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Vier Fragen an die Gründer von Voice Republic, Patrick Frank und Ole Kretschmann

Patrick Frank und Ole Kretschmann
Patrick Frank und Ole Kretschmann

Das Start-up Voice Republic mit Sitz in Berlin und Zürich bietet Veranstaltern von Konferenzen, Tagungen, Symposien und Diskussionsrunden Lösungen, um ihre Inhalte live zu streamen und zu archivieren. Das öffentliche Voice Republic Archiv umfasst tausende Redebeiträge aus den Bereichen Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. events sprach mit den Gründern des Start-ups.

 

events: Mit welcher Motivation haben Sie Voice Republic gegründet und wie kam die Idee zur StreamBoxx?

Patrick Frank: Mit Voice Republic wollten wir einen Ort schaffen, an dem intelligente Inhalte verortet sind – sozusagen eine trashfreie Zone für Vorträge, Diskussionen, Gespräche, Lesungen und Podcasts. Die Idee der StreamBoxx hat sich während der Zusammenarbeit mit Konferenzen, Stiftungen, Organisationen und Veranstaltungsorten entwickelt. Denn die Live-Übertragung und Archivierung der Inhalte musste einfach, ressourcenschonend und zuverlässig sein.

Die StreamBoxx wurde für Veranstalter entwickelt, die weder das Know-how, noch das Budget haben, ihr Programm per Video teuer und umständlich zu dokumentieren. Wir bieten denen, die hochwertige Inhalte produzieren, Technik und Infrastruktur, um diese Inhalte zeitgemäß zu archivieren.

 

events: Uns interessiert insbesondere die Technik, die in der StreamBoxx steckt…

Ole Kretschmann: Die StreamBoxx hat sich lange angekündigt, denn alle bisherigen Streaming-Lösungen waren zu umständlich. Unser CTO hat sich dann ein Wochenende hingesetzt und einen Prototyp entwickelt. Als er uns den demonstriert hat, wussten wir: Das ist ein neues Kapitel in unserer jungen Firmengeschichte.

Im Grunde besteht die StreamBoxx aus dem Einplatinencomputer Raspberry Pi und einem Wandler. Das Besondere ist die von uns programmierte Software und natürlich die Anbindung an die Plattform Voice Republic, die wir zu dem Zeitpunkt bereits erfolgreich lanciert hatten. Es ist ein sehr schönes Gefühl zu sehen, dass das Konzept der StreamBoxx auch für unsere Kunden aufgeht. Die Rückmeldungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

 

events: Was sind die Vorteile einer StreamBoxx gegenüber vergleichbaren Systemen?

Patrick Frank: Es gibt keine vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Die StreamBoxx wird einmal angeschlossen und überträgt dann das Audiosignal live. Der Livestream wird automatisch auf Voice Republic archiviert und ist unmittelbar danach als Podcast abrufbar.

Ole Kretschmann: Gleichzeitig macht die StreamBoxx aber auch eine lokale Aufnahme. Sollte das Internet also einmal ausfallen, was auf Konferenzen nicht ungewöhnlich ist, so ist die Veranstaltung trotzdem aufgezeichnet. Besonders praktisch ist, dass sich die StreamBoxx über den Browser von überall steuern lässt. Personal vor Ort ist also nicht mehr nötig. Auf diese Weise lassen sich selbst große Konferenzen und Messen mit vielen parallelen Bühnen mühelos mitschneiden.

 

events: In welchem Kostenrahmen bewegen sich Veranstalter, die Ihre Technik nutzen möchten?

Patrick Frank: Der Kauf einer StreamBoxx kostet 490 Euro, die Miete beträgt 89 Euro am Tag. Unmittelbar nach dem Stream kann die Audiodatei im Archiv als Podcast gehört und auf sozialen Netzwerken geteilt werden. Der Veranstalter profitiert von kostenlosem Hosting und einer großen Reichweite für seine Inhalte.

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