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Zentrale Forderungen

FAMAB richtet offenen Brief an Regierung

Füller(Bild: Pexels)Der FAMAB Kommunikationsverband e.V. wendet sich im Namen der Messe- und Eventbranche, wo laut QZVE zwei Mio. Arbeitsplätze und über 70 Mrd. Euro Umsatz von der Coronakrise betroffen sind, an die politischen Entscheidungsträger in Deutschland. Im Schreiben formuliert der Verband drei zentrale Forderungen: Einen Stufenplan zum Restart, eine differenzierte Betrachtung von Veranstaltungen sowie Entscheidungshilfen für Behörden.

Der Brief richtet sich an die Bundeskanzlerin, den Bundeswirtschaftsminister und den Bundesgesundheitsminister. Darin aufgeführt wird eine gefährliche Pauschalisierung bei der Risikobeurteilung von „Veranstaltungen“, die in weiten Teilen des Diskurses vorherrscht. Diese wäre durch mangelnde Informationen entstanden und würde die gesamte Branche sowie letztlich auch die Wirtschaft Deutschlands gefährden. Außerdem erklärt der Verband, welche wichtige Bedeutung insbesondere den Formaten der Live-Kommunikation für die Reaktivierung der deutschen Wirtschaft zukommen könne.

Die drei konkreten Forderungen lauten wie folgt:

  • Wir benötigen einen Stufenplan. Wir alle haben die Hoffnung, dass das öffentliche Leben in Deutschland demnächst nach einem Stufenplan wieder „hochgefahren“ wird. Unabhängig von der absoluten zeitlichen Komponente, benötigt unsere Branche einen ebensolchen Stufenplan. Aus diesem Plan muss für unsere Kunden und uns zumindest ableitbar sein, wann welche Beschränkungen zurückgenommen werden könnten.“
  • Wir benötigen eine differenzierte Betrachtung von „Veranstaltungen“. Wie wir bereits ausgeführt haben, ist die reine Anzahl an Menschen kein geeigneter Maßstab für Genehmigungen. Stattdessen müssen unterschiedliche Veranstaltungen auch unterschiedlich beurteilt und behandelt werden.“
  • Wir benötigen Entscheidungshilfen für die Behörden. Es deutet sich bereits an, dass die zuständigen lokalen Behörden, unabhängig von Allgemeinverfügungen, sehr restriktiv mit den notwendigen Genehmigungen umgehen werden. Dies ist zwar einerseits verständlich, würde aber weiterhin zu einem faktischen Verbot von Veranstaltungen führen. Wir glauben daher, dass – möglicherweise auf Basis unserer Handlungsempfehlungen – ein allgemein gültiger und allen Zuständigen bekannter, dezidierter Kriterienkatalog als Guidance erarbeitet und eingeführt werden muss.“

Hier können Sie den offenen Brief im Detail nachlesen.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Doch die im Dunkeln sieht man nicht…
    (Bertolt Brecht)

    Die Branche?
    Welche Branche?

    Jetzt rächt es sich, dass die „Direkte Wirtschaftskommunikation“ als Branche weder in ihrer Bedeutung erkannt noch in ihrer Größe als Wirtschaftsfaktor mit Milliardenumsätzen und Millionen Beschäftigten systemrelevant eingeschätzt und entsprechend gewichtet wird.

    Immerhin – die Bundeskanzlerin erreichen derzeit gleich zwei Schreiben mit denen Unternehmen der Deutschen Kommunikationswirtschaft auf ihre Belange hinweisen.
    (Link von Redaktion entfernt)

    Unternehmen der Deutschen Kommunikationswirtschaft v. 7.4.20 (9 Verbände)
    Branchen-Brief: Brief der Verbandsallianz

    FAMAB-Brief v. 8.4.20
    ► FAMAB-Brief
    Die Deutsche Messe- und Eventbranche – Ein Weg zum Restart und Katalysator zur Revitalisierung der deutschen Wirtschaft

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