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Austrian Convention Bureau

Best Meeting Thesis Austria Award an zukunftsweisende wissenschaftliche Arbeiten verliehen

Bereits zum achten Mal hat das Austrian Convention Bureau (ACB) den Best Meeting Thesis Austria Award an AutorInnen von Abschlussarbeiten mit hoher Relevanz für die Tagungsbranche verliehen. Mittels eines zweiteiligen Bewertungsverfahrens durch ACB Meeting Professionals wurden jeweils eine Bachelor- und Masterarbeit ausgezeichnet.

Belinda Vollmann, Absolventin der FHWien der Wirtschaftskammer Wien, mit ACB Präsident Gerhard Stübe bei der Verleihung zur Best Meeting Thesis Austria.
Belinda Vollmann mit ACB Präsident Gerhard Stübe bei der Verleihung zur Best Meeting Thesis Austria. (Bild: Thomas Grundschober / Austrian Convention Bureau)

„Die Veränderung des Veranstaltungsformats Messe hinsichtlich der Bedürfnisse der Digital Natives“ von Belinda Vollmann, Absolventin der FHWien der Wirtschaftskammer Wien, wurde zur besten Bachelorarbeit gekürt. Peter Hosp, Absolvent des Management Center Innsbruck, gewann mit seiner Forschung zu „Digitale Kommunikation im Kongresswesen – Eine Analyse aus Sicht der Teilnehmer/innen“ in der Kategorie Masterarbeit.

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Von der Wahrnehmung digitaler Kommunikation zu den Bedürfnissen der Digital Natives

Der Tiroler Peter Hosp analysierte in seiner Masterarbeit „Digitale Kommunikation im Kongresswesen  – Eine Analyse aus  Sicht der Teilnehmer/innen“ die Präferenzen und Barrieren von 441 TeilnehmerInnen unterschiedlicher Verbandskongresse hinsichtlich der digitalen Veranstaltungskommunikation.

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die klassischen, digitalen Kanäle wie Veranstaltungswebsite und E-Mail nach wie vor zu den meist präferierten Informationskanälen gehören. Daneben etablieren sich Veranstaltungs-Apps, die vor allem während der Veranstaltung als Kommunikationstool angewandt werden. Eine untergeordnete Rolle spielt die Kommunikation über Social Media Kanäle.

Klare Präferenzen gibt es hingegen für das Live- oder on-demand Videostreaming sowie für „paperless“ Anwendungen im Bereich der Location Based Services. Bei seiner Betrachtung des künftigen Teilnahmeverhaltens fand Hosp heraus, dass 87% sich eine virtuelle Kongressteilnahme grundsätzlich vorstellen können, jedoch der Großteil davon in Zukunft dennoch mehr/überwiegend vor Ort und nur manchmal virtuell teilnehmen möchte.

Der Gewinner der besten Masterarbeit Peter Hosp präsentierte die Ergebnisse seiner Arbeit per Video und wurde zur Verleihung live ins Courtyard by Marriott Wien Messe/Prater zugeschalten.
Der Gewinner der besten Masterarbeit Peter Hosp präsentierte die Ergebnisse seiner Arbeit per Video und wurde zur Verleihung live zugeschalten. (Bild: Thomas Grundschober / Austrian Convention Bureau)

Die 22-jährige Bachelor-Absolventin Belinda Vollmann befasste sich ebenfalls mit den digitalen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen. Ihr Fokus in „Die Veränderung des Veranstaltungsformats Messe hinsichtlich der Bedürfnisse der Digital Natives“ lag bei der Generation (Z). Diese Zielgruppe mit maximal 25 Jahren, ist in einer digitalisierten Welt aufgewachsen und nutzt das Internet zur Kommunikation sowie für den Produkterwerb wobei sie in Erlebnisse investieren, die sowohl on- und offline geteilt werden können.

Die Autorin fand heraus, dass in der Pre-Show-Phase zumeist via Social Media Werbebeiträge teils mit Unterstützung von Influencern, die als Vorbilder der Digital Natives fungieren, aufmerksam gemacht wird. Vollmanns Arbeit zeigt auf, dass die Kernpunkte einer attraktiven Messe für die Zielgruppe Networking, Showelemente sowie interaktive Möglichkeiten wie Information über ein spezielles Thema oder Einkaufen sind. Der Mehrwert liegt im persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten wobei das Zelebrieren des gemeinsamen Interesses einen hohen Stellenwert hat. Touchpoints müssen demnach zielgruppenorientiert inszeniert sowie durch Implementierung verschiedener Erlebniskomponenten zu einem ganzheitlichen Mixed-Reality-Erlebnis werden.

„Die Arbeiten kluger Köpfe sind relevant für das Vorankommen der Branche“ betont ACB Präsident Gerhard Stübe und freut sich über die wissenschaftlichen Beiträge der nominierten sechs Bachelor- und drei Masterarbeiten zur Best Meeting Thesis Austria 2020, die einen hohen Mehrwert für die Praxis aufweisen.

Neben der Auszeichnung mit dem Award erhielten Belinda Vollmann und Peter Hosp eine Einladung des Dachverbands der österreichischen Kongress- und Tagungswirtschaft zur Convention4u 2021, vom 28. bis 29. Juni in Wr. Neustadt, sowie eine Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse in den Fachmagazinen Austrian Convention Business Magazin und Tourismuswissen Quarterly. Weitere Preise wurden von Austria Trend Hotels, Pletzer Resorts und der Österreich Werbung zur Verfügung gestellt.

Green Meeting im Zeichen von Forschung, Kooperation und Covid-19

Der Best Meeting Thesis Austria Award bietet Studierenden von Fachhochschulen und Universitäten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die Möglichkeit, ihre für die Tagungsbranche relevanten wissenschaftlichen Arbeiten einzureichen und der österreichischen Tagungsbranche vorzustellen. Aufgrund von Covid-19 bedingten Restriktionen konnte ein Großteil der EinreicherInnen nicht live vor Ort präsentieren. Ihre Präsentationen wurden via Video vor Ort übertragen und sie nahmen via Livestream an der Veranstaltung teil.

2020 wurde die Best Meeting Thesis Austria Veranstaltung erstmals als Green Meeting zertifiziert und berücksichtigte dabei sämtliche Covid-19 Hygienemaßnahmen mittels einem eigens erstellen Präventionskonzept. Gastgeberin und Hoteldirektorin Katharina Fleischer begrüßte die jungen Forscherinnen und ExpertInnen der heimischen Tagungswirtschaft zu Beginn des Abends. Das flexible und moderne Konzept des Hauses sorgte für eine gemütliche und inspirierende Atmosphäre – trotz Abstand. Durch den Abend führte ACB-Geschäftsführerin Michaela Schedlbauer-Zippusch gemeinsam mit ACB-Präsident Gerhard Stübe. „Die diesjährige Veranstaltung hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk und Kooperation sind. Nur gemeinsam mit den engagierten ForscherInnen, unseren Mitgliedern und Sponsoren konnten wir die Best Meeting Thesis Austria so gelungen auf die Beine stellen. Besonders motivierend war es, wieder eine live Veranstaltung für unsere Community organisieren zu können.“ resümiert die Geschäftsführerin des Verbandes.

Im Zuge der offiziellen Best Meeting Thesis Verleihung organisierte das ACB vorab für die TeilnehmerInnen einen Workshop zur „Logik der Kooperation“ mit Biologe, Unternehmensberater, Netzwerk und Kooperationsexperten Martin Seibt. Mittels eines Simulationspiels vernetzten sich die Young Professionals und TagungsexpertInnen von Veranstaltungsstätten, Convention Bureaus, Professional Congress Organisern und Kongressdienstleistern um dabei die Bedingung der Entstehung von gelungener Kooperation gemeinsam herauszuarbeiten. Gerade in Zeiten der Unsicherheit, der Komplexität und der Mehrdeutigkeit ist gute Kooperation ein wichtiges Asset. Fehlende Planungssicherheit kann durch Flexibilität, Schnelligkeit und vor allem Vertrauen in die Partner ausgeglichen werden. „Genau dieses Vertrauen wird durch die Arbeit im Verband nachhaltig gestärkt“ unterstreicht Stübe die Bedeutung des ACB.

Bis zum 15. Juli 2021 können aktuelle Bachelor-/Masterarbeiten mit relevanten Themen der Meetingindustrie für den Best Meeting Thesis Award 2021 eingereicht werden.

>> Mehr Details unter: www.acb.at

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