Produkt: events Magazine 04/2018 digital
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Kundenbedürfnisse und Erwartungen an neue Formate

Future Meeting Space startet Kano-Befragung zum Event der Zukunft

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Business Events verändern sich derzeit sehr dynamisch, da virtuelle Formate im Zuge der Corona-Pandemie rasant an Bedeutung gewinnen und entlang der gesamten Customer Journey neue digitale Tools erprobt werden. Der Innovationsverbund „Future Meeting Space“ (FMS) möchte im Rahmen seiner aktuellen Forschungsphase mehr über die Wünsche und Bedürfnisse von Teilnehmern, Planern und Anbietern im Hinblick auf künftige Veranstaltungen erfahren und hat dazu jetzt eine Befragung nach dem Kano-Modell gestartet, durchgeführt vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Der erste Teil der Befragung richtet sich an Teilnehmer eines Events und dreht sich u. a. um Themen wie die Gestaltung von Veranstaltungsräumen, räumlich verteilte und hybride Formate oder den Einsatz verschiedener digitaler Tools in der Customer Journey. Im zweiten Teil sollen Planer und Veranstalter bzw. Anbieter von Locations und Dienstleistungen gezielte Fragen entsprechend ihrer spezifischen Perspektive beantworten: Was sind aus ihrer Sicht die „Must-haves“ für künftige Veranstaltungen, worauf könnten sie verzichten? Für Veranstalter geht es hierbei u. a. um Vergleichsplattformen, Social Seating, den anonymen KPI-Vergleich mit anderen Events oder die Option, die eigene Location als digitalen willing verfügbar zu machen. Anbietern sollen z. B. Fragen nach Echtzeitanalysen zum Verhalten der Teilnehmer gestellt werden oder dazu, ob sie ihre Location zwischen Veranstaltungen auch als Co-Working-Area vermarkten würden, um so die Auslastung zu erhöhen.

„Der Schlüssel für die erfolgreiche Veranstaltung der Zukunft liegt in konsequentem Fokus auf den Bedürfnissen der beteiligten Akteure und ihrer jeweiligen Customer Journey – ob analog, hybrid oder digital“, erläutert Matthias Schultze, Managing Director des German Conventions Bureaus e.V., den Hintergrund der Studie. „Die Resultate dieser breiten und weltweit angelegten Befragung schaffen eine evidenzbasierte Grundlage, um aus den Wünschen und Erwartungen der befragten Teilnehmer*innen, Planer*innen und Anbieter*innen passgenaue Veranstaltungsformate entwickeln zu können.“


Teilnahme unter
websurvey.iao.fraunhofer.de/survey/index.php/932116


Über das Kano-Modell

Die Befragung erfolgt anonym und richtet sich an Teilnehmer, Veranstalter, Planer sowie Dienstleistungs- und Infrastrukturanbieter von Veranstaltungen wie Tagungen und Kongressen. Die Teilnahme ist bis zum 30. Juni 2020 möglich. Das Kano-Modell ist nach seinem japanischen Entwickler, Professor Noriako Kano, benannt und erforscht die Zufriedenheit von Kunden anhand einer bipolaren Befragung: Jede Frage wird einmal positiv und einmal negativ formuliert beantwortet. Zum Beispiel: „Was würden Sie sagen, wenn es digitale Zwillinge von Veranstaltungslocations gäbe?“ vs. „Was würden Sie sagen, wenn es KEINE digitalen Zwillinge von Veranstaltungslocations gäbe?“. Ziel des Modells ist es, zu erfassen, welche Produkt- und Leistungsmerkmale sich auf welche Weise auf die Kundenzufriedenheit auswirken und daraus entsprechende Angebote zu entwickeln. „Das Kano-Modell lässt sich zudem gut einsetzen, um die Akzeptanz oder auch die Begeisterung von Kunden gegenüber neuartigen, zukünftigen Funktionen oder Dienstleistungen zu identifizieren – noch bevor diese in der breiten Masse zur Anwendung kommen. Meines Wissens wurde die Methodik bisher in der Meeting-Industrie noch nicht angewendet und wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse“, erläutert Dr. Stefan Rief, Leiter des Forschungsbereiches Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung am Fraunhofer-Institut IAO, das Ziel der Befragung.

Über Future Meeting Space

Das Innovationsprojekt FMS wurde vom GCB und dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ins Leben gerufen. Zentrales Ziel ist es, eine Vision dafür zu entwickeln, wie sich Menschen in Zukunft treffen werden. Dazu gehört auch die Erarbeitung praktischer Tools für Meeting-Planer und -Anbieter, die ihnen dabei helfen, der Entwicklung stets einen Schritt voraus zu sein. Zu den bisherigen Ergebnissen aus Phase I gehören ein „Innovationskatalog“, der neue und zukünftige Technologien zusammenfasst, sechs „Future Meeting Szenarios“ sowie der „Future Meeting Room“. In Phase II entstand ein Bericht zu den Anforderungen an Veranstaltungen, die begeistern – einschließlich einer Übersicht über verschiedene Teilnehmertypen, Erfolgsfaktoren von Veranstaltungen und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. Forschungspartner der dritten Forschungsphase, die sich dem Purpose von Veranstaltungen widmet, sind KFP Five Star Conference Service GmbH, Xing Events GmbH, Maritz Global Events Inc., Radisson Hotels, Seven Centers of Germany, Munich Airport Academy, Mesago Messe Frankfurt, EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. und GCB German Convention Bureau e.V..


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