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Messen in Zeiten von Corona

Deutsche Messe legt Hygiene- und Sicherheitskonzept vor

Die Deutsche Messe AG hat ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept zur Durchführung von Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen vorgelegt. Das Papier wurde der niedersächsischen Landesregierung übermittelt und soll als Orientierung für die nächste Corona-Schutzverordnung des Landes Niedersachsen dienen. Darin wird beschrieben sein, unter welchen Bedingungen Messen ab September in Niedersachsen wieder stattfinden dürfen.

Deutsche Messe: Messegelände, Aussenaufnahme der Halle 2(Bild: Thomas Koy)

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„Wir können Messen – auch in Zeiten von Corona“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. „Auf unserem weitläufigen und modernen Messegelände werden wir umfassende Abstandsregeln einhalten, die Hygiene im vollem Umfang sicherstellen und Kontaktpersonen identifizieren sowie nachverfolgen.“

Um den generellen Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen Personen auf dem gesamten Gelände zu ermöglichen, wird unter anderem eine maximal zulässige Personenanzahl pro Quadratmeter definiert. „Wir können die Personendichte in den Eingangsbereichen, den Messehallen sowie den Konferenzbereichen gezielt steuern“, erklärt Köckler „Das Einhalten des notwendigen Abstands wird zudem durch eine vorgegebene Wegeführung anhand von Wegeleitsystemen unterstützt.“

Die konsequente Beachtung der Hygienestandards des Robert Koch Institutes bildet die zweite Säule des Sicherheitskonzepts. Köckler: „Der Messeplatz Hannover verfügt bereits heute über eine hervorragende Infrastruktur, die höchste Hygienestandards gewährleistet. Hier gehen wir noch einen Schritt weiter.“ So werden die Reinigungs- und Desinfektionsintervalle auf das Maximum hochgefahren. Gleichzeitig soll für eine optimale Durchlüftung von Eingängen, Hallen und Konferenzräumen gesorgt werden.

Um gezielte Kontaktnachverfolgungen in Verdachtsfällen zu ermöglichen, wird die Registrierung von Ausstellern, Besuchern und Dienstleistern verpflichtend. So können Personen-Zutritte zur Veranstaltung für jeden Veranstaltungstag ausgewertet werden. Aussteller werden zudem verpflichtet, ihr Personal und sämtliche sonstige Personen, die den Messestand für mindestens 15-minütige Beratungs-, Verhandlungs- oder Verkaufsgespräche betreten, zu erfassen. So wird gewährleistet, dass eine ggf. erforderliche Nachverfolgung von Kontaktpersonen der Kategorie 1 im Sinne der Vorgaben des RKI stattfinden kann.

Das Konzept, das insgesamt mehr als 50 einzelne Maßnahmen umfasst, wurde in enger Zusammenarbeit mit der Region Hannover, der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) sowie mit Mack Brooks Exhibitions erstellt. Letztere sind Ausrichter der EuroTier bzw. der EuroBLECH.

Regionspräsident, Hauke Jagau: „Es ist sinnvoll, jetzt vorzudenken, wie Hygienekonzepte für größere Veranstaltungen ab September aussehen können. Die Deutsche Messe AG und die Region Hannover haben für die Durchführung von Fachmessen gemeinsam Regelungen erarbeitet, die zum Beispiel die Publikumsdichte berücksichtigen und die sich im Wesentlichen an den derzeitigen Hygienevorgaben orientieren. Das Konzept könnte dem Land bei der Einschätzung hilfreich sein, ob und in welchem Umfang nach dem 31. August 2020 wieder Messen stattfinden können. Selbstverständlich steht alles immer unter dem Vorbehalt, wie sich das Pandemiegeschehen tatsächlich weiterentwickelt.“

Köckler: „Mit dem Sicherheitskonzept stehen wir bereit für die Wiederaufnahme des Messebetriebs ab September. Wir freuen uns darauf, unseren Ausstellern Messe-Plattformen zu bieten, die in Punkto Geschäftsanbahnung und Gesundheitsschutz den höchsten Ansprüchen genügen.“

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