Das "FOMO-Prinzip" zunutze machen

Das wünschen sich Millennials zukünftig von Messen

Veranstaltung Konzert Event Publikum Gäste(Bild: Pexels)

In Zukunft sollten sich Messen noch stärker zu Events entwickeln, die man unter keinen Umständen verpassen will. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich durchgeführte Befragung der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Kooperation mit der Messe Frankfurt, bei der untersucht wurde, was sich Millennials – und damit potenzielle zukünftige Messeteilnehmer – von Messen der Zukunft wünschen.

Demnach sind Messen für Millennials trotz voranschreitender Digitalisierung und vielseitiger Möglichkeiten, online zu kommunizieren, nach wie vor Teil des idealen Marketingmix. Mehr als ein Viertel der Befragten gibt an, die Möglichkeit zum persönlichen Netzwerken sei ein entscheidender Faktor, Messen zu besuchen.

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Etwa die Hälfte der befragten Millennials offenbart, sie hätten Hemmungen, Menschen auf Messen anzusprechen, die sie nicht kennen. Hier können Networking-Events oder Networking-Apps Abhilfe schaffen und den ersten persönlichen Kontakt erleichtern.

Um weiterhin für die Zielgruppe Millennials attraktiv zu bleiben, sollten sich Messen gemäß der Untersuchung zu emotionaleren Events entwickeln, die Besucher und Aussteller auf keinen Fall verpassen möchten. Dieses Gefühl wird als „FOMO“ („Fear of Missing Out“) bezeichnet.

Prof. Dr. Diane Isabelle Robers von der EBS Universität für Wirtschaft und Recht:

Veranstalter sollten sich das “FOMO-Prinzip”, also die Angst, etwas zu verpassen, zunutze machen und Messen so gestalten, dass Besucher und Aussteller unbedingt Teil dieser Gemeinschaft sein möchten – und das bestenfalls vor, während und nach der Messe.

Hochkarätige Redner und der Einsatz von Virtual sowie Augmented Reality sind Programmpunkte, die Millennials sich auf Messen wünschen. Bestenfalls bewirken diese, dass Besucher emotional noch stärker an eine Veranstaltung gebunden werden und sie auch bei der nächsten Messeausgabe wieder dabei sind. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass interaktive Events sowie die Größe und Reputation der jeweiligen Messe zu den entscheidenden Faktoren für eine Messeteilnahme gehören.

Alle Ergebnisse der Untersuchung können Sie hier kostenlos herunterladen.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Möglicherweise kann der Einsatz von Virtual sowie Augmented Reality als Brücke dienen, um die im Artikel angeführte Angst vor der Ansprache von fremden Menschen zu überwinden! Interesant: eigentlich ist es doch die Kernaufgabe des Messeteams fremde Menschen auf dem Stand anzusprechen. Doch vielleicht haben nicht nur Millennials dieses Hemmnis fremde Menschen anzusprechen.

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    1. Wir schaffen mit unserem Service Angebot von QuisEs (www.quises.com) auch ein solche Brücke, wenn sich Teilnehmer nicht trauen, Leute während einer Konferenz anzusprechen. In dem Booklet, das während der Veranstaltung verteilt wird, haben sich vorab alle Teilnehmer eingetragen und das sogar mit Foto. Da kann man ganz in Ruhe schauen wer vor Ort ist und nur wirklich diejenigen ansprechen, die man auch treffen möchte.

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