Das Geschichtenerzählen ist so alt wie die Menschheit

Begegnung braucht Geschichten

Geschichten
Covestro Innovation Celebration 2017:
„Colour your Space“ – mutig und bunt
werden die Unternehmenswerte transportiert.
Das eingesetzte Mittel: Farbe!
(Bild: © Covestro / Fotograf Rennertz)

Eine gute Story hat eigentlich nur wenige Bestandteile, die aber unverzichtbar sind und bleiben. Unter anderem am Beispiel der klassischen Heldenreise: Helden, Bösewichte oder Schurken, eine dramatische Entwicklung, ein bis zwei Wendepunkte, einen Höhepunkt und ein Happy End. Letzteres gilt natürlich ausschließlich für das Marketing.

Die Story muss passend für die Zielgruppe entwickelt und inszeniert werden, das heißt in der richtigen Dosierung mit den richtigen Mitteln in der richtigen Situation. Damit eine Erzählung funktionieren kann, muss der Erzählstoff sorgfältig entwickelt werden: Denn man kann zwar eine gute Geschichte schlecht erzählen, doch aus keiner schlechten Geschichte eine gute Erzählung machen. Die Kunst ist es, mit wenigen Mitteln große Wirkung zu erzielen. Ein Patentrezept gibt es dafür leider nicht, aber man braucht starke Bilder, um im Kopf und im Bauch etwas frei zu setzen.

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Geschichten sind mächtig.

Die live inszenierte Geschichte ist immer noch am wirkungsvollsten, da sie die Zuschauer direkt anspricht und unmittelbar auf die emotionale Wahrnehmung einzahlt, was die Erinnerung erheblich erhöht. Für das Storytelling steht der Live Kommunikation eine enorme Bandbreite an sinnlichen Mitteln zur Verfügung, die eine starke, emotionale Kraft entfalten können: Bilder, Musik, Licht, Darsteller, Bewegungen und Räume bis hin zu Geruch und Geschmack. Gut inszeniert sorgen diese Instrumente für eine besonders nachhaltige Aufnahme von Informationen und Botschaften:

Bilder werden von uns rund 60.000-mal besser verarbeitet als Text!

Christoph Kirst, Geschäftsführer und Kreativ-Direktor von insglück fasst zusammen, worauf man achten, beziehungsweise was es zu vermeiden gilt bei der Inszenierung von Markenbotschaften:

„Die Übersetzung abstrakter Aussagen in konkrete Bilder und Geschichten machen die Botschaften erst interessant. Aber das setzt voraus, dass man Kunden und Zielgruppen kennt, einschließlich ihrer Erwartungshaltungen, Interessen, Bedürfnisse und Lebensrealität. Dabei sollte die Story immer wieder mit Neuem und unerwarteten Wendungen überraschen, um selbst den letzten Event-Verdrossenen noch zu erreichen. Und es gilt authentisch zu begeistern: Nicht das Produkt resp. Unternehmen, sondern die Idee oder Botschaft dahinter sollte spielerisch inszeniert werden, um zu überzeugen …“

Vera Viehöfer, Director Live Marketing bei der Kölner Agentur Ereignishaus:

Ich glaube, dass Marken viel mehr Bindung und Leuchtturmfunktion in diesem Meer von Reizüberflutung schaffen müssen. Wir leben in einer Zeit, in der so schnell weltweit immer neu gedacht und entwickelt wird, dass sogenannte Produktinnovationen schon morgen Schnee von gestern sind. Nachhaltiges Marketing muss stärker auf Treue und Loyalität setzen. Stichwort: Love-Brands. Generell: Was in disruptiven Zeiten helfen kann, ist in Netzwerken und Beziehungen zu denken, zu arbeiten und etwas zu bewegen. Marke sucht Freunde. Und Freundschaft braucht Achtsamkeit. Und Zeit. Zeit kostet Geld. Das allerdings ist gut angelegt.“

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