Produkt: events Magazin 1/2020
events Magazin 1/2020
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Branche rechnet mit hohen Umsatzeinbußen quer durch alle Gewerke

Coronavirus: Tourismus-Industrie verlangt staatliche Unterstützung

Coronavirus_Umsätze(Bild: pixabay.com)Aufgrund des aktuellen Gesundheitsrisikos, verursacht durch Covid-19, bleiben nicht nur internationale Gäste aus, sondern stetig werden Messen und Großveranstaltungen abgesagt oder verschoben. Laut FAMAB finden derzeit 80% der geplanten Messen nicht statt. Der Verband forderte unbürokratische Unterstützung für betroffene Unternehmen. Aber auch von Seiten touristischer Institutionen wurden Hilferufe in Richtung Politik laut. Bereits jetzt ist absehbar, dass die Fortschreitung des Coronavirus für die weltweite Reisebranche herbe Umsatzverluste bedeutet und die erfolgreiche Entwicklung des Deutschlandtourismus ausbremsen wird.

„Vor wenigen Tagen lagen uns bereits von einzelnen Hotels insbesondere an Messestandorten Informationen über erhebliche Stornierungen vor. Die Situation hat sich nun leider noch deutlich verschärft“, so Guido Zöllick, Präsident des Hotelverbands Dehoga. Besonders die Absagen von großen internationalen Messen in Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Berlin führten zu Kettenreaktionen. Unter den negativen wirtschaftlichen Folgen litten nicht nur Hotels, sondern auch Eventcaterer und Restaurants. Zöllick drängte, die Bundesregierung solle der Hotellerie mit Steuerentlastungen, Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen unter die Arme greifen.

Laut Michael Frenzel, Chef des Tourismus-Dachverbands BTW, müsse die Tourismuswirtschaft zwingend Teil eines Konjunkturprogramms der Bundesregierung werden, um die rund drei Millionen Mitarbeiter und mehreren Hunderttausend meist mittelständischen Unternehmen zu stützen. Sofort notwendig sei außerdem die Vereinfachung der Kriterien für Liquiditätshilfen betroffener Betriebe. „Die Coronavirus-Krise ist für viele Leistungsträger der Tourismuswirtschaft – von Airlines über Hotels und Gaststätten bis hin zu Reisebusunternehmen und Veranstaltern – schon jetzt mit teils massiven wirtschaftlichen Einbußen verbunden und ein Ende der Krise ist bei Weitem nicht abzusehen”, begründete Frenzel seine Forderungen.

Marija Linnhoff, Vorsitzende des Reisebüroverbands VUSR, rief zudem im Namen ihres Verbandes zum „Runden Tisch“ auf. Daran teilnehmen sollen Vertreter der Verbände, Kooperationen, Veranstalter und Politik. Linnhoff sprach sich des Weiteren für ein einheitliches und vor allem zielführendes Krisenmanagement aus, das durch staatliche Gelder finanziert werden müsse. Dieses solle u. a. festlegen, was jetzt von politischer Seite für Reisebüros getan werden könne.

Neben diesen Forderungen streben Reisebüros jedoch auch eine brancheninterne Verteilung der Risiken innerhalb der Sommersaison an. Um Kunden trotz der Verbreitung des Coronavirus zu Reisebuchungen zu bewegen, hatten einige Veranstalter bereits ihre Regeln für Stornos und Umbuchungen bei neuen Verträgen gelockert. Allerdings stellt sich hier die Frage, was im Falle von Stornierungen mit der Reisebüroprovision geschehen soll. Stimmen aus dem Vertrieb äußerten sich dahingehend, dass die Provisionen ausgezahlt werden müssten, da die Reisebüros ihre Arbeit mit der Buchung geleistet hätten. Von Seiten der Veranstalter heißt es wiederum, dass man das Risiko gemeinsam schultern müsse.

Auch der FAMAB Kommunikationsverband e.V. fordert schnelle und unbürokratische Unterstützung für geschädigte Betriebe. „Die Unternehmen unserer Branche sind dieser Situation ohne Handlungsoptionen regelrecht ausgeliefert“, so FAMAB-Vorsitzender Jörn Huber.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel
„Corona: FAMAB fordert unbürokratische Hilfe für betroffene Unternehmen”.

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