Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
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Veranstaltungssicherheit im Kontext von COVID-19

Handlungs- & Entscheidungsempfehlung für künftige Events

COVID-19(Bild: Ramdlon - pixabay)Das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) hat mit Experten aus Veranstaltungsmanagement und Medizin einen Stufenleitplan entwickelt. Dieser hilft dabei, an die Entwicklung der Pandemie angepasste, individuelle Veranstaltungsrisiken zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zur Risikoeindämmung und der damit verbundenen Gewährleistung der Sicherheit aller Veranstaltungsbesucher abzuleiten.

Die vor allem landespolitische Debatte zu Veranstaltungen in der gegenwärtigen Pandemiesituation ist derzeit stark geprägt von einer Ausweitung unterschiedlicher Verbotsszenarien. Dabei wird vor allem die Anzahl der erwarteten Teilnehmer als wesentliche Kennzahl herangezogen. Medizinische Experten bestätigen indessen, dass die Teilnehmerzahl im Verhältnis zur Fläche relevant ist.

Unter dieser Maßgabe legte das RIFEL den politischen Entscheidern auf Landesebene jetzt einen Stufenleitplan vor, der ihnen und den zuständigen Gesundheitsbehörden ein substanzielles Instrument an die Hand gibt, um gleichermaßen die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern und das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit nicht weiter außer Kraft zu setzen. Dabei stehen Gesundheit und Sicherheit im Kontext von Covid-19 im Fokus der Empfehlungen. Die inhaltliche Ausarbeitung erfolgte in einem breit aufgestellten Expertenteam aus den unterschiedlichsten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft. Der Leitfaden umfasst damit fundierte Empfehlungen zu den Feldern Teilnehmermanagement, räumliche Gestaltung, Catering und Hygiene.


Download: RIFEL Veranstaltungssicherheit im Kontext von COVID-19


Von zahlreichen Branchenverbänden ratifiziert

Die Empfehlungen wurden durch eine interdisziplinäre Fachgruppe erstellt. Sie vereint die Expertise von Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik, Technischen Leitern, Bühnen- und Messebauern, Experten aus Veranstaltungssicherheit, Gastronomie und Logistik, Versammlungsstättenbetreibern und weiteren Berufsgruppenvertretern wie Veranstaltungs- und Künstleragenturen. Unterstützt und mitgetragen werden die Empfehlungen von folgenden Institutionen und Verbänden: DPVT, FAMAB, ILEA, ISDV, IHK Hessen, THM Mittelhessen, TU Chemnitz, visitBerlin und VPLT.

Medizinisch-wissenschaftlich begutachtet wurde der Stufenleitplan von Prof. Dr. med. Klaus-Peter Hunfeld (MPH, Facharzt für Labormedizin, Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Krankenhaushygiene, Frankfurt), PD Dr. med. Frank-Albert Pitten (Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle (IKI), Gießen) und Prof. Dr. med. Prof. h. c. (MNG) Walter Popp (Facharzt für Innere Medizin, Arbeitsmedizin, Hygiene; Ärztliches Qualitätsmanagement, ABS-Experte (DGKH), Dortmund).

Statement von Jörn Huber (Vorstandsvorsitzender des FAMAB Kommunikationsverband e.V.):

„Unsere Empfehlungen haben nur ein Ziel: Wir möchten die Entscheidungsträger mit fundiertem Expertenwissen versorgen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Die Praxis, mit der einfachen Kennzahl „Anzahl der Personen“ über Monate faktische Berufsverbote zu verursachen, haben wir von Anfang an angezweifelt. Denn ein ungeregeltes Meeting mit vier Personen kann erheblich risikoreicher sein, als eine professionell unter Bedingungen des Infektionsschutzes organisierte, genehmigte und durchgeführte Veranstaltung. Einen Stufenleitplan, der genau das ermöglichen kann, übergeben wir nun den politischen Entscheidungsträgern, in der Hoffnung, ihnen hiermit eine verlässliche Grundlage für verantwortungsvolle Beschlüsse zu bieten.“

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