Darauf sollten Planer achten

Eventcatering: Trends & Herausforderungen

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Pixabay

Catering ist ein wesentlicher Bestandteil einer Veranstaltung – sollte aber, wenn alles wirklich glatt läuft, gar nicht weiter auffallen. Richtig Gedanken ums Catering machen sich die Gäste nämlich meistens nur dann, wenn die Verpflegung nicht den Erwartungen entspricht.

Diese befinden sich in einem ständigen Wandel, sind geprägt durch Erfahrungen bei anderen Events, aber auch durch gesellschaftliche Trends und Modererscheinungen. Ob sogenannte Superfoods wie Chia Samen oder Açaí-Beeren nun aber auf keinem Büffet fehlen dürfen, bleibt dahingestellt. Es gibt jedoch einige Trends und Entwicklungen, die Caterer und Eventplaner im Auge behalten sollten. Dazu zählt neben trendigem Food, auch der Aspekt der Nachhaltigkeit und Regionalität sowie ein Verständnis für bestimmte Essenswünsche aus ethischen, religiösen und/oder gesundheitlichen Gründen.

Kompliziert kann das jedoch werden, wenn Gäste zwar eine bestimmte Ernährungsweise angegeben haben, sich dann aber während der Veranstaltung nicht mehr daran halten. 71 Prozent der befragten Eventplaner einer Umfrage des Magazins Convene haben damit Probleme. Ebenfalls kritisch sehen Veranstaltungsplaner den zusätzlichen Arbeitsaufwand durch spezielle Essenswünsche (51 Prozent), kurzfristige Anfragen (50 Prozent) und logistische Probleme (41 Prozent).

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PCMA Convene, pcmaconvene.org

Doch Essen ist heute mehr als reine Nahrungsaufnahme – Essen ist eine Lebenskultur, die auch beim Catering berücksichtigt werden muss. Grundsätzlich lässt sich zudem festhalten, dass ein stärkeres Bewusstsein für „gute“ Lebensmittel eine richtige und wichtige Sache ist.

Drei aktuelle Trends

Regional und saisonal 

Regionale und saisonale Produkte werden zunehmend beliebter und scheinen den BIO Produkten den Rang abzulaufen. Regionale Produkte zu verwenden, macht jedoch nicht nur aus Marketing-Sicht Sinn. Sie stärken die lokale Wirtschaft, es werden Transportwege verkürzt und so auch Umweltbelastungen reduziert. Oft sind die Produkte auch geschmacklich besser, da die Pflanzen meistens vor dem Verkauf voll ausreifen können.

Kein Superfood dafür aber gerne gesund

Superfoods enthalten besonders hohe Anteile an Vitaminen und Proteinen und sollen gesund sein. Obwohl  hinter vielen Super-Nahrungsmitteln oftmals mehr Marketing als Gesundheit steckt. Dennoch spielt gerade gesunde, vitaminreiche Nahrung beim Catering eine wichtige Rolle. Zum Einsatz müssen jedoch nicht unbedingt teure Mode-Speisen kommen. Auch das heimische Obst und Gemüse enthält viele Vitamine und Proteine. Planer und Caterer setzen bei Events am besten auf frische, vitaminreiche, fettarme und gerne auch vegetarische Speisen. Gerade bei der Brotauswahl sollte man auf Vollkornprodukte achten. Das verwendete Fleisch sollte fettarm sein und aus artgerechter Haltung stammen.

>> Wie Novotel mit dem Konzept Great Meetings gesundes Catering umsetzt, können Sie in diesem Post nachlesen.

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Vegan

Hochwertige, feine, vegane Speisen dürfen im Repertoire keines Caterers fehlen, denn gerade bei international aktiven Kunden gehört vegane Küche zum Standard. Soll doch „Fleisch“ auf den Teller, können als Fleischersatz nicht nur Hülsenfrüchte genutzt werden, auch die Jackfrucht, die von der Konsistenz dem Hähnchenfleisch ähnelt, soll in diesem Jahr ihren großen Erfolg als Fleischersatzprodukt feiern.

Alternative Ernährungsweisen

Jeder Eventplaner und Caterer ist mittlerweile mit den Bedürfnissen von Vegetariern oder Veganern, mit Trennkost und Low-Carb vertraut; auch Pescetarier und Frutarier sind heute schon keine Einzelerscheinung mehr. Dass es neben den besonderen Ernährungsweisen aufgrund von Allergien oder Krankheiten gefühlt jeden Tag eine weitere trendige Ernährungsform gibt, macht die Verpflegung nicht unbedingt leichter. Wegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollten sich Caterer genau mit dem Veranstaltungsplaner abstimmen, um schwere gesundheitliche Probleme bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen zu vermeiden. Einer genauen Absprache bedarf es auch bei religiös bedingten Essens-Einschränkungen, wie Koscher oder Halal.

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Das gilt auch für die meisten alternativen Ernährungsweisen. Anhänger der Paleo-Diät, die sich nur von Lebensmitteln ernähren, die schon unsere Vorfahren in der Steinzeit gegessen haben, dürfen zwar keine behandelten Molkerei- und Getreideprodukte zu sich nehmen, können aber auf Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst zurückgreifen. Flexitarier essen in der Regel einfach nur weniger Fleisch und Fisch als der Durchschnitt. Komplizierter wird es bei Menschen mit Gluten- und Weizenunverträglichkeit.

Fazit

Veranstaltungsplaner sollten spezielle Ernährungsweisen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Findet ein Gast nichts zu essen, ist ein leerer Magen in der Regel noch die harmloseste Konsequenz. Anstatt jedoch Vermutungen aufzustellen, sollten die Gäste direkt bei der Eventregistrierung nach ihren Präferenzen, Allergien und Ernährungswünschen befragt werden. So steht einer gelungenen und vorausschauenden Planung der Bewirtung nichts im Weg.

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