Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
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Forderung nach perspektivischem Arbeiten ohne Auswirkung auf KuG

FAMAB bemängelt neue Regeln für Kurzarbeitergeld

Taschenrechner_Lupe_Geld(Bild: loufre - pixabay)Die Bundesregierung hat am 14.05.2020 u. a. die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes beschlossen. Ab dem Bezugsmonat vier soll demnach das KuG von derzeit 60% (67%) des Nettolohns auf 70% (77%) erhöht werden. Ab dem Bezugsmonat sieben soll eine weitere Erhöhung auf 80% (87%) erfolgen. Die Maßnahmen sind zeitlich beschränkt auf den 31.12.2020. FAMAB-Vorstandsvorsitzender Jörn Huber äußerte sich jetzt kritisch zu den neuen Beschlüssen und fordert stattdessen zeitgemäße Regelungen.

Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes sei laut Huber grundsätzlich begrüßenswert, jedoch müssten das stufenweise Vorgehen und die zeitliche Beschränkung kritisch gesehen werden. Die gesamte Branche sei vollkommen unverschuldet in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Notsituation geraten. „Rechnet man das Programm in die Realität um, so erhalten Betroffene, die im April in Kurzarbeit gehen mussten, bis zum Jahresende im Durchschnitt lediglich 10% mehr Kurzarbeitergeld. Das ist ein richtiges Signal, mehr aber leider nicht“, betont Huber.

„Wir hätten uns eine sofortige Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 80% (87%) gewünscht. Zudem ist bereits heute sehr deutlich erkennbar, dass die dramatischen Folgen der politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus am 31.12.2020 keinesfalls ausgestanden werden sein. Je länger die Wirtschaft – und mit Ihr die Veranstaltungsbranche – mit diesen Folgen zu kämpfen hat, desto deutlicher wird, dass das Kurzarbeitergeld in seiner heutigen Ausgestaltung nicht (mehr) die richtige Maßnahme ist.“ Unternehmen müssten schon heute an der Zukunft arbeiten sowie neue Produkte und Dienstleistungen konzeptionieren und auf Projekte pitchen, so Huber weiter. Dies alles werde durch die derzeitige Ausgestaltung des Kurzarbeitergeldes verhindert. „Mit sehr negativen, mittelfristigen Folgen für die Deutsche Wirtschaft“, macht Huber deutlich und teilt mit: „Deswegen haben wir bereits von der Regierung gefordert, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Zukunftsaufgaben zu beschäftigen, ohne dass sich dies auf das Kurzarbeitergeld auswirkt. Wir brauchen jetzt Köpfe und Hände unserer Leute, können uns die Kosten aufgrund der hohen Verluste überhaupt nicht leisten. Hier muss die Regierung neue, zeitgemäße Regelungen finden.“

Über den FAMAB:

Der FAMAB Kommunikationsverband e.V. ist die Interessenvertretung der Branche in Deutschland. Er repräsentiert über 250 qualitätsgeprüfte Mitgliedsunternehmen der Kommunikationsbranche mit circa 15.000 Mitarbeitern. Der Verband ist Teil der Veranstaltungsbranche mit insgesamt über 30.000 Unternehmen und 400.000 Arbeitsplätzen. Seine Mitglieder konzipieren und organisieren integrierte Markenerlebnisse und haben ihre Heimat in den Bereichen Messe, Architektur und Live-Kommunikation. www.famab.de

Produkt: events Magazin Digital 04/2015
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