Produkt: events Magazin 1/2020
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Ipsos-Studie in 14 Ländern

Coronavirus & Klimawandel – Wie besorgt ist man in verschiedenen Destinationen?

ipsos-corona-und-klimawandel(Bild: Ipsos)Eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos zeigt, dass der Klimawandel den Deutschen ebenso große Sorgen bereitet wie das Coronavirus. Im Rahmen der Studie wurden im April mehr als 28.000 Personen in 14 Ländern befragt. Mehr als zwei Drittel der deutschen Teilnehmer sind demnach der Ansicht, dass der Klimawandel langfristig gesehen eine ebenso ernste Krise darstelle, wie die gegenwärtige COVID-19-Pandemie. Nur jedem vierten Bundesbürger bereite die Virusausbreitung auf lange Sicht größere Sorgen als die Klimakrise.

Vor allem die stark von der Pandemie betroffenen Länder schätzen laut Studie das Ausmaß der Pandemie ähnlich hoch ein. Weltweit gaben sogar sieben von zehn Befragen (71%) an, dass sie die jeweilige Gefahr durch COVID-19 und den Klimawandel als ebenbürtig einstufen. Besonders hoch ist die diesbezügliche Zustimmung in China (87%) und einigen anderen stark vom Virus betroffenen Ländern wie Frankreich (76%), Spanien (73%) oder Italien (72%). In Australien, wo zu Beginn des Jahres noch verheerende Buschfeuer gewütet hatten, glauben dagegen vergleichsweise wenige Menschen (59%), dass der Klimawandel eine ebenso ernste Krise sei wie die COVID-19-Pandemie.

Die Mehrheit der Befragten (65%) findet außerdem, dass die Erholung der Wirtschaft nach der Coronakrise nicht auf Kosten der Umwelt erfolgen dürfe. Besonders vertreten ist diese Auffassung in Indien (81%), China und Mexiko (je 80%). Auch 57 Prozent der deutschen Befragten halten es für wichtig, bei zukünftigen Maßnahmen der Regierung zur Stärkung der Wirtschaft, stets auch den Klimawandel in den Vordergrund zu stellen.

Etwa jeder dritte Bundesbürger (36%) teilt die Ansicht, dass sich die Regierung jetzt vorrangig auf die Erholung der Wirtschaft fokussieren sollte, selbst wenn diese Vorgehensweise umweltschädigende Maßnahmen mit sich bringen würde. Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung (55%) lehnt eine solche Strategie jedoch ab. Lediglich in China (59%) und Frankreich (58%) scheinen umweltschädliche Maßnahmen zum Wohle der Wirtschaft noch unbeliebter zu sein als in Deutschland.

Zur Methode:

Die Ipsos-Umfrage erfolgte vom 16. bis zum 19. April 2020 über die Online-Plattform „Global Advisor“. Daran teil nahmen 28.029 Personen in 14 Ländern. In Kanada und den USA waren die Befragten zwischen 18 und 74 Jahren alt, in Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Russland und Spanien zwischen 16 und 74 Jahren.

Die Stichproben in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Spanien und den USA können als repräsentativ für die allgemeine erwachsene Bevölkerung unter 75 Jahren in diesen Ländern angesehen werden. Die Stichproben in Brasilien, China, Indien, Mexiko und Russland sind urbaner, gebildeter und/oder wohlhabender als die allgemeine Bevölkerung und spiegeln daher eher die Ansichten der stärker „vernetzten“ Bevölkerungsgruppe wider.

Die Daten wurden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Landes dem demografischen Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den neuesten Volkszählungsdaten bestmöglich entspricht.

Produkt: events Magazin digital 02/2018
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