Produkt: Kostenloser Download: Der Hosted Buyer – Steinzeit- oder Zukunfts-Modell?
Kostenloser Download: Der Hosted Buyer – Steinzeit- oder Zukunfts-Modell?
Regelmäßig wird über die Sinnhaftigkeit von Hosted Buyer Programmen diskutiert. Wie steht es um das Prinzip Hosted Buyer und wie zukunftsfähig ist es?
Coronakrise

BVIK warnt vor existenzbedrohenden Folgen der Coronakrise für Messe-Beteiligte

IMEX 2019(Bild: events)Als internationale Marktplätze sind Messen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Die Veranstaltungen nun aufgrund von COVID-19 abzusagen oder zu verschieben, trifft daher sowohl große Konzerne als auch den Mittelstand. Der BVIK – Industrie-Verband für Kommunikation und Marketing – warnt jetzt ausdrücklich vor den immensen, noch unabsehbaren, aber vielfach existenzbedrohenden Folgen u. a. für die Investitionsgüterbranche.

Mit rund zehn Mio. Besuchern überregionaler Messen zählt Deutschland zu den wichtigsten Messeplätzen weltweit. Laut Messeverband gibt es 178 überregionale Messen, darunter bekannte Großveranstaltungen und eine Vielzahl kleinerer, spezialisierter Leitmessen. Im Jahr 2018 erwirtschafteten die Veranstalter rund vier Mrd. Euro. 2020 sind diese Einkünfte aufgrund der Corona-Krise stark bedroht.

Besonders betroffen seien laut BVIK Unternehmen der Investitionsgüterindustrie, denn sie könnten nun ihre Hauptauftragswege verlieren. Eine Vielzahl der Betriebe im Bereich Messebau, Hotellerie und Gastronomie müsse mit schweren wirtschaftlichen Einbußen rechnen. Allein für den Bereich Messebau habe das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.) den Schaden auf 670 Mio. Euro beziffert und den Gesamtschaden der Messewirtschaft sogar auf über 1,6 Mrd. Euro.

„Es ist zu befürchten, dass viele Anbieter die Krise nicht überleben und im großen Umfang Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen werden“, warnt Rainer Pfeil, BVIK-Vorstand und Geschäftsführer von bluepool GmbH Messen & Events.

Die Mehrkosten auf der einen Seite und die sicher zu erwartenden Umsatzeinbußen durch entgangene Messeaufträge auf der anderen Seite würden keinesfalls spurlos an der mittelständischen Industrie und dem deutschen Arbeitsmarkt vorübergehen.

„Der BVIK steht an der Seite seiner Mitglieder und fördert die Kommunikation zwischen allen Parteien. Eine ganze Branche ist in Gefahr und die Erwartungshaltung an die Politik und unsere Regierung ist ein schnelles Soforthilfeprogramm für alle Beteiligten“, fordert Ramona Kaden. Geschäftsführerin und Vorstand des BVIK.

Mix aus Live, Digital und Automatisierung

Messestände seien laut BVIK heutzutage hochtechnisierte, designorientierte, sehr komplexe Konstrukte, an denen eine Vielzahl von Gewerken und High-Tech-Dienstleistern beteiligt sind. Knapp 40 Prozent des jährlichen Marketing-Budgets von Industrieunternehmen floss über die letzten Jahre konstant in den Bereich Messe, wie die BVIK-Studie „B2B-Marketing-Budgets“ belegt. Die Nutzung von Online-Kanälen nehme zwar zu, aber der deutsche Mittelstand setze nach wie vor auf den persönlichen Kundenkontakt.

Als Kompensation der ausgefallenen Veranstaltungen werden derzeit von verschiedenen Seiten virtuelle Events vorgeschlagen. Viele Marketing-Verantwortliche im BVIK-Netzwerk bezweifeln jedoch, dass die digitalen Alternativen denselben Erfolg erzielen werden wie reale Ereignisse. Anders als im Konsumgütergeschäft basiere die Industriekommunikation mit ihrer viel komplexeren Einkaufs- und Kundenstruktur auf dem vertrauensbildenden persönlichen Kontakt. Großveranstaltungen abzusagen bedeute daher nicht nur einen immensen Schaden im Marketing-Bereich, sondern auch im Vertrieb, wo die sonst im Messegeschäft akquirierten Aufträge ausblieben.

„Einerseits geht es jetzt um Schadensbegrenzung und andererseits zugleich darum, den Weg nach vorne zu gestalten. Das derzeitige Geschehen ist wahrscheinlich der letzte, entscheidende Ruck nach vorn für die Digitalisierung im B2B-Marketing. Digitale Kommunikations- und Vertriebswege zu installieren verursacht jedoch hohe Kosten – jetzt Marketing-Budgets zu kürzen, wäre daher die denkbar schlechteste Maßnahme“, erklärt Ramona Kaden. Die Zukunft sichern könne man ihrer Meinung nach durch einen intelligenten Mix aus direktem Kontakt und High-Tech-Anwendungen wie Virtual und Augmented Reality oder auch Marketing-Automation-Lösungen.

Produkt: Kostenloser Download: Der Hosted Buyer – Steinzeit- oder Zukunfts-Modell?
Kostenloser Download: Der Hosted Buyer – Steinzeit- oder Zukunfts-Modell?
Regelmäßig wird über die Sinnhaftigkeit von Hosted Buyer Programmen diskutiert. Wie steht es um das Prinzip Hosted Buyer und wie zukunftsfähig ist es?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren