Man muss die richtigen Argumente kennen, denn:

Compliance ist oft Auslegungssache!

Compliance
(Bild: tumsasedgars - Fotolia)

Compliance ist ein zunehmendes Problem, vor allem für Eventagenturen und die Betreiber von Veranstaltungsstätten wie Tagungshotels, Veranstaltungszentren und Special Event Locations. Für sie ist Compliance oft genug gleichbedeutend mit Budgetkürzungen, verlorenem Geschäft und Umsatzrückgängen. Und auch das Eigenmarketing fällt zunehmend schwer, immer mehr Kunden meiden Einladungen zu Fam Trips und Site Inspections.

Anzeige

Eventprofis und Locationbetreiber haben dem argumentativ bislang wenig entgegengesetzt. Viele meinten, das Thema werde wie eine große Welle über sie hinweggehen und irgendwann wieder abebben. Ein gefährlicher Irrtum! Compliance wird bleiben, und die Einschränkungen nehmen aktuell, aufs Ganze gesehen, eher noch zu. Eine Vogel-Strauß-Politik ist keine Option.

Wer seine Chancen am Markt wahren will, muss aktiv Compliance-Kompetenz aufbauen und mit seinen Kunden das Gespräch suchen. Denn, so erstaunlich das klingen mag: Die wenigsten Compliance-Regeln sind in Stein gehauen, die meisten sind Auslegungssache. Viel mehr, als es scheint, ist im Einzelfall gestaltbar. Viele Unternehmen schränken Veranstaltungen unnötig stark ein – weil sie Risiken selbst dort sehen, wo gar keine sind. Darüber sollten Sie mit Ihren Kunden reden können!

Wussten Sie etwa, dass gegen ein Fünf-Sterne-Hotel aus Compliance-Gründen überhaupt nichts einzuwenden ist, solange es sich um ein Business-Hotel handelt? Das sagt sogar der strenge Pharma-Kodex. Trotzdem schreiben viele Unternehmen ihren Mitarbeitern vor, sie dürften maximal noch in Vier-Sterne-Häusern tagen oder übernachten. Es gibt dafür keinen sachlichen Grund – noch nicht einmal die Kosten (denn die sind oft auf einer Höhe). Darüber muss man das Gespräch mit den Auftraggebern suchen. Oder nehmen wir Fragen wie diese:

  • Wie müssen Site Inspections inhaltlich gestaltet sein, damit sie angenommen werden dürfen? Welche Kosten dürfen dabei grundsätzlich übernommen werden?
  • Wie muss die Einladung abgefasst sein? Gibt es eine allgemeine finanzielle Obergrenze für Einladungen? Wie wird eine solche Obergrenze berechnet? Gibt es dafür objektive Regeln?
  • Wonach beurteilt man die touristische Attraktivität einer Destination? Wie kann man sich gegen ungünstige Einstufungen wehren?
  • Welche Inhalte gelten bei Rahmenprogrammen noch als angemessen, welche nicht mehr? Gibt es dafür klare, objektive Maßstäbe?

[3349]

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: