiten Halbjahr sei laut Holtmeier dann auch die Öffnung der Grenzen und die Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Geschäftsreiseverkehrs. Für Auslandsreisen gilt derzeit noch bis mindestens Mitte Juni die weltweite Reisewarnung. Bei Inlandsreisen entscheiden die Länder selbst, inwieweit auch Hotels und Ferienwohnungen schrittweise und unter Auflagen wieder eröffnet werden.

Länderverantwortung bedeutet auch Risiko

Die Entscheidung über die größere Verantwortung der Länder bringe jedoch auch ein großes Risiko: „Jedes Bundesland wird nun möglicher Weise einen völlig individuellen Umgang mit dem Thema entwickeln. Eine nun schwer überschaubare Vielzahl an unterschiedlichen Forderungen und Regelungen droht. Die ersten Meldungen aus den Ländern kündigen dies bereits an. Es wird Auftraggebern und Besuchern kaum zu vermitteln sein, warum zum Beispiel in Baden-Württemberg völlig andere Regeln gelten als in Nordrhein-Westfalen. Wir fordern daher die Verantwortlichen in den Ländern dazu auf, gemeinsame Regelungen zu entwickeln“, so Jörn Huber. Der Stufenplan des RIFEL biete hierzu eine gute Basis.

Ferner betont der FAMAB-Vorstandsvorsitzende, dass die Entscheidung neben allen positiven Effekten nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, dass es noch Monate dauern werde, bis erste Messen und Veranstaltungen überhaupt stattfinden würden. „Diese Vorlaufzeiten brauchen Veranstalter und Dienstleister, um professionelle und sichere Veranstaltungen zu planen. Bis dahin befindet sich unsere Branche weiterhin faktisch in einem Berufsverbot. Die bereits entstandenen und ungebremst weiterlaufenden Schäden sind immens. Wir waren die ersten im Lockdown und werden die letzten sein, die wieder arbeiten dürfen. Daher fordern wir einmal mehr, dass diese besondere Situation der Veranstaltungsbranche bei den Regierungen auch zu entsprechenden Hilfsmaßnahmen führen muss. Unsere detaillierten Vorschläge liegen dort vor. Ansonsten wird es bald nicht mehr viele Unternehmen in diesem Land geben, die professionelle Messen und Veranstaltungen werden machen können“, erklärt Huber.

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