Produkt: events Magazin 04/2019
events Magazin 04/2019
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Zunächst bis zum 15. März 2020

Coronavirus: Schweiz verbietet Großveranstaltungen ab 1.000 Personen

Stopschild(Bild: pixabay.com)Seitdem sich die Anzahl der COVID-19-Infizierten in Europa stetig erhöht, wurden nicht nur in Deutschland einige Messen verschoben oder abgesagt. Etwas drastischer reagierte zuletzt die Schweiz mit ihrem Verbot von Events ab 1.000 Teilnehmern. Bisher sind im Land 24 infizierte Personen offiziell bestätigt, mehr als 100 Menschen befinden sich in Quarantäne (Stand 02.03.2020, Quelle: Robert Koch Institut).

Die neue Regelung betrifft private und öffentliche Anlässe gleichermaßen und gilt zunächst bis zum 15. März 2020. Fest steht demnach: Der Genfer Autosalon, der vom 05. bis zum 15. März geplant war, findet nicht statt. Im vergangenen Jahr nahmen an der Messe rund 600.000 Besucher teil, darunter viele aus dem Ausland. Auch die traditionsreiche Basler Fasnacht fällt aus, ebenso die Uhrenmesse Baselworld, obwohl sie erst am 30. April hätte beginnen sollen.

Der Schweizer Bundesrat sei sich zwar bewusst, dass das Verbot weitreichende Auswirkungen habe, versuche jedoch die Ausbreitung des Coronavirus auf diese Weise einzudämmen. Die Begründung: Bei Großveranstaltungen komme man sich sehr nahe und eine erkrankte Person könne dann viele weitere anstecken. Außerdem könne man so die Kontaktpersonen nicht mehr zurückverfolgen und rechtzeitig unter Quarantäne stellen. Größere Personenansammlungen in Bürogebäuden, Einkaufszentren oder an Verkehrsknotenpunkten sind jedoch weiterhin erlaubt. Die Situation sei hier eine andere, da sich die Menschen besser mit geeigneten Hygienemaßnahmen schützen könnten. Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Besuchern unterliegen einer Genehmigungspflicht. Der Veranstalter müsse gemeinsam mit der zuständigen kantonalen Behörde das Risiko abwägen. Die Kantone entscheiden selbst, ob sie die Veranstaltung zulassen.

Schweizer ITB-Medienfrühstück wird online erfolgen

Auch in Deutschland hat man Veranstaltungen abgesagt, da nicht alle Gesundheitsmaßnahmen in Gänze erfüllt werden können. So wurde z. B. die ITB gecancelt. Die weltweite Tourismusmesse hätte eigentlich vom 04. bis zum 08. März in Berlin stattfinden sollen. Um dennoch alle Informationen an die Zielgruppe weiter zu geben, hat sich z. B. Schweiz Tourismus – die nationale Marketing- und Verkaufsorganisation für das Reise-, Ferien- und Kongressland Schweiz – dazu entschieden, das Medienfrühstück, das am 04. März um 08:30 Uhr auf der Messe geplant war, einfach online über Microsoft Teams abzuwickeln.


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