Pitches mit fünf und mehr Agenturen sind unfair!

9 Fragen an die Eventplanerin Carmen Rojan-Merz

Carmen-Rojan-Merz

Schon früh interessierte sich Carmen Rojan-Merz fürs Marketing und wurde von Unternehmen wie Nixdorf oder Pirelli Sportdivision dabei besonders gefördert. Mit 32 Jahren gründete sie die CRM EventMarketing GmbH und betreute jahrelang Kunden wie z. B. Ferrari und Maserati DACH. Vor einigen Monaten stieg sie in die Geschäftsleitung der Promotion- und Eventagentur OBSESSION ein und ist dort nun für den Bereich Event- und Livemarketing zuständig.

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1. Welche Eigenschaft halten Sie für die Planung einer Reise für wichtiger: Visionär zu sein oder Detail orientiert?

Carmen Rojan-Merz: Nun, im privaten Bereich liebe ich es, visionär unterwegs zu sein. Geschäftlich natürlich mehr Detail orientiert. Im Laufe vieler Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, je mehr man im Vorfeld abklären kann, um so sicherer ist es für die Kunden, das Team und einen selbst.

2. Welches Projekt war für Sie bislang die größte Herausforderung?

Carmen Rojan-Merz: Da ich seit Jahren auch einige italienische Kunden betreue, bekam ich vor 3 Jahren den Zuschlag für die Expo in Mailand mit einer Veranstaltung für 1.000 Personen am Comer See. Die deutsche Delegation um unseren damaligen Bundespräsidenten Gauck sowie die italienische Delegation und viele Mitarbeiter der Expo galt es zu honorieren. Das habe ich auf dem Gelände der Villa Erba direkt am See unter freiem Himmel umgesetzt: Wir mussten alle Teilnehmer von Mailand mit Bussen an den Comer See zeitgerecht shutteln. Offizielle Reden, Catering, 30 Musik-Acts (Roger Cicero hatten wir u. a. dort) italienische Balletteusen, Lyric-Vorträge, chillen, Party bis in die frühen Morgenstunden. Die Herausforderung: Fast ausschließlich mit italienischen Dienstleistern zu arbeiten…aber es lief alles perfekt!

3. Und welches Projekt ist das Ihrer Träume?

Carmen Rojan-Merz: Ein Projekt, in dem es nur um Kinder geht – was das sein soll? Keine Ahnung. Aber ich liebe Kinder und ich denke, mit ihnen zu arbeiten, wäre sehr erfrischend.

4. Welche Destination lässt (noch immer) Ihr Herz höher schlagen?

Carmen Rojan-Merz: Das Banyan-Tree auf den Seychellen … einfach großartig!

5. Sie haben ein Lieblingshotel und empfehlen es uns aus diesen Gründen …

Carmen Rojan-Merz: Das Hotel Bayerischer Hof in München – wegen der Zuverlässigkeit, der Lage und des Komforts.

6. Welche drei Kriterien gehören für Sie unbedingt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Zulieferfirmen?

Carmen Rojan-Merz: Vertrauen, Zuverlässigkeit, Partnerschaftlichkeit. Dann „läuft’s“ finde ich. Ich arbeite in der Regel längerfristig mit Dienstleistern und Zulieferer.

7. Worüber ärgern Sie sich manchmal? Was wünschen Sie sich für die Branche?

Carmen Rojan-Merz: Was mich richtig ärgert: Zu Pitches aufgefordert zu werden, wo dann gleichzeitig fünf weitere Agenturen im Rennen sind. Es wird eine Riesen-Leistung abgefordert und wenn man verliert…nun dann waren Zeit, Kosten, Engagement für die Tonne. Am schlimmsten ist es dann noch, wenn es über ein Bieterverfahren erfolgt. Hier wünsche ich mir von den Firmen einfach mehr Fairness.

8. Die Informationsdichte wird durch die Digitalisierung täglich größer. Wie bleiben Sie auf dem Laufenden?

Carmen Rojan-Merz: Ehrlich? Am ehesten über meinen Sohn, der in einer Digital-Agentur arbeitet. Und über entsprechende Messen und die Medien sowie auch mein wirklich großes Netzwerk.

9. Die Abendveranstaltung war lang! Wie werden Sie am Morgen danach schnell wieder fit?

Carmen Rojan-Merz: Ganz einfach: Ich stehe IMMER morgens um die gleiche Zeit auf, frühstücke und lese dabei händisch die FAZ. Danach geht es mir immer prächtig.

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