6 Thesen von Matthias Schultze

Neue Studie vom GCB zu den Auswirkungen der Plattformökonomie

ipad-tablet-technologie-digital-pc-computer(Bild: Pexels)

Die Plattformökonomie ist das zentrale Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft, „das Herzstück der digitalen Revolution“. Ob YouTube, Google, Facebook oder Amazon – all diese Plattformen bestimmen unser Leben ungemein und beeinflussen auch die Tagungs- und Kongressbranche.

Um den Herausforderungen und Chancen zu begegnen, hat das GCB German Convention Bureau e. V. gemeinsam mit weiteren Partnern eine Studie beim Fraunhofer IAO in Auftrag gegeben. Interessenten, die nicht nur einen exklusiven Einblick in die Ergebnisse erhalten, sondern den Forschungsprozess auch mitgestalten möchten, können die Studie als Forschungspartner unterstützen. Eine Beteiligung ist ab 6.500,- Euro möglich. Interessenten wenden sich bitte direkt an Ursula Winterbauer winterbauer@gcb.de.

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Wie die Plattformökonomie, die nicht nur viele Vorteile bietet, sondern sich auch disruptiv auf den Status Quo auswirkt, die MICE-Branche verändern wird, hat außerdem Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB, in sechs Thesen zusammengefasst:

1. Marktkonsolidierung

Genau wie in anderen Branchen werden sich auch in der Tagungs- und Kongressbranche aus vielen Meetingportalen wenige marktbeherrschende Plattformen kristallisieren und die Margen aller anderen Marktteilnehmer reduzieren.

Diese Marktkonsolidierung hat z. B. im Bereich der Hotelzimmerbuchung schon eingesetzt, hier beherrschen im Wesentlichen einige wenige Portale.

2. Branchenfremde Anbieter

Die Anbieter der Plattformen werden nicht aus der Tagungs- und Kongressbranche kommen, sondern neutrale Anbieter sein, die häufig aus dem Technologie und E-Commerce Business Umfeld kommen. Diese verfügen zwar nicht über Branchen Know How (Produkte und Dienstleistungen), dafür allerdings über das Wissen, wie in einer Digitalen Welt schnell und effizient vermarktet wird und welche Anforderungen Kunden haben.

 3. Events selbst konfigurieren

Der Endkunde, als jeder, der in einem Unternehmen oder Verband eine Veranstaltung organisieren muss – wird sich sein Event selbst konfigurieren können. Denn Plattformen bringen ein breites Angebot für individuelle Bedürfnisse zusammen, können Templates zur Verfügung stellen und bieten durch intelligente Algorithmen Lösungen, die einen zwischen geschalteten Experten ggf. ersetzen bzw. über die Kenntnisse eines einzelnen Fachmanns hinausgehen.

4. Vergleichbare und transparente Angebote

Die Plattformökonomie sorgt für hohe Vergleichbarkeit und Transparenz bei der Marktübersicht, denn wie schon oben erwähnt, wird sich das Angebot von wenigen Anbietern gebündelt.  Wenn Kunden alle Angebote an Produkten und Dienstleistungen übergreifend und neutral dargestellt präsentiert bekommen, ermöglicht das optimale Vergleichbarkeit – und vor allem auch einen einfachen Kaufprozess.

5. Radikal verändertes Nutzerverhalten

Durch Plattformen wird sich das Nutzungsverhalten der Kunden in der Tagungs- und Kongressbranche radikal ändern. Es kommt zur Interaktion zwischen dem, was Plattformen anbieten und Kunden nachfragen. Auf diese Weise werden bei den Kunden neue Bedürfnisse geweckt, eine neue Nachfrage stimuliert.

Die Nutzer werden z. B. schneller und leichter ein Angebot für eine spezifische Dienstleistung oder ein Produkt finden. Dadurch wird z. B. der Vorlauf für Tagungen und Kongresse wesentlich geringer sein, da auch in kürzester Zeit über Plattformen passende Angebote vollumfänglich gefunden werden können.

6. Data-Profiling

Data-Profiling wird zum Erfolgsfaktor in der Plattformökonomie. Über Analysen, unterstützt durch immer ausgefeiltere Tech-Tools (Stichwort: künstliche Intelligenz), wissen Plattformen, was Kunden wollen.

Die detaillierten Thesen finden Sie hier auf der Website des GCB.

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