Produkt: events Magazin 04/2019
events Magazin 04/2019
Kongresse: Anziehungskraft steigern in der digitalen Welt +++ Destinationen: Neue Tourismus-Strategie für Wien +++ Messen: Interaktive Installationen auf dem Vormarsch +++ Virtual Reality: Digitale Klone machen Raumkonzepte erlebbar +++ Video-Walls: Technische Innovationen steigern die Wirkung
Erlebniswelten 4.0

Interaktive & multisensorische Installationen auf dem Vormarsch

Klimakuppel
Echte Erlebnisse mit allen Sinnen durch
multisensorische Erlebniswelten auf
Messeständen und bei Präsentationen
(Bild: Garamantis)

Schmelzende Eisberge, Hurricanes, lange Dürreperioden: Die Folgen des Klimawandels sind dramatisch. Auch in Deutschland wird kaum ein Thema so intensiv diskutiert wie der Klimaschutz. Das Problem: Für viele Menschen ist diese Diskussion abstrakt, zu kompliziert und nicht greifbar. Das Berliner Unternehmen Garamantis hat für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine interaktive Installation entwickelt, mit der man den Klimawandel hautnah erleben kann.

Die „Klimakuppel“ erlaubt bis zu zwölf Personen virtuell nach Madagaskar zu reisen, ein Land, das vom Klimawandel stark betroffen ist. So funktioniert die Technologie: Die Besucher nehmen auf drehbaren Hockern in der Kuppel Platz. Dann setzen sie die Virtual-Reality-Brille Oculus Go auf und sehen einen fünf-minütigen 360-Grad-Film, der ihnen die Lebensumstände der Menschen auf dem Inselstaat zeigt. Das VR-Video ist zeitlich synchronisiert, man kann sich also frei umsehen und ist trotzdem in derselben Szene wie die anderen Nutzer. Während des Films simuliert die Klimakuppel passend den gezeigten Szenen Wärme, Wind und Gerüche und erzeugt damit das Gefühl, tatsächlich durch Madagaskar zu reisen: Trockene und heiße Luft in der Steppe, die kühle Meeresbrise an der Küste, der Geruch der Viehherden – all das vermittelt die interaktive Installation und schafft damit ein echtes Erlebnis.

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Ein abstraktes Thema wird lebendig

„Themen wie der Klimawandel gehen uns zwar alle etwas an, sind aber für viele nicht greifbar genug“, sagt Oliver Elias, der Mitgründer und Geschäftsführer von Garamantis. Sein Team hat die Klimakuppel umgesetzt und die Verknüpfung aus Film, VR, Wärme, Wind und Gerüchen geschaffen. „Wir wollten erreichen, dass man mit unserer Installation spürt, was der Klimawandel auslöst – durch die Verbindung der verschiedenen Elemente ist die Immersion besonders stark. Und wir wollten das Interesse von Besuchern wecken, sich freiwillig mit diesem Thema zu beschäftigen“, erklärt Elias.

Trend zu interaktiven Erlebnis-Installationen

Verschiedene Technologien, die zu einem multisensorischen Gesamtwerk verbunden werden – das ist ein neuer Trend, der Events und Messen künftig prägen dürfte. „Für Unternehmen und andere Organisationen wird es immer wichtiger, eigene Themen erlebbar zu machen“, sagt Oliver Elias. Darin sieht er auch eine große Chance: „Ein interaktives Erlebnis bleibt Menschen viel länger im Gedächtnis als ein klassischer Messestand. Man kann damit seine Zielgruppe gleichzeitig informieren und begeistern.“ Bisher galt VR im Event-Kontext als schwierig, da sie meist nur Erlebnisse für Einzelpersonen bietet. Mit der Klimakuppel können mehrere Personen gleichzeitig in die virtuelle Realität eintauchen.

Klimakuppel(Bild: Garamantis)

Weitere Erlebnis-Filme geplant

Konzipiert hatte die Klima-Idee die Agentur SUPER an der Spree im Auftrag des BMZ, um die Umsetzung kümmerte sich das Team von Garamantis. Premiere hatte die Klimakuppel bei der IdeenExpo 2019 in Hannover. Die Installation soll auch bei zukünftigen Messen eingesetzt werden, wie z. B. bei der Internationalen Grünen Woche 2020. Zukünftig sollen weitere Filme dazu kommen. Grundsätzlich macht die Technologie alle Orte der Welt erfahrbar, auch Reisen in die Vergangenheit oder die Zukunft können realisiert werden.

High-Tech aus Berlin

Das Team des Berliner Start-ups Garamantis entwickelt und programmiert in seiner Werkstatt digitale Installationen, z. B. Beispiel mit Technologien wie VR und Multi-Touch. Das Unternehmen kooperiert in einigen Projekten mit der Ars Electronica und hat u. a. Projekte für die Europäische Weltraumorganisation ESA und das Bundespresseamt umgesetzt. Häufig arbeitet Garamantis dabei mit (Event-)Agenturen zusammen, die innovative Technologien in ihre Projekte integrieren wollen.

www.garamantis.de

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