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Temporäre Sanitärlösungen:

Von nachhaltig bis originell: „Geschäftslösungen“ bei Outdoor-Events

Campaufbau_SANI
Aufbau eines Sanitär-Camps aus der Vogelperspektive (Bild: SANI)

Open-Air-Events stellen besondere Anforderungen an die Sanitäreinrichtungen, da sie größtenteils auf freier Flur errichtet werden. Auch die Anzahl der Austrittmöglichkeiten ist ausreichend zu bemessen, damit möglichst alle Teilnehmer in der Pause ein WC aufsuchen können. Dass beim Gang auf´s „stille Örtchen“ Sauberkeit und Hygiene trotz hoher Besucherzahlen nicht zu kurz kommen und die Toilettenanlagen zudem kostengünstig und nachhaltig zu betreiben sind, ist dennoch machbar.

Die Wasserversorgung ist in Deutschland sehr gut ausgebaut, jedoch stoßen regionale Wasserbetriebe oftmals schnell an ihre Grenzen. Abhilfe schaffen nachhaltige Lösungen mit Vakuum-Technik, die Wasser und Kosten sparen. So verspricht SANI, einer der größten Anbieter für modulare Sanitäranlagen in Europa: Vakuum-Produkte sparen vom WC über´s Urinal, das Waschbecken und die Dusche über 80% des Wasserverbrauchs ein. Die Mehrkosten für die Anmietung der Vakuum-Technik werden durch das Einsparpotenzial bei Wasser und Abwasser sowie Material und Personal wieder ausgeglichen.

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Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit bietet die Vakuum-Technik aber noch weitere Pluspunkte: Durch die Luftabsaugung beim Spülgang (wir alle kennen das obligatorische Geräusch aus Flugzeugen, Zügen und Schiffen!) werden auch Gerüche und Keime gleich evakuiert. Und: Speziell hoher Andrang mit bis zu 100.000 täglichen Besuchern kann in ganzheitlichen Sanitär-Camp-Lösungen abgefangen werden. Möglich macht es eine Anreihung von verschiedenen Modulen für Kapazitäten ab ca. 5.000 Personen. Die in sich geschlossenen mobilen Systeme umfassen WCs, Urinale, Duschen, Waschplätze und ein behindertengerechtes Element und eignen sich z. B. für Rock-Konzerte, Sportveranstaltungen und viele weitere Open-Air-Anlässe.
www.sani.de

Verhindert Wildpinkeln: Witzige „Notfall-Stationen“

Das in den Niederlanden ansässige Aandeboom Design Studio ist das Gemeinschaftsunternehmen von Rogier Martens und Sam van Veluw. Martens ist ein Raumgestalter mit einer Vorliebe für öffentliche Räume. Er stützt sich auf die Forschung, um seine Produkte zu definieren und bestmöglich nutzbar zu machen. Sein Geschäftspartenr Veluw hingegen ist ein No-Nonsense-Designer. Egal, ob es sich um eine Fahrradambulanz in Malawi, um ein Baumhaus für Kinder oder ein Festival-Urinal an einem Baum handelt – seine Umsetzungen zeigen immer ein überraschendes Design, das die Benutzer sogar zum Lächeln bringen kann. Der Pee-Tree aus der niederländischen Design-Schmiede ist ein temporäres, baumfreundliches Urinal, das an jedem Stamm mit Riemen und Laschen befestigt werden kann. Es vermittelt ein Gefühl von Freiheit und kann an eine zentrale Kanalisation oder mit einer Pumpe an einen Tank angeschlossen werden. Leider ist es für die Damenwelt äußerst ungeeignet!
www.aandeboom.nl/P-Tree-Urinal

Pee-Tree_Aandeboom Design Studio
Das Baumpissoir aus recyceltem Kunststoff gibt es in der Signalfarbe orange oder weiß. (Bild: aandeboom)

Wenn´s pressiert… Mobile Einweg-Toiletten für alle Fälle

Die Taschen-WCs sind eine einfache Notfalllösung, wenn es besonders eilt, kein stilles Örtchen in der Nähe ist oder gar zu großer Andrang herrscht. Sie sind einfach und sauber benutzbar und auch für größere Mengen geeignet. Die Wegwerf-Toiletten bestehen aus Plastik und enthalten ein spezielles, feinkörniges Granulat, das den Urin in ein Gel umwandelt und geruchsbindend ist. Eine rundum saubere Sache: Jedem Toiletten-Bag liegt ein Erfrischungstuch für die Hände bei! Die kleinen Notfallhelfer, es gibt jeweils eine Variante für Männer (roadbag) und Frauen (ladybag), sind übrigens nur so groß wie eine Tafel Schokolade und passen in jede Hand- oder Jackentasche.
www.kets-shop.com

roadbag und ladybag_KETS GmbH 2016(Bild: KETS GmbH 2016)

Ein Blick in die Zukunft:

Ästhetisch und funktional – das temporäre „stille Örtchen“

„PeeBetter“ (Nomen est Omen!) ist eine Plattform zur Entwicklung menschlicher Lösungen für beide Geschlechter für das Urinieren im freien, öffentlichen Raum. Sie vereint kulturelles Verständnis, städtebauliche Strukturen und Design-Anspruch, um Lösungen für die „Bedürfnisse“ der Menschen zu finden. Für die nächsten Jahre ist die Entwicklung und Produktion von mobilen Outdoor-Pissoirs geplant, die bei Parties, Festivals oder Sportveranstaltungen im Freien einsetzbar sind. PeeBetter wurde von der Kopenhagener Kulturdesign-Agentur UiWE in Zusammenarbeit mit Sara Nanna und einem multidisziplinären Team entwickelt, in dem Kulturschaffende, Architekten und Designer zusammengeschlossen sind.

med-urinal_peebetter(Bild: peebetter)

Entstanden ist „Pollee“, eine mobile Einrichtung, die gleichzeitig vier weibliche Nutzerinnen aufnehmen kann. Benutzt wird es berührungslos in halbgehockter Haltung, obwohl auch Griffe an den Seitenwänden angebracht sind, um im Falle eines Falles das Gleichgewicht zu unterstützen. Pollee wurde ursprünglich für das Roskilde Festival in Dänemark entwickelt.

Stehurinal_peebetter(Bild: peebetter)Die neuen, geteilten weibliches Urinale gibt es als Prototyp in drei verschiedenen Varianten: „Pollee Shy“ – für diejenigen, die die Privatsphäre schätzen, „Pollee Toples“ – für etwas mehr Diskretion und „Pollee Naked“ – für ungehemmte Freigeister.
peebetter.dk/category/pollee

Dass neben der Funktionalität auch das Design eine herausragende Rolle spielt, sieht man auch an der Ausführung Simple P, die für Männer konzipiert wurde und sehr ästhetisch und sauber wirkt. Praktisch ist sie sowieso, denn das formschöne Urinal bietet eine einfache Abdeckung und leitet den Urin direkt in einen der vielen Kanalroste, die vielerorts bereits vorhanden sind.

Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
Managementpraxis: Die fünf wichtigsten Trends der Event-Branche +++ Agenturen: 30 Jahre Planworx +++ Destinationen: Schmelztiegel Jamaika +++

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