Editorial von Claudia Göhnermeier

Fachmagazine haben bei Entscheidern die Nase vorne

Totgesagte leben länger. Seit Jahren werden der „guten alten Tante Print“ nur noch schlechte Überlebens- und Entwicklungschancen eingeräumt. Gerade so, als ob der zeitgeistige Fetisch Online das alleinige Heilmittel in Gegenwart und Zukunft wäre. Dass das eben nicht so ist, belegt die erst im Juni erschienene LAE 2018, die Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung – immerhin die Referenzstudie bei Kampagnen für die Entscheider-Zielgruppe.

Claudia-GoehnermeierDaraus geht eindeutig hervor, dass 56,5 % der Befragten längere Texte lieber auf Papier lesen. Nur 7,3 % bevorzugen die Lektüre am Bildschirm, während 35,9 % beide Kanäle nutzen. Außerdem erklären die Teilnehmer, dass branchenspezifische Fachzeitschriften mit 70,9 % die wichtigste (!) Mediengruppe für die berufliche Tätigkeit sind. Kein anderes Mediensegment erreicht auch nur annährend die Akzeptanz wie das Informationsmedium Nr. 1, die branchenspezifischen Fachzeitschriften. Und das im Vergleich mit Fernsehen, Newsletter, Wirtschaftsmagazinen, Internetseiten von Zeitschriften, Herstellern/ Händlern oder Dienstleistern, überregionalen Tages- und Wochenzeitungen oder sozialen Netzwerken.

Für das Fachmagazin events sehen wir in dieser Auswertung auch eine persönliche Bestätigung unserer Arbeit, die uns gleichzeitig anspornt, noch ansprechender, zielgerichteter und umfassender für unsere Leser zu werden: mit interessanten Portraits und Case Studies sowie fundierten Reportagen & Managementbeiträgen weit über den MICE-Tellerrand hinaus.

Titel events 3 2018

Auch in dieser Ausgabe bieten wir wieder einen breiten Themenmix: Eventpsychologisch beschäftigen wir uns mit multisensualen Erlebnissen und im Besonderen mit olfaktorischem Marketing. Von der Mechanik des Erlebens oder besser noch: Wie entwickelt man Experience in der Live-Kommunikation? kommt unsere Titelgeschichte auf den Punkt. Beim Thema Messe reden wir über das langsame Herauswachsen von Big Data aus den Kinderschuhen. Im praxisorientierten Beitrag „Was geht, wenn nichts mehr geht …?! stellen wir eine detaillierte Blaupause für ein professionell organisiertes Destinations-Krisenmanagement vor. Ein MUSS für jede Destination, die für den worst case gewappnet sein will.

Apropos Tellerrand: Erst kürzlich haben wir die sympathische Judith Rakers getroffen, die TV-Frau mit dem Hang zu Perfektion und bekannt als Tageschausprecherin und Moderatorin. In unserer beliebten Rubrik „Fragen an…“ menschelt es aktuell mit Ilona Jarabek, der neuen Präsidentin des EVVC, sowie mit Salvatore Ruggiero, Vice President Marketing and Communication der Schott AG.

Henry Royce, der britische Nobelkarossen-Pionier hat einmal gesagt: „Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit“. Getreu diesem Motto finden Sie in dieser Ausgabe neben unseren großen Themen wieder jede Menge Tipps & Impressionen: zu außergewöhnlichen Veranstaltungs-Locations (u.a. mit High-Tech-Profil oder PS-affin) und ausgesuchten Hotels (ob Club, schwimmend oder als Eventresort). Vom Big Player bis zum Hidden Champion reicht dabei das Spektrum guter Event- und Tagungskulissen in den Destinationen Italien, Schweiz, Österreich, Monaco, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Ich wünsche Ihnen schönen Start in den Herbst!

Claudia-Goehnermeier

 

 

 

 

 

Claudia Göhnermeier
Chefredakteurin

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