Produkt: events Magazin Digital 04/2015
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Wirtschaft braucht Messen für den Neustart

AUMA fordert Zeitplan für die Wiederaufnahme von Messen

EMO Hannover 2019(Bild: Deutsche Messe AG)Laut AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft – begrüße die Branche die Vereinbarungen, die Bund und Länder getroffen haben, um das öffentliche Leben wieder in Gang zu bringen und der Wirtschaft erste Perspektiven für den Neustart zu geben. Allerdings wären bislang Messen vielfach im Zusammenhang mit Volksfesten, Open-Air-Festivals oder Sportveranstaltungen mit hohen Besucherzahlen genannt worden. Jetzt erwarte die Messewirtschaft jedoch eine differenzierte Betrachtung des eigenen Eventformats und eine zeitnahe Perspektive für die Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs.

Messen seien Business-Plattformen und essentiell, um die Wirtschaft zügig und nachhaltig wieder anzukurbeln, erklärt AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier. Sie könnten wichtige Impulse zur Stimulierung der Einkaufsbereitschaft der durch Corona geplagten Händler liefern und zur Sicherung der führenden Position der deutschen Exportwirtschaft beitragen. Außerdem dienten Messen als Plattform für Kooperationsverhandlungen und Produktpräsentationen, vor allem für den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Gemäß Berechnungen des ifo-Instituts führten sie jährlich zu Produktionseffekten von über 28 Mrd. Euro in der gesamten deutschen Wirtschaft, vor allem in den Regionen rund um die Messestädte. Nach Auffassung des AUMA bräuchte die jeweilige regionale Wirtschaft – von Hotels und Gaststätten über Einzelhandel, Verkehrsbetriebe bis hin zum Handwerk – dringend wieder neue Impulse.

„Die Messewirtschaft erwartet deshalb, dass Messen bei künftigen Entscheidungen von Bund und Ländern als separater Veranstaltungstyp differenziert betrachtet werden. Wir fordern einen Zeitplan für den Neustart, der berücksichtigt, dass Messen eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Monaten haben“, so Holtmeier.

Daher habe die Messebranche Vorschläge zum Neustart erarbeitet:

Demnach soll der Messebetrieb ab September wieder aufgenommen werden. Die Branche habe bereits Vorschläge für Rahmenbedingungen zum Neustart der Messewirtschaft erarbeitet. Nach Überzeugung des AUMA könnten die Veranstaltungen durch ihre Organisationsform und ihre Durchführung in speziell für diesen Zweck konzipierten Gebäuden die Voraussetzungen für den Gesundheitsschutz aller Beteiligten erfüllen. Messen seien in der Lage, die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zu Hygiene und Abstand einzuhalten. Ebenso sei zu berücksichtigen, dass vor allem Fachmessen angesichts der variabel zur Verfügung stehenden Flächen eine weitaus geringere Dichte an Teilnehmern pro qm hätten, als viele andere Veranstaltungsformate: Besucher einer Messe drängten sich nicht wie bei einem Konzert um die Bühne, sondern bewegten sich individuell durch die Hallen. Zusätzlich hätten Veranstalter von Messen Erfahrungen in der Steuerung von Besucherströmen.

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