Produkt: events Magazin 1/2020
events Magazin 1/2020
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Schnelle, umfassende Maßnahmen tun Not!

FAMAB-Statement: Liquiditätshilfen der Regierung kommen kaum an

help_Button(Bild: pixabay.com)Die aktuelle Situation der Branche für Live-Kommunikation (Messe und Event) hat sich aufgrund der Corona-Epidemie nochmals verschärft. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg geht man hier derzeit von einer Stornierungsquote von 100 % bis in den Mai 2020 aus, so heißt es vom FAMAB Kommunikationsverband e.V. Zusätzlich zeigten die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur finanziellen Abfederung der Branche nur begrenzt Wirkung, müssten jedoch schnell zu einer Erleichterung führen.

„In unserer Geschäftsstelle vermehren sich die Anrufe von verzweifelten Unternehmerinnen und Unternehmern, die auf dem Weg, die zugesagten Liquiditätshilfen zu erlangen, irgendwo im behördlichen Dschungel feststecken“, beschreibt FAMAB-Vorstandsvorsitzender Jörn Huber die momentane Lage. Hotlines seien überlastet oder nur teilweise gänzlich besetzt. Außerdem würden Finanzämter zugesagte Steuerstundungen verweigern, mit dem Verweis auf fehlende Rechtssicherheit. Die von der Politik zugesagten Liquiditätsdarlehen entpuppten sich, so Huber, zudem oft als mit bis zu 7 % verzinste Standard-Darlehen und auch das Kurzarbeitergeld sei nur sehr kurzfristig wirksam und sozial. „Eine alleinerziehende Mutter, die bei vollen Bezügen schon zu kämpfen hatte, kann einfach nicht mal eben mit 30 % weniger auskommen.“

Die Signale aus dem Kreis der FAMAB-Kunden seien denkbar schlecht:

„Selbst Veranstaltungen im November werden aufgrund der unklaren Situation bereits abgesagt oder aufgrund der nicht absehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen vorsichtshalber erst einmal gestoppt und in Frage gestellt. Neue Projekte, die in der Regel vier bis acht Monate Vorlauf benötigen, werden erst gar nicht angegangen – wichtig wäre hier auch ein klares Signal, ab wann Veranstaltungen voraussichtlich wieder bedenkenlos umgesetzt werden können. Damit für die Kunden Planungssicherheit entsteht. Uns gehen die Zeit und die Handlungsoptionen aus“, fasst Huber zusammen und kombiniert:

„Wenn die Politik tatsächlich die schlimmsten Folgen verhindern möchte, sind schnelle, umfassende Hilfen für die Menschen in unserer Branche – und letztlich für das ganze Land – unabdingbar.“

Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
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